Lord Of The Flies Summary Of Each Chapter
Eine Kapitelzusammenfassung von Herr der Fliegen
William Goldings Herr der Fliegen ist ein Klassiker der englischen Literatur, der die dunkle Seite der menschlichen Natur erforscht. Die Geschichte handelt von einer Gruppe britischer Schulkinder, die nach einem Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel stranden. Ohne die Aufsicht Erwachsener versuchen sie, eine eigene Gesellschaft zu gründen, aber ihre Bemühungen scheitern und führen zu Chaos und Gewalt. Diese Zusammenfassung bietet einen detaillierten Überblick über jedes Kapitel des Romans.
Kapitel 1: Der Klang der Muschel
Das erste Kapitel stellt die Hauptfiguren vor: Ralph, den charismatischen und optimistischen Jungen, und Piggy, den intelligenten, aber körperlich ungeschickten Jungen. Sie finden eine Muschel, die Ralph benutzt, um andere Überlebende des Flugzeugabsturzes zu sammeln. Die Jungen wählen Ralph zum Anführer, was zur Eifersucht von Jack führt, dem Leiter des Chors. Jack wird stattdessen zum Leiter der Jäger ernannt. Die Gruppe beschließt, dass ihr Hauptziel darin besteht, ein Feuer zu entfachen, um Schiffe zu signalisieren und gerettet zu werden. Sie erkunden die Insel und entdecken, dass sie unbewohnt ist.
Kapitel 2: Feuer auf dem Berg
Die Jungen versuchen, ein Signalfeuer zu entfachen, indem sie Piggys Brille zum Fokussieren der Sonnenstrahlen benutzen. Aufgrund ihrer Unerfahrenheit und mangelnden Organisation gerät das Feuer außer Kontrolle und setzt einen Teil des Waldes in Brand. Ein kleiner Junge, der sogenannte "Knabe mit dem Maulwurf", verschwindet im Feuer und wird wahrscheinlich getötet. Dieses Ereignis ist ein erster Vorgeschmack auf die Gefahren, die die Jungen auf der Insel erwarten.
Kapitel 3: Hütten am Strand
Ralph und Simon arbeiten hart am Bau von Hütten als Schutz vor dem Wetter und der Dunkelheit. Die anderen Jungen, insbesondere Jack, sind mehr am Jagen und Spielen interessiert als am Bau von Unterkünften oder der Aufrechterhaltung des Feuers. Jack wird zunehmend besessen davon, ein Schwein zu jagen, und seine Jagdinstinkte werden immer ausgeprägter. Simon zieht sich in einen friedlichen Ort im Wald zurück, um über die Natur nachzudenken, und demonstriert seine intuitive und kontemplative Natur.
Kapitel 4: Bemalte Gesichter und langes Haar
Die Jungen beginnen, sich zu verändern. Jack und seine Jäger bemalen ihre Gesichter mit Lehm, um sich zu tarnen und wilder auszusehen. Diese Bemalung dient als Maske, die es ihnen ermöglicht, ihre Hemmungen abzulegen und ihre primitiven Instinkte auszuleben. Als ein Schiff am Horizont vorbeifährt, ist das Signalfeuer aufgrund der Nachlässigkeit der Jäger erloschen, wodurch eine Rettungschance verpasst wird. Ralph ist wütend, und es kommt zu einer Konfrontation mit Jack, die in einem Streit endet. Piggy wird von Jack ins Gesicht geschlagen und seine Brille zerbricht.
Kapitel 5: Das Biest aus dem Wasser
Die Angst vor einem "Biest" beginnt, sich unter den Jungen auszubreiten. Während einer Versammlung versucht Ralph, die Ordnung wiederherzustellen und die Bedeutung von Regeln und Verantwortlichkeiten zu betonen. Die Jungen sind jedoch zunehmend unaufmerksam und widerspenstig. Piggy argumentiert, dass es kein Biest gibt, sondern dass die Angst in ihnen selbst liegt. Simon schlägt vor, dass das Biest vielleicht "nur wir selbst" ist, aber seine Idee wird nicht verstanden. Die Versammlung löst sich in Chaos auf.
