Mankiw Grundzüge Der Volkswirtschaftslehre
Hand aufs Herz: Wer von uns hat wirklich jedes Kapitel in Mankiws Grundzüge der Volkswirtschaftslehre von vorne bis hinten verstanden? Seien wir ehrlich. Vermutlich nicht mal Mankiw selbst. (Kleiner Scherz, Greg!)
Dieses Buch. Es thront in Bibliotheken und Studentenbuden. Es flüstert uns zu: "Versteh die Märkte! Prognostiziere die Zinsen! Beherrsche die Inflation!" Aber zwischen uns gesagt: Ist es nicht manchmal so, als würde man versuchen, einem Eichhörnchen Tango beizubringen?
Das Angebot und die Nachfrage: Eine Hassliebe
Okay, Angebot und Nachfrage. Klingt einfach, oder? Je höher der Preis, desto weniger wird gekauft. Je niedriger der Preis, desto mehr wollen wir haben. So weit, so gut. Aber dann kommen die Elastizitäten! Und die Kreuzpreiselastizität! Und plötzlich fragt man sich, ob man nicht doch lieber Eichhörnchen-Tango unterrichten sollte. Die sind wenigstens süß.
Ich meine, klar, die Kurven sind hübsch. Und das Konzept ist elegant. Aber wenn ich im Supermarkt stehe und überlege, ob ich mir die Avocado für 2,50€ kaufe, denke ich nicht an die Angebotskurve. Ich denke: "Verdammt, die ist teuer! Gibt's irgendwo Mango im Angebot?" Praktische Volkswirtschaftslehre. Sozusagen.
Die 10 Prinzipien: Ein netter Versuch
Mankiw hat uns ja auch die 10 Prinzipien der Volkswirtschaftslehre mitgegeben. Klingt wie eine Offenbarung, oder? "Menschen reagieren auf Anreize!" Ja, danke. Das wusste ich schon, als meine Oma mir Bonbons für gute Noten versprochen hat. "Handel kann es jedem besser gehen lassen!" Klar, außer vielleicht dem kleinen Laden um die Ecke, der gerade von Amazon plattgemacht wird. (Sorry, kleiner Laden. Ich kaufe trotzdem ab und zu bei dir.)
Versteht mich nicht falsch. Die Prinzipien sind wichtig. Sie sind der rote Faden. Aber manchmal fühlt es sich an, als würde man mit einem Kompass versuchen, durch ein Maisfeld zu navigieren. Man weiß, wo Norden ist, aber der Weg ist trotzdem holprig und voller Sackgassen.
Das BIP und die ewige Frage: Was zählt wirklich?
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die heilige Kuh der Volkswirtschaft. Es misst alles, was wir produzieren. Es soll uns zeigen, wie wohlhabend wir sind. Aber misst es wirklich, was zählt?
Es misst die Autos, die wir kaufen. Aber nicht die Luftverschmutzung, die sie verursachen. Es misst die Kriege, die wir führen. Aber nicht das Leid, das sie bringen. Es misst die Medikamente, die wir entwickeln. Aber nicht die seelische Gesundheit, die wir manchmal brauchen.
"Das BIP misst alles, kurz gesagt, außer dem, was das Leben lebenswert macht." – Robert Kennedy (Okay, nicht aus Mankiw, aber trotzdem passend!)
Vielleicht sollten wir uns mal eine andere Messlatte überlegen. Vielleicht sollten wir nicht nur schauen, wie viel wir haben, sondern auch, wie glücklich wir sind. Aber das ist ja schon wieder Philosophie. Und das ist ja wieder ein ganz anderes Buch.
Am Ende des Tages ist Mankiws Grundzüge ein gutes Buch. Es ist umfassend. Es ist verständlich (für ein Lehrbuch). Es ist…nun ja, es ist ein Lehrbuch. Aber es ist auch ein bisschen wie ein kompliziertes Puzzle. Manchmal hat man alle Teile, aber man weiß trotzdem nicht, wie sie zusammengehören. Und manchmal schmeißt man einfach alles in die Ecke und geht ein Eis essen. (Auch eine Form der ökonomischen Entscheidung, nicht wahr?)
Also, wenn ihr das nächste Mal vor diesem dicken Wälzer sitzt und euch fragt, ob ihr wirklich die optimale Menge an Kapital investiert, denkt daran: Ihr seid nicht allein. Und vielleicht ist es okay, wenn man nicht alles versteht. Hauptsache, man lernt, kritisch zu denken. Und vielleicht, ganz vielleicht, die Avocado im Supermarkt doch mal liegen zu lassen.
