Loving You Is A Losing Game Deutsch
Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Wir alle kennen "Loving You Is A Losing Game", richtig? Die Hymne für gebrochene Herzen. Die Melodie, die in Dauerschleife läuft, wenn man gerade verlassen wurde. Aber... ich wage zu behaupten... ist sie vielleicht ein bisschen... überschätzt?
Ich weiß, ich weiß. Steinigt mich nicht!
Bevor ihr eure Fackeln und Mistgabeln holt, hört mir zu. Ich sage nicht, dass Lana Del Rey schlecht ist. Im Gegenteil! Ich liebe ihre Musik. Ihre Stimme ist wie Honig. Ihre Texte sind... naja, sie sind Texte. Aber manchmal, nur manchmal, habe ich das Gefühl, wir glorifizieren das Leid ein bisschen zu sehr.
Die ewige Melancholie: Ist das wirklich cool?
"Loving You Is A Losing Game". Der Titel allein ist schon eine Steilvorlage für Selbstmitleid. Und ich bin die Letzte, die Selbstmitleid verurteilt! Jeder braucht mal einen Tag, an dem er sich in sein Bett kuschelt und traurige Musik hört. Aber wenn das der Standard wird? Wenn man jeden Morgen aufwacht und denkt: "Oh, das Leben ist so unfair, Liebe ist Schmerz"?
Ich bin mir nicht sicher, ob das so gesund ist. Stell dir vor, du gehst zu einem Date und sagst: "Hallo, mein Name ist [Dein Name] und ich bin fest davon überzeugt, dass Liebe ein Verlustgeschäft ist." Wie gut stehen deine Chancen auf ein zweites Date? Nicht besonders, würde ich sagen.
Die Deutschen haben es verstanden!
Kommen wir nun zum deutschen Aspekt der Sache. Warum schreibe ich das auf Deutsch? Weil ich den Eindruck habe, dass wir Deutschen manchmal eine gesunde Distanz zu diesem ganzen Liebeskummer-Drama haben. Wir sind pragmatisch. Wir sind effizient. Wenn etwas nicht funktioniert, versuchen wir, es zu reparieren. Und wenn es nicht zu reparieren ist, werfen wir es weg und kaufen etwas Neues! (Okay, vielleicht nicht immer, aber das ist die Theorie.)
Deutsche Effizienz vs. Amerikanische Herzschmerz-Romantik
Ich habe das Gefühl, dass die Amerikaner (und ja, ich generalisiere hier) eine Art Romantik mit dem Herzschmerz haben. Sie schreiben Lieder darüber. Sie machen Filme darüber. Sie schreiben Bücher darüber. Wir machen das auch, natürlich. Aber wir haben auch Lieder über Bratwurst und Autos.
Und ehrlich gesagt? Manchmal sehne ich mich nach einem deutschen Liebeslied, das nicht von Trennungsschmerz handelt, sondern davon, wie man ein IKEA-Regal zusammenbaut und dabei feststellt, dass man den gleichen Humor hat. Oder wie man sich gegenseitig die Haare schneidet und es überraschend gut aussieht. Das sind doch die wahren Liebesgeschichten, oder?
"Liebe ist wie eine Baustelle: Chaos, Lärm, aber am Ende steht etwas Schönes." - Irgendein Deutscher (wahrscheinlich)
Also, was ist meine Pointe?
Ich bin nicht gegen Lana Del Rey. Ich bin nicht gegen traurige Musik. Ich bin nur dafür, dass wir uns daran erinnern, dass Liebe nicht nur ein Verlustgeschäft ist. Sie kann auch lustig sein. Sie kann albern sein. Sie kann sogar ein bisschen langweilig sein (im besten Sinne des Wortes).
Und vielleicht, nur vielleicht, sollten wir mehr Musik über die guten Seiten der Liebe machen. Über das Lachen. Über das gemeinsame Kochen. Über das friedliche Nebeneinander-Her-Schweigen auf der Couch. Denn das ist es doch, was wirklich zählt, oder? Die kleinen Dinge. Die unspektakulären Momente. Die Momente, in denen man einfach nur... ist.
Und wenn ihr mich fragt, ist das ein viel besseres Spiel. Ein Spiel, das man gewinnen kann.
Vielleicht liege ich ja auch völlig falsch. Aber das ist meine (zugegeben, etwas provokante) Meinung. Was denkt ihr?
P.S.: Wenn ihr mich jetzt verurteilen wollt, geht in Ordnung. Aber bitte erst, nachdem ihr euch mein Lieblingslied über Bratwurst angehört habt. Es ist überraschend erhebend.
