Kurztrip Nach Holland Ans Meer Mit Hund
Holland und das Meer. Klingt super, oder? Und dann noch der Hund dabei. Zuckersüß, die Vorstellung. Ich sag's mal so: Es *kann* toll sein.
Aber... (und jetzt kommt's) ... ich finde, ein Kurztrip nach Holland ans Meer mit Hund ist oft mehr Stress als Erholung. Entschuldigung, falls ich jetzt jemanden auf die Füße trete.
Die Sache mit dem Sand...
Sand. Überall Sand. Im Auto, im Zelt, in der Hundedecke, in den Ohren. Ich putze noch Wochen später Sand aus Stellen, von denen ich nicht mal wusste, dass sie existieren. Und der Hund? Der schüttelt sich genüsslich direkt neben mir.
Klar, Sand ist am Meer. Aber irgendwie potenziert er sich mit Hund. Habt ihr mal versucht, einem labradorartigen Staubsauger das Buddeln am Strand zu verbieten? Viel Spaß.
Das Hunde-Knigge-Problem
Hunde sind toll. Meine liebe ich über alles. Aber am Strand? Da mutieren sie manchmal zu kleinen, fellnasigen Rowdies. Sie rennen, sie bellen, sie klauen Kindern Sandburgen (okay, vielleicht nur meiner).
Und dann die anderen Hunde! Man muss ja immer so tun, als wäre man super entspannt, wenn der eigene Wuffi gerade den kleinen Chihuahua von Frau Müller belästigt. "Der will doch nur spielen!" – Ja, sicher. Er will spielen, dass der Chihuahua eine Quietscheente ist.
Ich weiß, man soll seinen Hund erziehen. Aber mal ehrlich: Am Strand ist irgendwie alles egal.
Die Sache mit den Regeln...
Holland ist super hundefreundlich, sagen alle. Stimmt schon, aber... Es gibt Regeln. Überall Regeln. Wo der Hund frei laufen darf, wo er an die Leine muss, wo er überhaupt *nicht* hin darf.
Ich bin im Urlaub! Ich will nicht erst stundenlang Schilder studieren, bevor ich mit dem Hund einen Schritt mache. Ich will einfach nur... entspannen. Und das geht irgendwie verloren im Regel-Dschungel.
Und dann die Kurtaxe für den Hund! Ja, auch Hunde müssen Kurtaxe zahlen. Ich weiß nicht, was mein Hund mit dem Geld finanziert, aber ich vermute, es fließt in die Sandkastenindustrie.
Der Tag am Strand… in der Realität
Die Idealvorstellung: Strahlender Sonnenschein, sanftes Meeresrauschen, ein friedlich dösender Hund im Schatten. Die Realität: Grauer Himmel, eisiger Wind, ein Hund, der unermüdlich versucht, Möwen zu jagen und dabei Sandfontänen produziert.
Und dann die nassen Hundehaare! Die riechen, sagen wir mal, *interessant*. Besonders im stickigen Auto auf der Heimfahrt. Da wünscht man sich sehnlichst eine Nasenklemme.
Ich will ja nicht meckern. Aber nach so einem Kurztrip nach Holland ans Meer mit Hund bin ich reifer für die Insel. Oder zumindest für eine Woche ohne Sand, ohne Regeln und ohne nasse Hundehaare.
Vielleicht bin ich auch einfach nur zu alt dafür. Oder zu pingelig. Oder beides. Aber ich stehe dazu: Ein Kurztrip mit Hund ans Meer ist oft mehr Arbeit als Urlaub. Gebt mir lieber einen ruhigen Waldspaziergang. Oder einen entspannten Abend auf dem Sofa. Mit dem Hund, natürlich. Aber ohne Sand.
Und jetzt steinigt mich! (Aber bitte nicht mit Sand.)
