Life Is Strange 2 Episode 2 Komplettlösung
Okay, mal ehrlich. Haben wir nicht alle irgendwann mal bei Life is Strange 2, Episode 2 geschummelt? Gebt's zu! Keiner ist perfekt. Und wer's nicht zugibt, lügt wahrscheinlich. Ich sage ja nur...
Einmal kurz spicken, bitte!
Klar, die Entscheidungen in Life is Strange sollen ja eigentlich schwer sein. Sonst wär's ja langweilig. Aber manchmal, ganz ehrlich, will man einfach nur das *beste* Ende. Oder zumindest verhindern, dass Sean sich wieder irgendeinen Mist einbrockt. Und da kommt dann die Komplettlösung ins Spiel. Wie ein heimlicher Superheld im Internet. Nur halt ohne Cape.
Man hangelt sich von Dialogoption zu Dialogoption. Liest, was man tun muss, um Jacob zu helfen (oder eben *nicht*). Schaut nach, wo man die blöden Collectibles findet. Ist doch legitim, oder?
Die Sache mit der Erziehung... und dem Internet
Das Spannende ist ja: Man kann Sean auch ohne Komplettlösung "erziehen". Aber beeinflusst die Lösung nicht doch, wie wir Daniel sehen und seine Entscheidungen interpretieren? Vielleicht versuchen wir, ihn *absichtlich* brav zu machen, weil wir wissen, was passiert, wenn er ausrastet. Ich sag nur: der Baum… *schauder*
Und da sind wir schon beim Punkt: Spielt man das Spiel dann überhaupt noch "richtig"? Oder ist man nur noch ein Marionettenspieler, der die Fäden zieht, weil er weiß, wie alles ausgeht?
Unpopuläre Meinung: Komplettlösungen sind okay!
Jetzt kommt meine unpopuläre Meinung: Komplettlösungen sind nicht das Böse! Okay, okay, vielleicht nehmen sie einem ein bisschen die Spannung. Aber manchmal, ganz ehrlich, bin ich einfach zu ungeduldig. Oder zu gestresst. Oder will einfach nur ein Happy End. Und dann ist so eine Komplettlösung Gold wert.
Außerdem: Wer sagt denn, dass man sie von Anfang an benutzen muss? Man kann ja auch erst mal spielen, und wenn man dann an einer Stelle nicht weiterkommt, kurz nachschauen. Ist doch wie mit einem Kochbuch. Man muss ja nicht jedes Rezept sklavisch befolgen. Manchmal ist es einfach nur eine Inspiration.
Und Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon mal gegoogelt, wie man in Life is Strange ein bestimmtes Achievement bekommt? Eben! Wir sind alle kleine Cheater.
Der Reiz des Kontrollverlusts... oder eben nicht
Vielleicht ist es ja auch das: Die Spiele wollen uns weismachen, dass unsere Entscheidungen wichtig sind. Dass wir die Kontrolle haben. Aber im Endeffekt sind wir doch alle nur an ein vorgegebenes Skript gebunden. Oder nicht?
Mit einer Komplettlösung kann man diese Illusion zumindest ein bisschen aufbrechen. Man sieht, wie die "Magie" funktioniert. Man versteht, welche Entscheidungen wirklich wichtig sind und welche nur Fassade.
Klar, es nimmt einem auch ein bisschen den Reiz des Unbekannten. Aber hey, dafür weiß man wenigstens, dass Daniel am Ende nicht im Knast landet. Oder doch? Wer weiß… vielleicht probiere ich beim nächsten Durchgang ja doch mal eine andere Komplettlösung aus. Für die Wissenschaft, versteht sich!
Also, was lernen wir daraus?
Life is Strange 2, Episode 2 ist toll. Komplettlösungen sind nützlich. Und wir sind alle ein bisschen cheaterisch unterwegs. Und das ist okay! Solange wir Spaß haben, ist doch alles erlaubt. Oder?
Und wenn ihr jetzt sagt: "Nein, Komplettlösungen sind doof! Man soll das Spiel so spielen, wie es gedacht ist!", dann sage ich nur: Viel Spaß dabei, stundenlang an einer Stelle festzuhängen! Ich geh' dann mal schnell meine Komplettlösung checken… ganz unauffällig…
Denn ganz ehrlich: Manchmal ist es einfach befriedigender, das perfekte Ende zu bekommen, egal wie man es erreicht hat. Und wer das nicht zugibt, der ist entweder ein Heiliger oder ein Lügner. Ich tippe auf Letzteres.
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss noch schnell nachschauen, ob ich alle Collectibles gefunden habe. Man will ja schließlich keine Trophäe verpassen!
