Leider Kann Ich Nicht Kommen
Meine Lieben Reisefreunde,
Ich muss euch heute eine kleine Geschichte erzählen, eine Geschichte von Aufregung, Planung, und letztendlich... Enttäuschung. Ihr wisst ja, ich liebe es, neue Orte zu entdecken, euch mitzunehmen auf meine Abenteuer, und euch die schönsten Ecken dieser Welt zu zeigen. Und ich hatte so viel geplant!
Vor einigen Monaten schon habe ich mich Hals über Kopf in die Idee verliebt, eine Reise nach Island zu machen. Die Vorstellung von tosenden Wasserfällen, glitzernden Gletschern, dampfenden Geysiren und dem magischen Nordlicht hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Ich habe Stunden damit verbracht, Reiseführer zu wälzen, Blogs zu lesen (ja, auch eure!), und die perfekte Route zusammenzustellen. Ich wollte alles sehen, alles erleben, und euch mit den atemberaubendsten Fotos und Videos versorgen, die ihr je gesehen habt.
Ich hatte mir vorgestellt, wie ich im warmen, türkisfarbenen Wasser der Blauen Lagune liege, während draußen eisige Temperaturen herrschen. Ich wollte die mächtigen Wasserfälle von Gullfoss und Seljalandsfoss bestaunen und mich von der ungezähmten Kraft der Natur überwältigen lassen. Ich wollte auf einem isländischen Pferd durch die raue Landschaft reiten und mir den Wind um die Nase wehen lassen. Und natürlich wollte ich unbedingt das Nordlicht sehen, diesen tanzenden Schleier aus Licht, der den Himmel in den schönsten Farben malt.
Die Flüge waren gebucht, die Unterkünfte reserviert, der Mietwagen organisiert. Ich hatte sogar schon angefangen, meine Packliste zu schreiben und mich nach der perfekten Outdoor-Ausrüstung umzusehen. Ich war so aufgeregt, dass ich kaum schlafen konnte! Ich habe mir jeden Tag vorgestellt, wie es sein wird, in Island anzukommen und diese unglaubliche Insel mit eigenen Augen zu sehen.
Aber dann... kam alles anders. Und zwar so anders, dass ich euch heute mit trauriger Stimme sagen muss: Leider kann ich nicht kommen.
Was war passiert? Tja, das Leben spielt manchmal seltsame Streiche. Kurz vor meiner Abreise hat sich meine Oma das Bein gebrochen. Und da ich die Einzige bin, die sich momentan um sie kümmern kann, muss ich meine Reise absagen. Es tut mir unglaublich leid, aber meine Familie geht einfach vor. Ich kann meine Oma jetzt nicht alleine lassen.
Ich weiß, das ist eine große Enttäuschung, sowohl für euch als auch für mich. Ich hatte mich so auf diese Reise gefreut, und ich weiß, dass viele von euch gespannt darauf waren, meine Erlebnisse mitzuerleben. Aber ich hoffe, ihr versteht meine Entscheidung. Ich bin untröstlich, aber ich weiß, dass ich das Richtige tue.
Was passiert mit meinen Plänen? Nun, die Flüge und Unterkünfte habe ich storniert. Zum Glück konnte ich zumindest einen Teil des Geldes zurückbekommen. Der Mietwagen war leider nicht stornierbar, aber vielleicht finde ich ja noch jemanden, der ihn übernehmen möchte. Immerhin etwas.
Aber das Wichtigste ist: Ich werde meine Island-Träume nicht aufgeben! Ich werde diese Reise einfach verschieben. Sobald meine Oma wieder fit ist und ich wieder Zeit habe, werde ich meine Koffer packen und nach Island fliegen. Und dann werde ich euch alle mitnehmen auf mein Abenteuer!
Was ihr jetzt tun könnt...
Da ich euch nun leider nicht mit meinen eigenen Island-Erfahrungen versorgen kann, möchte ich euch zumindest ein paar Tipps und Empfehlungen geben, die ich im Laufe meiner Planung gesammelt habe. Vielleicht hilft es euch ja, eure eigene Island-Reise zu planen!
Die beste Reisezeit
Die beste Reisezeit für Island hängt natürlich davon ab, was ihr sehen und erleben möchtet. Im Sommer (Juni bis August) sind die Tage lang und hell, und das Wetter ist relativ mild. Das ist die beste Zeit, um die Highlands zu erkunden und lange Wanderungen zu unternehmen. Allerdings ist es auch die touristischste Zeit, und die Preise sind entsprechend hoch.
Im Winter (November bis März) habt ihr die Chance, das Nordlicht zu sehen. Die Tage sind kurz und dunkel, und das Wetter kann extrem sein. Aber die verschneite Landschaft und das magische Nordlicht machen das wieder wett. Allerdings solltet ihr im Winter unbedingt ein Auto mit Allradantrieb mieten und euch auf schwierige Straßenverhältnisse einstellen.
Die Zwischensaisonen (April/Mai und September/Oktober) sind eine gute Option, wenn ihr etwas weniger Trubel und günstigere Preise möchtet. Das Wetter kann wechselhaft sein, aber mit etwas Glück könnt ihr sowohl die grünen Landschaften des Sommers als auch das Nordlicht des Winters erleben.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Island hat so viel zu bieten, dass es schwer ist, alles in einer Reise zu sehen. Aber hier sind ein paar Highlights, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet:
- Die Blaue Lagune: Ein geothermisches Bad mit warmem, mineralreichem Wasser.
- Der Goldene Kreis: Eine beliebte Route, die zu den Wasserfällen Gullfoss und Geysir sowie zum Þingvellir-Nationalpark führt.
- Die Südküste: Mit ihren schwarzen Sandstränden, den Wasserfällen Seljalandsfoss und Skógafoss sowie den beeindruckenden Felsformationen von Reynisdrangar.
- Die Gletscherlagune Jökulsárlón: Ein See voller Eisberge, die vom Gletscher Breiðamerkurjökull abbrechen.
- Das Nordlicht: Ein unvergessliches Naturschauspiel, das ihr am besten in einer klaren, dunklen Nacht beobachten könnt.
Tipps für die Planung
Hier sind noch ein paar Tipps, die euch bei der Planung eurer Island-Reise helfen können:
- Bucht eure Flüge und Unterkünfte frühzeitig: Besonders in der Hauptsaison sind die Preise hoch und die besten Angebote schnell ausgebucht.
- Mietet ein Auto: Island ist am besten mit dem Auto zu erkunden. Achtet darauf, ein Auto mit Allradantrieb zu mieten, wenn ihr im Winter unterwegs seid.
- Packt wetterfeste Kleidung ein: Das Wetter in Island kann sehr wechselhaft sein. Packt am besten mehrere Schichten Kleidung ein, damit ihr auf alle Eventualitäten vorbereitet seid.
- Plant genügend Zeit ein: Island ist eine große Insel mit vielen Sehenswürdigkeiten. Plant genügend Zeit ein, um alles in Ruhe zu erkunden.
- Seid flexibel: Das Wetter kann eure Pläne durchkreuzen. Seid flexibel und passt eure Route gegebenenfalls an.
- Respektiert die Natur: Island ist eine wunderschöne, aber auch empfindliche Insel. Respektiert die Natur und hinterlasst keinen Müll.
Ich hoffe, diese Tipps helfen euch bei der Planung eurer Island-Reise! Und ich verspreche euch, sobald ich meine Reise nachholen kann, werde ich euch mit den schönsten Bildern und Videos versorgen. Bis dahin, bleibt reiselustig und träumt von Island!
Alles Liebe,
Eure (momentan etwas traurige) Reisebloggerin
