Kunststil Im 17 Und 18 Jahrhundert
Hallo, meine Lieben! Seid ihr bereit für eine Zeitreise? Packt eure Koffer und lasst uns gemeinsam in das 17. und 18. Jahrhundert eintauchen, um die faszinierenden Kunststile dieser Epoche zu erkunden. Stellt euch vor: Pompöse Paläste, dramatische Szenen und zarte Pastelltöne – eine wahre Explosion der Kreativität erwartet uns!
Barock: Drama, Prunk und Bewegung
Unser erster Halt ist das Barock! Stellt euch vor, ihr betretet eine riesige Kathedrale, die mit Gold und Stuck verziert ist. Überall ist Bewegung, Dynamik und ein Hauch von Theatralik. Das Barock (etwa von 1600 bis 1750) wollte überwältigen und beeindrucken – und das gelingt ihm bis heute! Es war eine Zeit der Gegensätze: Prunkvolle Feste und tiefreligiöse Ekstase lagen oft nah beieinander.
Barocke Architektur: Gigantomanie und Opulenz
Die barocke Architektur ist einfach atemberaubend. Denkt an den Petersdom in Rom oder das Schloss Versailles in Frankreich. Gigantische Dimensionen, geschwungene Formen, prunkvolle Fassaden und unzählige Verzierungen sind typisch. Die Architekten dieser Zeit liebten es, mit Licht und Schatten zu spielen, um beeindruckende Effekte zu erzielen. Innenräume waren oft mit Fresken, Skulpturen und Stuckarbeiten überladen. Das Ziel war, den Besucher in eine andere Welt zu entführen, in der alles möglich scheint. Besonders gut kann man das in Deutschland im Zwinger in Dresden erleben, oder in den zahlreichen Schlössern Bayerns.
Barocke Malerei: Dramatik und Realismus
Auch die barocke Malerei ist von Dramatik und Bewegung geprägt. Caravaggio, Rembrandt und Rubens sind nur einige der großen Meister dieser Epoche. Sie schufen beeindruckende Gemälde mit kräftigen Farben, dramatischen Lichteffekten und realistischen Darstellungen. Oft wurden religiöse oder mythologische Szenen dargestellt, aber auch Porträts und Stillleben waren beliebt. Die Künstler legten großen Wert auf Details und versuchten, die Emotionen und Leidenschaften ihrer Figuren zum Ausdruck zu bringen. Denkt an die dunklen Hintergründe und die hell erleuchteten Gesichter in Rembrandts Werken – einfach faszinierend!
Barocke Skulptur: Ausdrucksstärke und Bewegung
Die barocke Skulptur ist ebenso beeindruckend wie die Malerei und Architektur. Bernini ist wohl der bekannteste Bildhauer dieser Zeit. Seine Skulpturen sind von Ausdrucksstärke und Bewegung geprägt. Oft schuf er lebensgroße Figuren, die mitten in einer Bewegung eingefangen sind. Seine Werke sind voller Dramatik und Emotionen. Ein gutes Beispiel ist seine Skulptur der heiligen Theresa von Avila im Petersdom. Man spürt förmlich die Ekstase der Heiligen!
"Das Barock wollte nicht nur gefallen, sondern auch belehren und erziehen. Es war eine Kunst, die die Sinne ansprach und die Fantasie beflügelte."
Rokoko: Zarte Eleganz und spielerische Leichtigkeit
Nach dem pompösen Barock folgte das Rokoko (etwa von 1730 bis 1770), ein Stil, der von zarter Eleganz und spielerischer Leichtigkeit geprägt ist. Stellt euch vor, ihr spaziert durch einen wunderschönen Garten, in dem zarte Pastelltöne, verspielte Ornamente und elegante Figuren vorherrschen. Das Rokoko war eine Reaktion auf die Schwere des Barock. Es war eine Zeit der Freude, der Leichtigkeit und des Vergnügens. Der Adel wollte sich von den Zwängen des Hoflebens befreien und in einer Welt der Schönheit und des Luxus leben.
