Lohnt Sich Eine Zahnzusatzversicherung Bei Schlechten Zähnen
Okay, Freunde, mal ehrlich. Wir reden heute über ein Thema, das so spannend ist wie der Blick in den Spiegel nach einer durchzechten Nacht: Zahnzusatzversicherungen. Und zwar speziell für die von uns, die... sagen wir mal... eine "herausfordernde" Beziehung zu ihrer Zahnbürste haben. Oder vielleicht einfach nur Pech mit den Genen. *Hust*.
Lohnt sich das wirklich, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist?
Die Frage aller Fragen. Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung, wenn man schon ein Stammgast beim Zahnarzt ist? Wenn die Füllungen eher wie bunte Kunstwerke aussehen und der Kostenvoranschlag für die nächste Behandlung länger ist als die Herr der Ringe Trilogie? Das ist die Frage, die uns alle nachts wach hält.
Ich weiß, was ihr denkt: "Klar, ist doch logisch! Muss man haben! Rettet den Geldbeutel!" Aber... haltet mal kurz inne. Ist es wirklich so einfach?
Meine (leicht unpopuläre) Meinung
Hier kommt's. Meine Meinung dazu ist... *Trommelwirbel*... Es kommt drauf an! Ja, ich weiß. Super hilfreich. Aber lasst mich das erklären. Viele Zahnzusatzversicherungen haben nämlich Wartezeiten. Das heißt, du zahlst brav deine Beiträge, aber wenn du gleich im ersten Monat mit einer Großbaustelle im Mund ankommst, kriegst du erstmal nur ein müdes Lächeln und den Hinweis auf die AGB. "Tut uns leid, lieber Freund, aber die Reparatur deiner kompletten Kauleiste ist erst in 8 Monaten drin!" Das ist, als würde man einen Regenschirm kaufen, nachdem man schon klitschnass ist.
Und dann sind da noch die ganzen *kleingedruckten* Ausnahmen. "Keine Leistungen für bereits begonnene Behandlungen." Toll. Also die Wurzelbehandlung, die schon halb fertig ist? Pech gehabt! Das Implantat, das der Zahnarzt schon angekündigt hat? Selbst zahlen! Manchmal fühlt es sich an, als wäre man besser dran, das Geld einfach unter die Matratze zu stopfen.
Die rosarote Brille der Versicherungsvertreter
Ich will die Versicherungsvertreter nicht verteufeln. Die machen ja auch nur ihren Job. Aber wenn ich jedes Mal einen Euro bekommen würde, wenn mir jemand erzählt, wie toll und unverzichtbar eine Zahnzusatzversicherung ist... Ich wäre reich! Aber Fakt ist: Die Versicherungen wollen auch Geld verdienen. Und das tun sie nicht, indem sie jedem mit maroden Zähnen die Komplettsanierung finanzieren.
Also, was tun? Erstmal: Den Zahnarzt fragen! Er oder sie kann dir am besten sagen, was in nächster Zeit ansteht und wie teuer das wird. Dann: Die Angebote der Versicherungen genau vergleichen. Nicht nur auf den Beitrag schauen, sondern vor allem auf die Leistungen und die *Wartezeiten*!
"Manchmal ist es günstiger, die Behandlung einfach selbst zu bezahlen. Klingt verrückt, ist aber so."
Ein Rechenbeispiel, das schmerzt
Sagen wir mal, du brauchst ein Implantat. Kostet so um die 3000 Euro. Die Versicherung zahlt 70% davon. Cool! Denkste. Du zahlst aber auch jeden Monat einen Beitrag von 50 Euro. Das sind im Jahr 600 Euro. Und das über mehrere Jahre. Da muss man schon genau rechnen, ob sich das wirklich lohnt. Vielleicht ist es am Ende billiger, einfach einen Kredit aufzunehmen und das Implantat bar zu bezahlen.
Und jetzt kommt der Hammer: Manche Versicherungen begrenzen die Erstattung pro Jahr. Da freut man sich, dass sie 70% zahlen, aber dann steht da im Kleingedruckten: "Maximal 1000 Euro pro Jahr." Na, super. Dauert ja ewig, bis das Implantat abbezahlt ist!
Was ich wirklich sagen will
Ich will nicht sagen, dass Zahnzusatzversicherungen generell schlecht sind. Für Leute mit gesunden Zähnen und gutem Vorsorgeverhalten können sie durchaus sinnvoll sein. Aber für uns "Problemfälle" ist es oft ein Rechenexempel. Ein teures Rechenexempel. Man muss wirklich ehrlich zu sich selbst sein und sich fragen: Lohnt sich das für mich wirklich? Oder werfe ich gutes Geld schlechtem hinterher?
Vielleicht ist es am Ende sinnvoller, das Geld in eine gute elektrische Zahnbürste, Zahnseide und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen zu investieren. Und vielleicht auch in einen guten Psychologen, der einem hilft, die Angst vor dem Zahnarzt zu überwinden. Denn Vorbeugen ist immer noch besser (und meistens billiger) als Nachsorgen. Auch wenn das jetzt ein bisschen wie eine Werbung für Zahnpasta klingt. *Zwinker*.
Also, entscheidet selbst! Aber bitte, bitte, bitte informiert euch gründlich, bevor ihr unterschreibt. Euer Geldbeutel wird es euch danken. Und vielleicht auch euer Zahnarzt.
