Lyrics To Song Que Sera Sera
Okay, lasst uns ehrlich sein. Jeder kennt diesen Song. Que Sera, Sera. Was soll ich sagen, außer… ist er nicht ein bisschen…naja?
Die Kindheitstrauma-Hymne
Ich meine, klar, Doris Day hat ihn gesungen. Eine Ikone! Aber wenn man mal genauer hinhört… da steckt schon einiges drin.
Stell dir vor: Ein kleines Mädchen fragt ihre Mutter nach ihrer Zukunft. "Was wird sein?", fragt sie. Und Mama antwortet? "Que sera, sera." Also, mit anderen Worten: "Keine Ahnung, Kindchen. Kümmere dich nicht drum."
Ist das nicht ein bisschen… lieblos? Wo ist die Ermutigung? Die Inspiration? Die glasklare Vision von einer strahlenden Zukunft als Astronautin oder zumindest als Eisverkäuferin?
Stattdessen bekommen wir ein Schulterzucken in Musikform. “Whatever will be, will be.” Toll. Das beruhigt mich jetzt total vor meiner nächsten Gehaltsverhandlung.
Die Reise der Fragen
Und es geht ja weiter! Teenagerzeit! Das kleine Mädchen, jetzt eine Teenagerin (wahrscheinlich mit Akne und dem Wunsch, die Weltherrschaft an sich zu reißen), fragt ihren Liebsten: "Werde ich hübsch sein? Werde ich reich sein?"
Und was sagt der Liebste? Richtig: "Que sera, sera."
Entschuldigung? Er hätte doch wenigstens sagen können: "Du bist wunderschön, so wie du bist!" oder "Wir werden zusammen die Welt erobern und uns dann mit deinem Reichtum zur Ruhe setzen!". Aber nein. Stattdessen bekommt sie die gleiche fatalistische Antwort wie vorher.
Man könnte fast meinen, die Leute in diesem Lied haben einen angeborenen Unwillen, sich festzulegen. Oder eine besonders ausgeprägte Angst vor Verantwortung.
Dann, als verheiratete Frau, fragt sie ihren Liebsten nach Kindern. Wieder dieselbe Antwort. Klingt nicht gerade nach Familienplanung mit Herz, oder?
Das Lied der passiven Akzeptanz
Versteht mich nicht falsch. Die Melodie ist eingängig. So eingängig, dass man sie kaum noch aus dem Kopf bekommt. Und Doris Day's Stimme ist einfach… Zauberhaft. Aber der Text?
Es ist, als ob das Lied sagen will: "Hey, das Leben ist unberechenbar. Also gib einfach auf und warte ab, was passiert." Ich weiß nicht, aber irgendwie klingt das für mich nicht nach einem besonders erfüllenden Lebensmotto.
Ich meine, klar, man kann nicht alles kontrollieren. Das Leben spielt manchmal verrückt. Aber ein bisschen Eigeninitiative schadet doch nicht, oder? Ein bisschen Planung? Ein bisschen Optimismus?
Ich persönlich finde ja, dass man sich ruhig Ziele setzen und danach streben darf. Und wenn es nicht klappt? Dann kann man immer noch sagen: "Okay, war nicht mein Tag. Aber morgen versuche ich es wieder!"
Ein Geständnis
Ich gebe es zu: Ich habe Que Sera, Sera schon als Kind mitgesungen. Lautstark. Ungefiltert. Und wahrscheinlich auch falsch.
Aber je älter ich wurde, desto mehr habe ich mich gefragt: Ist das wirklich alles? Ist das Leben wirklich nur ein großes "Abwarten und Tee trinken"?
Und wisst ihr was? Ich glaube nicht. Ich glaube, wir haben mehr Einfluss auf unser Leben, als uns dieses Lied weismachen will.
Also, das nächste Mal, wenn ihr Que Sera, Sera hört, genießt die Melodie. Genießt Doris Day. Aber denkt vielleicht auch darüber nach, ob ihr wirklich alles dem Zufall überlassen wollt.
Oder ob ihr nicht doch lieber selbst das Ruder in die Hand nehmt. Und euren eigenen Weg geht. Auch wenn der vielleicht nicht immer geradeaus führt. Und auch wenn ihr dabei mal stolpert.
Denn, mal ganz ehrlich: "Whatever will be, will be" ist doch irgendwie eine ziemlich faule Ausrede, oder?