Rokoko Architektur: Filigrane Verzierungen und asymmetrische Formen
Die Rokoko-Architektur ist von filigranen Verzierungen, asymmetrischen Formen und zarten Pastelltönen geprägt. Die Gebäude sind oft kleiner und intimer als die barocken Bauten. Im Inneren dominieren Stuckarbeiten, Spiegel und Gemälde mit idyllischen Szenen. Ein gutes Beispiel für Rokoko-Architektur ist das Schloss Sanssouci in Potsdam. Es ist ein Ort der Ruhe und Entspannung, an dem man die Schönheit des Lebens genießen kann. Auch die Wieskirche in Bayern ist ein beeindruckendes Beispiel für den Rokoko-Stil, insbesondere im Inneren.
Rokoko Malerei: Galante Szenen und pastorale Idyllen
Die Rokoko-Malerei ist von galanten Szenen, pastoralen Idyllen und zarten Farben geprägt. Watteau, Fragonard und Boucher sind einige der bekanntesten Maler dieser Zeit. Sie schufen Gemälde, die von Liebe, Vergnügen und Schönheit handeln. Oft wurden adlige Paare in idyllischen Landschaften dargestellt, die sich amüsieren und die Freuden des Lebens genießen. Die Bilder sind voller Sinnlichkeit und Eleganz. Denkt an Fragonards "Die Schaukel" – ein Inbegriff des Rokoko!
Rokoko Skulptur: Anmut und Zartheit
Auch die Rokoko-Skulptur ist von Anmut und Zartheit geprägt. Die Figuren sind oft kleiner und detailreicher als die barocken Skulpturen. Sie sind oft aus Porzellan oder Elfenbein gefertigt und stellen mythologische Figuren, allegorische Szenen oder Porträts von Adligen dar. Die Skulpturen sind voller Eleganz und Raffinesse. Ein Besuch in der Porzellansammlung im Dresdner Zwinger lohnt sich, um einen Eindruck von der Rokoko-Skulptur zu bekommen.
Klassizismus: Rückbesinnung auf die Antike
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kam es zu einer Rückbesinnung auf die Antike. Der Klassizismus (etwa von 1750 bis 1840) war geboren. Die Künstler suchten nach Klarheit, Ordnung und Harmonie. Sie orientierten sich an den Idealen der griechischen und römischen Antike. Stellt euch vor, ihr steht vor einem Tempel mit klaren Linien und schlichten Formen. Das ist Klassizismus pur!
Klassizistische Architektur: Strenge Formen und klare Linien
Die klassizistische Architektur ist von strengen Formen, klaren Linien und symmetrischen Strukturen geprägt. Die Gebäude sind oft von Tempeln und Palästen der Antike inspiriert. Säulen, Giebel und Reliefs sind typische Elemente. Ein gutes Beispiel für klassizistische Architektur ist das Brandenburger Tor in Berlin oder das Pantheon in Paris. Diese Gebäude strahlen Würde und Erhabenheit aus.
Klassizistische Malerei: Historische Szenen und idealisierte Porträts
Die klassizistische Malerei ist von historischen Szenen, mythologischen Darstellungen und idealisierten Porträts geprägt. David, Ingres und Canova sind einige der bekanntesten Maler und Bildhauer dieser Zeit. Sie schufen Gemälde und Skulpturen, die von Klarheit, Ordnung und Harmonie geprägt sind. Die Figuren sind oft idealisiert dargestellt und erinnern an antike Statuen. Denkt an Davids "Der Schwur der Horatier" – ein Meisterwerk des Klassizismus!
Klassizistische Skulptur: Idealistische Schönheit und heroische Darstellungen
Die klassizistische Skulptur ist von idealistischer Schönheit, heroischen Darstellungen und klaren Formen geprägt. Die Künstler versuchten, die perfekte menschliche Form darzustellen, inspiriert von den antiken Vorbildern. Canovas Skulpturen, wie "Amor und Psyche", sind wunderbare Beispiele für diese Zeit. Sie vermitteln ein Gefühl von Ruhe und Erhabenheit.
So, meine Lieben, das war ein kleiner Einblick in die Kunststile des 17. und 18. Jahrhunderts. Ich hoffe, ihr habt nun Lust bekommen, diese faszinierenden Epochen selbst zu entdecken. Besucht die Schlösser, Museen und Kirchen in Europa und lasst euch von der Schönheit und Vielfalt der Kunst verzaubern! Und vergesst nicht eure Kamera, um all die Eindrücke festzuhalten. Bis zum nächsten Abenteuer!
