Lernen Am Modell Beispiel
Stell dir vor, du bist ein kleiner Vogel. Okay, vielleicht kein echter Vogel. Eher so ein Vogel-Azubi. Und deine Mama, die Amsel mit dem perfekten Gesang, ist dein Vorbild. Sie hüpft, sie pickt, sie zwitschert. Und du? Du versuchst, alles nachzumachen. Klingt bekannt? Das ist im Prinzip Lernen am Modell. Nur eben in der Tierwelt. Und mit 'ner Menge kleiner, nerviger Piepser.
Aber auch wir Menschen, die wir uns ja gerne für die Krönung der Schöpfung halten, lernen ständig durch Nachahmung. Erinnerst du dich, wie du als Kind versucht hast, so cool wie dein großer Bruder den Ball zu werfen? Oder wie du Omas legendären Apfelstrudel backen wolltest und dabei fast die Küche abgefackelt hast? (Okay, vielleicht war das nur ich.) Das alles ist Lernen am Modell in Aktion!
Der Superheld und der Toaster
Denk mal an deinen Lieblingssuperhelden. Batman? Spider-Man? Egal. Wahrscheinlich hast du als Kind versucht, seine coolen Moves nachzumachen. (zugegeben, ich habe das auch getan, nur dass es sich als eher unpraktisch herausstellte, an Hauswänden hochzuklettern...). Das ist Modelllernen in Reinkultur. Wir sehen jemanden, der etwas gut kann, und wollen es auch können. Ob das nun Verbrecher jagen ist oder, realistischer, den perfekten Toast machen.
Und genau da liegt der Clou: Modelle müssen nicht perfekt sein. Sie müssen uns nur etwas zeigen, das wir lernen wollen. Vielleicht kann dein Kollege super Präsentationen halten, aber ist furchtbar im Umgang mit dem Toaster in der Büroküche. Trotzdem kannst du von ihm lernen, wie man eine fesselnde Präsentation aufbaut. (Und du hilfst ihm vielleicht beim Toaster-Problem. Win-Win!).
Die Macht der Vorbilder
Vorbilder sind enorm wichtig, besonders für Kinder. Aber Vorsicht! Das Internet ist voll von Vorbildern, die vielleicht nicht so toll sind. Influencer, die ständig neue Klamotten kaufen, oder YouTuber, die sich gegenseitig beschimpfen. Da ist es wichtig, als Eltern oder Erzieher ein gutes Gegengewicht zu bieten. Zeigt Kindern, dass es auch andere Wege gibt. Dass Empathie, Hilfsbereitschaft und ehrliche Arbeit coole Eigenschaften sind.
Ich erinnere mich an einen kleinen Jungen, der immer versucht hat, seinen Papa zu imitieren. Papa war Feuerwehrmann, und der Junge hat mit Begeisterung mit Gartenschläuchen "Brände" gelöscht. Das war nicht nur süß, sondern auch ein tolles Beispiel für Lernen am Modell. Der Junge hat nicht nur gelernt, wie man einen Schlauch hält, sondern auch, was es bedeutet, anderen zu helfen und Verantwortung zu übernehmen.
Nicht alles nachplappern!
Aber Achtung! Lernen am Modell ist kein blinder Automatismus. Es geht nicht darum, alles eins zu eins zu kopieren. Stell dir vor, du versuchst, den Stil von Karl Lagerfeld zu imitieren. Mit Sonnenbrille und steifem Kragen bei 30 Grad im Schatten? Vielleicht nicht die beste Idee. (Es sei denn, du willst einen Hitzschlag riskieren.)
Der Trick ist, das Gelernte zu filtern und an die eigene Persönlichkeit anzupassen. Nimm dir von deinem Vorbild die Dinge, die dich inspirieren und die zu dir passen. Und entwickle daraus deinen eigenen Stil. Sei ein Amsel-Azubi mit deinem ganz eigenen, unverwechselbaren Zwitschern!
Es geht auch darum, kritisch zu sein. Nur weil Elon Musk gerne auf Twitter postet, heißt das nicht, dass du das auch tun musst. Vielleicht ist es für dich besser, deine Gedanken in einem Tagebuch festzuhalten oder mit Freunden zu diskutieren.
Lernen am Modell ist wie ein Buffet: Man kann sich das Beste aussuchen und daraus etwas Eigenes kreieren. Und wenn man sich mal vergriffen hat? Macht nichts! Dann probiert man halt etwas anderes. Hauptsache, man bleibt neugierig und lernt weiter.
Lachen erlaubt!
Und ganz wichtig: Hab Spaß dabei! Lernen am Modell muss nicht todernst sein. Lachen ist erlaubt, sogar erwünscht. Wenn du versuchst, wie ein Profi zu tanzen und dabei auf die Nase fällst? Dann lach darüber! Und steh wieder auf. Denn selbst aus Fehlern kann man lernen. Vielleicht lernst du, dass Tanzen doch nicht dein Ding ist. Oder du entwickelst deinen ganz eigenen, urkomischen Tanzstil.
Also, schau dich um. Wer inspiriert dich? Wer macht etwas gut, das du auch lernen möchtest? Und dann fang an, nachzumachen. Aber vergiss nicht: Du bist einzigartig. Also mach dein eigenes Ding daraus. Und hab Spaß dabei! Denn das ist das Wichtigste. Ob du nun ein kleiner Vogel bist, ein Superhelden-Azubi oder einfach nur jemand, der versucht, den perfekten Toast zu machen.
Und wenn du das nächste Mal jemanden dabei beobachtest, wie er etwas nachmacht, denk daran: Das ist nicht nur albernes Gehabe. Das ist Lernen am Modell in Aktion. Und das ist gut so!
