Margret Steenfatt Im Spiegel
Stell dir vor, du bist ein Fan von Spiegel-Titelseiten. So richtig Fan. Nicht nur, weil du die Nachrichten liest, sondern weil du die Cover einfach… liebst. Die Farben, die Grafiken, die Art, wie sie ein ganzes Thema in ein einziges Bild pressen. Und dann stell dir vor, du triffst die Frau, die diese Cover jahrelang geprägt hat: Margret Steenfatt.
Klingt erstmal nach einem steifen Treffen mit einer seriösen Designerin, oder? Falsch gedacht! Margret Steenfatt war nämlich alles andere als das. Sie war eine Künstlerin, eine Geschichtenerzählerin und – das darf man nicht vergessen – eine Frau mit einem unglaublichen Sinn für Humor. Sie hat nicht einfach nur Cover gestaltet; sie hat kleine Kunstwerke geschaffen, die oft überraschten, manchmal schockierten und immer zum Nachdenken anregten.
Die Spiegel-Frau mit dem Augenzwinkern
Über 30 Jahre lang war Steenfatt quasi das visuelle Gesicht des Spiegel. Und das in einer Zeit, in der sich die Welt rasant veränderte. Von den späten 60ern bis in die 90er hat sie die Cover gestaltet, die ganze Generationen geprägt haben. Aber was machte ihre Arbeit so besonders? Es war die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor, die sie so einzigartig machte. Stell dir vor, du musst ein Cover zum Thema "Umweltverschmutzung" gestalten. Andere Designer hätten vielleicht einfach einen rauchenden Schornstein oder einen toten Fisch abgebildet. Steenfatt aber? Die hätte vielleicht einen Teddybären mit Gasmaske gemalt, der traurig auf einen ölverschmierten Strand blickt. Das rüttelt auf, das berührt, und das bleibt im Gedächtnis.
Sie war Meisterin der subtilen Botschaft. Sie wusste genau, wie sie ein Thema so präsentieren konnte, dass es nicht nur informativ, sondern auch emotional ansprechend war. Und oft hat sie das mit einem kleinen Augenzwinkern getan.
Mehr als nur Design: Visuelle Kommentare zur Zeit
Steenfatt hat ihre Arbeit nicht einfach nur als Job gesehen. Für sie waren die Spiegel-Cover eine Möglichkeit, sich zu äußern, Stellung zu beziehen und die Welt zu kommentieren. Sie nutzte ihre Kunst, um auf Missstände hinzuweisen, um Tabus zu brechen und um zum Nachdenken anzuregen. Und das alles mit einer unglaublichen Kreativität und einem untrüglichen Gespür für Trends und Stimmungen.
Denk nur an die Cover, die sie zu Themen wie Feminismus, AIDS oder Krieg gestaltet hat. Sie hat keine Angst gehabt, schwierige Themen anzupacken und sie auf eine Art und Weise zu visualisieren, die sowohl provokant als auch einfühlsam war. Ihre Cover waren oft Gesprächsstoff, sie polarisierten und sie sorgten für Diskussionen. Und genau das war es, was sie wollte.
Anekdoten aus dem Design-Alltag
Natürlich gab es auch viele lustige Anekdoten aus ihrer Zeit beim Spiegel. Stell dir vor, du stehst kurz vor dem Abgabetermin für ein Cover und plötzlich fällt dir ein wichtiges Detail auf, das du vergessen hast. Oder du hast eine geniale Idee, aber niemand versteht sie. Solche Situationen hat Steenfatt sicherlich oft erlebt. Und sie hat sie mit Humor und Gelassenheit gemeistert.
Es wird erzählt, dass sie einmal ein Cover zum Thema "Deutsche Bürokratie" gestalten sollte. Sie hatte die Idee, einen riesigen Stapel Akten zu malen, der sich bis zum Himmel türmt. Aber irgendwie wollte das Bild nicht so richtig wirken. Also hat sie kurzerhand eine kleine Maus in den Stapel gezeichnet, die gerade dabei war, sich durch die Akten zu nagen. Das hat dem Bild sofort eine humorvolle Note gegeben und die Absurdität der Bürokratie perfekt auf den Punkt gebracht.
"Ich wollte Bilder schaffen, die etwas auslösen, die berühren, die zum Nachdenken anregen." - Margret Steenfatt
Margret Steenfatt war mehr als nur eine Designerin. Sie war eine Künstlerin, eine Geschichtenerzählerin und eine Chronistin ihrer Zeit. Ihre Spiegel-Cover sind ein Spiegelbild der deutschen Geschichte und Gesellschaft. Sie zeigen uns, wie wir waren, wie wir sind und wie wir sein könnten. Und sie erinnern uns daran, dass es wichtig ist, die Welt mit offenen Augen zu betrachten und sich nicht mit dem Status quo zufrieden zu geben.
Wenn du das nächste Mal ein altes Spiegel-Heft in die Hände bekommst, schau dir die Cover genauer an. Achte auf die Details, auf die Farben, auf die Botschaft. Und denk daran, dass hinter jedem dieser Cover eine Frau stand, die mit Herz und Verstand ihre Kunst genutzt hat, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Margret Steenfatt hat mit ihren Covern nicht nur den Spiegel geprägt, sondern auch die deutsche visuelle Kultur. Und dafür gebührt ihr unser Respekt und unsere Anerkennung.
