Latein Partizip Futur Aktiv
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wir alle hatten doch diesen einen Lateinlehrer, der das Partizip Futur Aktiv so richtig geliebt hat, oder? Und wir, nun ja, wir haben es...toleriert. Sagen wir mal so.
Die ungeliebte Voraussage
Das Partizip Futur Aktiv – schon der Name klingt, als müsste man dafür eine Steuererklärung ausfüllen. Es verspricht, etwas über die Zukunft zu verraten. Wer braucht das schon, wenn man Netflix und einen guten Wahrsager hat?
Ich meine, ganz ehrlich, wer im alten Rom hat sich wirklich hingesetzt und gesagt: „Hach, ich frage mich, was mein Feld zukünftig beackernd sein wird?“ Ich tippe eher auf: „Wo ist das nächste Gladiatorenspiel? Und gibt es Bier?“
Aber hey, vielleicht irre ich mich. Vielleicht waren die Römer einfach nur Meister darin, ihre Zukunftsängste grammatikalisch zu verpacken.
Ein grammatikalisches Monster?
Das Ding ist ja nicht nur, dass das Partizip Futur Aktiv die Zukunft vorhersagen will. Es will das auch noch auf die komplizierteste Art und Weise tun. Da werden Stämme verbogen, Endungen angehängt, und bevor man "Ave Caesar!" sagen kann, hat man sich komplett verirrt.
Man könnte meinen, es wurde erfunden, um Lateinschülern das Leben schwer zu machen. Und wer weiß, vielleicht stimmt das ja auch. Ich meine, wer profitiert schon davon, wenn wir alle wissen, wie man ein Partizip Futur Aktiv bildet? Die Sprachlehrer, natürlich! Aber das ist nur meine (völlig unbewiesene) Theorie.
Und mal ehrlich, wann im echten Leben brauchen wir das? „Entschuldigung, Herr Ober, ich hätte gerne das Hähnchen, das zukünftig gebraten werdend sein wird.“ Klingt irgendwie komisch, oder?
Ich behaupte mal ganz frech: Das Partizip Futur Aktiv ist das unbeliebteste Kind der lateinischen Grammatikfamilie. Und das ist okay. Nicht jeder kann ein Star sein.
Es gibt so viele andere tolle Dinge im Lateinischen! Deklinationen, Konjugationen, all die spannenden Geschichten über römische Kaiser... Warum also Zeit mit etwas verschwenden, das klingt wie eine Drohung?
Die Sache mit dem Gerundium...
Okay, ich gebe zu, es gibt noch andere Kandidaten für den Titel des "unbeliebtesten grammatikalischen Konzepts". Das Gerundium zum Beispiel. Was zur Hölle ist eigentlich ein Gerundium? Und warum klingt es wie eine Krankheit?
Aber selbst das Gerundium hat irgendwie seinen Charme. Es ist wenigstens kurz und bündig. Das Partizip Futur Aktiv hingegen zieht sich wie ein Kaugummi. Es ist der Typ auf der Party, der einfach nicht aufhören kann, von seiner Briefmarkensammlung zu erzählen.
Die kleine Rebellion
Vielleicht ist es ja meine kleine Rebellion gegen die akademische Welt. Vielleicht bin ich einfach nur faul. Aber ich stehe dazu: Ich mag das Partizip Futur Aktiv nicht. Und ich glaube, viele von euch da draußen fühlen genauso.
Also, wenn ihr das nächste Mal über einem Text brütet und versucht, ein Partizip Futur Aktiv zu entziffern, denkt an mich. Denkt daran, dass ihr nicht allein seid. Und denkt daran, dass es im Leben wichtigere Dinge gibt. Wie zum Beispiel Pizza. Oder ein Nickerchen. Oder beides!
Lasst uns stattdessen lieber darüber nachdenken, was wir heute Abend essen werden. Das ist eine Zukunftsprognose, die sich wirklich lohnt.
Und wer weiß, vielleicht ist das ja auch der Sinn der Sache: Uns zu zeigen, dass die Zukunft zwar ungewiss ist, aber wir trotzdem die Wahl haben, wie wir sie gestalten. Und vielleicht gestalten wir sie ja einfach mit weniger Partizip Futur Aktiv. Nur so eine Idee. 😉
Denn, ehrlich gesagt, wer braucht schon diese grammatikalische Vorhersage, wenn man einfach das Leben genießen kann?