Kapitel 6: Das Biest aus der Luft
Ein toter Fallschirmspringer landet auf der Insel, nachdem er im Luftkampf ums Leben gekommen ist. Die Jungen, die das Biest fürchten, halten den Fallschirmspringer für das Biest und rennen in Panik davon. Sam und Eric, die Zwillingsbrüder, die als Samneric bekannt sind, sehen das Biest und verbreiten die Nachricht in der Gruppe. Die Angst vor dem Biest nimmt immer mehr zu und dominiert die Gedanken und Handlungen der Jungen.
Kapitel 7: Schatten und Bäume
Ralph, Jack und Roger machen sich auf den Weg, um nach dem Biest zu suchen. Sie erreichen einen unberührten Teil der Insel, den sie noch nicht erkundet haben. Als sie einen Felsen erklimmen, sehen sie im Dämmerlicht eine dunkle Gestalt, die sie für das Biest halten. Die Angst der Jungen wird verstärkt, und sie kehren erschrocken ins Lager zurück.
Kapitel 8: Geschenk für die Finsternis
Jack nutzt die Angst vor dem Biest aus, um Ralph als Anführer herauszufordern. Er versucht, die anderen Jungen zu überzeugen, Ralph abzusetzen, aber es gelingt ihm nicht. Wütend verlässt Jack die Gruppe und gründet seinen eigenen Stamm am anderen Ende der Insel. Viele Jungen schließen sich ihm an, angezogen von der Freiheit von Regeln und der Möglichkeit, zu jagen und zu feiern. Jacks Stamm tötet ein Schwein und steckt seinen Kopf auf einen Stock als "Geschenk für die Finsternis" - eine Beschwichtigung des Biestes.
Kapitel 9: Ein Anblick für die Seele
Simon, der die Wahrheit über das Biest erkennen will, klettert auf den Berg und entdeckt, dass es sich um den toten Fallschirmspringer handelt. Er versteht, dass die Angst der Jungen auf einer falschen Wahrnehmung beruht. Auf dem Rückweg zum Lager gerät Simon in einen wilden Tanz der Jäger und wird im Dunkeln für das Biest gehalten. In einem Zustand animalischer Raserei töten sie ihn.
Kapitel 10: Die Muschel und die Brille
Ralph und Piggy sind die einzigen, die Simons Tod betrauern und die Grausamkeit der Tat erkennen. Jacks Stamm etabliert sich als brutale und primitive Gesellschaft. Sie überfallen Ralphs Lager und stehlen Piggys Brille, die sie zum Entfachen des Feuers benötigen. Der Diebstahl der Brille symbolisiert den Verlust der Vernunft und der Zivilisation.
Kapitel 11: Das Schlossfels
Ralph, Piggy, Sam und Eric gehen zu Jacks Lager, um Piggys Brille zurückzufordern und Jack zur Vernunft zu bringen. Es kommt zu einer Konfrontation, bei der Roger einen Felsbrocken auf Piggy wirft, der ihn tötet. Die Muschel zerbricht bei Piggys Fall, was den endgültigen Verlust von Ordnung und Zivilisation symbolisiert. Ralph ist nun allein und auf der Flucht vor Jacks Stamm.
Kapitel 12: Schrei des Jägers
Jack und seine Jäger setzen den Wald in Brand, um Ralph zu fangen. Ralph wird gejagt wie ein Tier, und er ist dem Tod nahe. Als er am Strand zusammenbricht, stößt er auf einen Marineoffizier, der mit einem Kriegsschiff eingetroffen ist, um die Jungen zu retten. Die Jungen, die zuvor wilde Jäger waren, brechen in Tränen aus, als sie die Tragweite ihrer Handlungen erkennen. Der Roman endet damit, dass Ralph weint, nicht nur über die Rettung, sondern auch über den Verlust der Unschuld und die Dunkelheit, die in jedem Menschen schlummert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Herr der Fliegen eine düstere Allegorie über die menschliche Natur ist, die die Gefahren von unkontrollierter Macht, Gruppenzwang und dem Verlust der Vernunft aufzeigt. Die Insel wird zu einem Mikrokosmos der Gesellschaft, in dem die primitiven Instinkte der Jungen über ihre zivilisierten Werte siegen.
