Lebenslauf Vorlage Praktikum Schüler
Es war einmal, vor langer, langer Zeit… oder vielleicht auch erst letzte Woche, als ich mich fragte: Wie zum Kuckuck schreibt man eigentlich einen Lebenslauf für ein Schülerpraktikum? Man hat ja schließlich noch nicht die halbe Welt erobert und fünf Firmen geleitet, oder? Das fühlte sich an, als würde man versuchen, einen Kuchen zu backen, ohne überhaupt zu wissen, was Mehl ist.
Die erste Begegnung mit einer sogenannten "Lebenslauf Vorlage Praktikum Schüler" war ehrlich gesagt ein Schock. Da standen Wörter wie "Berufserfahrung" und "Kenntnisse", die mich an einen verstaubten Lexikon-Eintrag erinnerten. Was sollte ich denn da reinschreiben? Meine Expertise im Computerspiele-Zocken? Meine unschlagbare Fähigkeit, Chips-Tüten in Rekordzeit zu leeren? Vermutlich nicht. Aber der Druck war da. Irgendwie musste ich den Eindruck vermitteln, dass ich, obwohl ich noch zur Schule gehe, der nächste Einstein oder die nächste Marie Curie bin. Nur eben in Praktikumsform.
Also fing ich an zu recherchieren. Das Internet, mein bester Freund und schlimmster Feind, spuckte unzählige Vorlagen aus. Jede sah anders aus, jede versprach den ultimativen Erfolg. Von schnörkellosen, minimalistischen Designs bis hin zu bunten, fast schon psychedelischen Varianten war alles dabei. Ich fühlte mich, als stünde ich vor einer gigantischen Eisdiele und müsste mich für eine Sorte entscheiden – nur dass es hier nicht um leckeres Eis, sondern um trockene Fakten ging.
Besonders amüsant fand ich die Rubrik "Interessen". Was schreibt man denn da rein, wenn man hauptsächlich Netflix schaut und mit Freunden abhängt? "Professioneller Serien-Junkie mit ausgeprägtem Sinn für Humor"? Wahrscheinlich auch nicht so ideal. Also versuchte ich, meine Freizeitaktivitäten etwas aufzupolieren. Aus "lesen" wurde "passionierte/r Leser/in verschiedenster Genres". Aus "mit Freunden treffen" wurde "engagierte/r Netzwerker/in mit ausgeprägten sozialen Kompetenzen". Man muss ja schließlich Eindruck schinden!
Das Abenteuer beginnt: Die erste Version
Mit zitternden Händen tippte ich meine erste Version des Lebenslaufs. Jeder Buchstabe fühlte sich an wie eine Bürde. Ich kämpfte mit Formulierungen, überlegte stundenlang, ob ich "Praktikum" oder "Schnupperlehre" schreiben sollte. Und dann die Sache mit dem Foto! Sollte ich ein professionelles Bewerbungsfoto machen lassen? Oder reicht ein Selfie im besten Licht? Ich entschied mich für Letzteres. Schließlich bin ich ja noch Schüler und kein Top-Manager.
Das Ergebnis war… sagen wir mal, interessant. Der Lebenslauf war ein wilder Mix aus Ehrlichkeit, Übertreibung und purer Verzweiflung. Er enthielt Informationen, die wahrscheinlich niemanden interessierten, und ließ wichtige Details aus. Aber hey, es war mein erster Versuch! Und immerhin hatte ich überhaupt etwas zu Papier gebracht.
Der Moment der Wahrheit: Feedback einholen
Ich zeigte meinen Lebenslauf meinen Eltern. Die Reaktion war gemischt. Meine Mutter lobte meine Mühe und betonte, wie stolz sie auf mich sei. Mein Vater hingegen nahm das Ding auseinander wie ein Profi. "Zu viel unnötiges Blabla", "Kein roter Faden", "Das Foto ist ja gruselig!", lauteten seine Kommentare. Autsch! Aber er hatte Recht. Der Lebenslauf war wirklich eine Katastrophe.
Also ging ich einen Schritt zurück und überarbeitete alles. Ich strich alles, was unnötig war, und konzentrierte mich auf die wichtigsten Punkte. Ich fragte meine Lehrerin um Rat und recherchierte noch einmal im Internet. Langsam aber sicher nahm der Lebenslauf Gestalt an.
Ich entdeckte, dass es gar nicht darum geht, sich als jemand auszugeben, der man nicht ist. Es geht darum, seine Stärken und Fähigkeiten hervorzuheben, auch wenn sie noch nicht so ausgeprägt sind. Es geht darum, zu zeigen, dass man motiviert ist und bereit ist, Neues zu lernen.
Die Erkenntnis: Authentizität ist Trumpf
Am Ende hatte ich einen Lebenslauf, der nicht perfekt war, aber authentisch. Er spiegelte meine Persönlichkeit wider und zeigte, wer ich bin. Ich hatte gelernt, dass es nicht darum geht, die perfekte Lebenslauf Vorlage zu finden, sondern darum, sie mit Leben zu füllen. Und das Leben ist schließlich alles andere als perfekt.
Und das Wichtigste: Ich hatte Spaß dabei! Ja, richtig gelesen. Ich hatte Spaß daran, meinen ersten Lebenslauf zu schreiben. Es war eine Herausforderung, aber auch eine Chance, mich selbst besser kennenzulernen und meine Fähigkeiten zu entdecken. Und das ist doch eigentlich das Ziel eines Praktikums, oder?
Also, liebe Schüler, lasst euch nicht von den Lebenslauf Vorlagen einschüchtern. Seid mutig, seid kreativ und seid vor allem ihr selbst. Denn das ist es, was wirklich zählt. Und wenn ihr mal nicht weiterwisst, fragt einfach eure Eltern, Lehrer oder das Internet. Irgendjemand wird euch schon helfen. Und vielleicht lacht ihr in ein paar Jahren über eure ersten Versuche. Aber das ist okay. Denn das gehört zum Leben dazu.
P.S.: Und falls ihr euch fragt, ob ich das Praktikum bekommen habe? Ja, habe ich! Und zwar bei einer Firma, die meine Authentizität geschätzt hat. Also, nur Mut!
