M Audio Axiom 61 61 Key Usb Midi Keyboard Controller
Okay, lasst uns mal ehrlich sein. Das M-Audio Axiom 61. Kennt ihr das Teil? Diese riesige, schwarze Tastatur, die in fast jedem Homestudio rumsteht?
Ich hab da so eine... sagen wir mal... eine Beziehung zu. Eine komplizierte. So wie mit Rosenkohl. Oder mit der Schwiegermutter.
Das Ding ist riesig!
Erstens: 61 Tasten. Braucht man wirklich 61 Tasten? Also, ich nicht. Ich bin mehr so der "drei Akkorde und ein Gitarrensolo"-Typ. Aber okay, vielleicht bin ich auch einfach nur faul.
Es ist wie bei einer Familienpizza. Am Ende isst man doch immer nur die Hälfte. Und fühlt sich danach schlecht.
Aber hey, immerhin hat man Platz für alle seine Finger! Sogar die, die man eigentlich gar nicht bräuchte.
USB? Super! Oder auch nicht...
USB-Anschluss. Praktisch, oder? Einfach einstecken und loslegen. In der Theorie. In der Praxis verbringt man erstmal eine halbe Stunde damit, Treiber zu installieren. Und dann nochmal eine halbe Stunde, um herauszufinden, warum das Ding immer noch nicht erkannt wird.
Kennt ihr das? Man freut sich wie ein Schneekönig auf die neue Technik, und dann... *BÄM*... Realität.
Aber wenn es dann mal läuft, dann läuft es. Meistens. Bis zum nächsten Update.
Regler und Knöpfe. Oh mein Gott!
Dann sind da diese ganzen Regler und Knöpfe. Endlos viele Regler und Knöpfe. Für... alles? Nichts? Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, wofür die meisten davon sind. Wahrscheinlich für irgendwelche hochkomplexen Synthesizer-Funktionen, die ich eh nie benutzen werde.
Ich benutze sie meistens, um aus Versehen irgendwelche komischen Filter zu aktivieren. Und dann klingt mein Klavier plötzlich wie ein Furz. Großartig.
Manchmal frage ich mich, ob die Designer einfach nur so viele Knöpfe wie möglich draufgepackt haben, um uns das Gefühl zu geben, wir wären professionelle Musiker.
Funktioniert. Ein bisschen. Kurzzeitig.
Die Tasten selbst
Die Tasten. Die sind eigentlich ganz okay. Nicht so super toll wie auf einem echten Klavier, aber für den Preis... absolut akzeptabel. Man kann drauf rumhämmern, ohne dass gleich eine Taste abfällt. Das ist schon mal ein Pluspunkt.
Und sie sind anschlagdynamisch! Das bedeutet, je fester man draufdrückt, desto lauter wird der Ton. Faszinierend, oder? Für Leute, die noch nie ein Klavier gespielt haben, zumindest.
Ich spiele trotzdem immer gleich laut. Egal wie fest ich drücke. Talent, ich weiß.
Mein (vielleicht unpopuläre) Fazit
Versteht mich nicht falsch. Das M-Audio Axiom 61 ist kein schlechtes Keyboard. Es ist nur... überwältigend. Es ist wie ein Schweizer Taschenmesser. Man hat alles, was man braucht (und noch viel mehr), aber man benutzt am Ende doch nur das Messer und den Korkenzieher.
Vielleicht bin ich auch einfach nur zu dumm, um all die Funktionen zu verstehen. Wahrscheinlich sogar. Aber ich stehe dazu.
Ich glaube, ich brauche einfach eine Tastatur mit zwei Tasten. Eine für "C-Dur" und eine für "irgendwas anderes".
Und einem eingebauten Kaffeewärmer. Das wäre wirklich nützlich.
Trotzdem, irgendwo, tief in meinem Herzen, mag ich das Ding. Es ist wie ein treuer, wenn auch etwas komplizierter, Freund. Ein Freund, der immer für einen da ist, wenn man ihn mal braucht. Oder wenn man einfach nur ein bisschen Platz auf dem Schreibtisch verschwenden will.
Und hey, es sieht professionell aus. Wenn Besuch kommt, denken die wenigstens, man wäre ein richtiger Musiker. Das ist doch auch was wert, oder?
Unpopuläre Meinung: Das M-Audio Axiom 61 ist das Schweizer Taschenmesser der MIDI-Keyboards. Praktisch, aber irgendwie benutzt man doch nur einen Bruchteil der Funktionen. Und trotzdem liebt man es.
Vielleicht sollte ich doch mal die Bedienungsanleitung lesen...
