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May I Compare Thee To A Summer's Day


May I Compare Thee To A Summer's Day

Viele Neuankömmlinge in englischsprachigen Ländern stolpern früher oder später über die berühmte Zeile "Shall I compare thee to a summer's day?" aus einem Sonett von William Shakespeare. Dieser Satz, der den Auftakt zu einem der bekanntesten Gedichte der englischen Literatur bildet, ist weit mehr als nur eine romantische Floskel. Er ist ein Fenster in die englische Sprache, Kultur und die anhaltende Bedeutung von Shakespeare.

Der Kontext: Shakespeares Sonette

Um "Shall I compare thee to a summer's day?" vollständig zu verstehen, ist es wichtig, den Kontext von Shakespeares Sonetten zu betrachten. Shakespeare schrieb insgesamt 154 Sonette, die größtenteils in den 1590er Jahren entstanden sind und 1609 veröffentlicht wurden. Diese Gedichte sind thematisch in zwei Hauptgruppen unterteilt: die Sonette 1-126, die an einen "Fair Youth" (einen jungen, schönen Mann) gerichtet sind, und die Sonette 127-154, die an die "Dark Lady" (eine geheimnisvolle Frau) adressiert sind. Sonett 18, aus dem die Eingangszeile stammt, gehört zur ersten Gruppe und ist an den Fair Youth gerichtet.

Shakespeares Sonette sind formal sehr präzise. Sie bestehen aus 14 Zeilen und sind im sogenannten Shakespeare-Sonett oder Englischen Sonett verfasst. Diese Form zeichnet sich durch folgendes aus:

  • Drei Quartette (vierzeilige Strophen): Jedes Quartett entwickelt einen Gedanken oder ein Bild.
  • Ein Reimpaar (zwei Zeilen): Das Reimpaar fasst das Gedicht zusammen oder gibt ihm eine Wendung.
  • Reimschema: ABAB CDCD EFEF GG
  • Jambischer Pentameter: Jede Zeile besteht aus zehn Silben, die in einem Wechsel von unbetonten und betonten Silben angeordnet sind (ein Jambus).

Der jambische Pentameter verleiht dem Gedicht einen rhythmischen Fluss und eine gewisse Feierlichkeit.

Analyse von Sonett 18

Betrachten wir nun Sonett 18 genauer:

Shall I compare thee to a summer’s day?
Thou art more lovely and more temperate:
Rough winds do shake the darling buds of May,
And summer’s lease hath all too short a date:
Sometime too hot the eye of heaven shines,
And often is his gold complexion dimm'd;
And every fair from fair sometime declines,
By chance or nature’s changing course untrimm'd;
But thy eternal summer shall not fade,
Nor lose possession of that fair thou ow’st;
Nor shall death brag thou wander’st in his shade,
When in eternal lines to time thou grow’st:
So long as men can breathe or eyes can see,
So long lives this, and this gives life to thee.

Die Bedeutung der ersten Zeile

Die Eingangsfrage "Shall I compare thee to a summer's day?" ist rhetorisch. Der Sprecher stellt die Frage nicht, um wirklich eine Antwort zu erhalten. Stattdessen dient sie als Ausgangspunkt für den Rest des Gedichts. Er beginnt mit einem Vergleich, widerlegt ihn aber sofort. Der "Fair Youth" ist schöner und beständiger als ein Sommertag.

Die Kritik am Sommertag

Shakespeare listet dann eine Reihe von Mängeln des Sommers auf:

  • Rough winds (Stürmische Winde): Der Sommer kann durch stürmische Winde unterbrochen werden, die die zarten Knospen im Mai zerstören.
  • Short lease (Kurze Dauer): Der Sommer ist vergänglich und dauert nur kurze Zeit.
  • Too hot (Zu heiß): Die Sonne kann zu heiß scheinen.
  • Dimmed complexion (Getrübtes Aussehen): Die Sonne kann durch Wolken verdunkelt werden.

Diese Mängel repräsentieren die Vergänglichkeit und Unvollkommenheit der natürlichen Welt.

Die Unsterblichkeit des "Fair Youth"

Im Gegensatz zum Sommer ist die Schönheit des "Fair Youth" ewig. Sie wird nicht durch Alter oder Tod beeinträchtigt. Shakespeare behauptet, dass die Schönheit des "Fair Youth" in seinen Versen konserviert wird. Solange Menschen atmen und sehen können, wird das Gedicht leben und dem "Fair Youth" Unsterblichkeit verleihen. Die "eternal lines" (ewigen Zeilen) beziehen sich auf das Gedicht selbst.

Die Sprache und ihr Verständnis

Für Neuankömmlinge in englischsprachigen Ländern kann die Sprache Shakespeares zunächst eine Herausforderung darstellen. Einige Wörter und Phrasen sind veraltet oder werden in einem anderen Kontext verwendet als heute. Hier sind einige Erklärungen zu wichtigen Vokabeln in Sonett 18:

  • Thee, Thou, Thy: Diese sind alte Formen von "you," "you," und "your." "Thee" wird als Objekt verwendet (z.B. "I love thee"). "Thou" wird als Subjekt verwendet (z.B. "Thou art beautiful"). "Thy" ist ein Possessivpronomen (z.B. "Thy beauty").
  • Temperate: "Temperate" bedeutet hier "mäßig" oder "ausgeglichen." Es impliziert, dass der "Fair Youth" eine angenehme und stabile Persönlichkeit hat.
  • Lease: "Lease" bedeutet hier "Dauer" oder "Zeitspanne." Der "summer's lease" ist also die Zeit, die dem Sommer gegeben ist.
  • Fair from fair declines: Dies bedeutet, dass jede Schönheit irgendwann verblasst.
  • Untrimm'd: "Untrimm'd" bedeutet hier "beraubt" oder "verloren." Die Schönheit wird durch Zufall oder durch den natürlichen Lauf der Dinge beeinträchtigt.
  • Ow'st: "Ow'st" bedeutet "besitzt."
  • Brag: "Brag" bedeutet "prahlen" oder "sich rühmen."
  • Wander'st in his shade: Dies ist eine Metapher für den Tod. Der Tod wird als Schatten dargestellt, und der "Fair Youth" wird dem Tod nicht zum Opfer fallen.

Es ist ratsam, ein Wörterbuch oder eine Online-Ressource zu konsultieren, um unbekannte Wörter oder Phrasen zu verstehen. Viele Ausgaben von Shakespeares Sonetten enthalten auch Fußnoten, die Erklärungen und Kontext liefern.

Die Bedeutung für Expatriates und Neuankömmlinge

Das Studium von Shakespeare, insbesondere solch ikonischer Werke wie Sonett 18, kann für Expats und Neuankömmlinge in englischsprachigen Ländern von großem Nutzen sein. Es bietet nicht nur einen Einblick in die englische Sprache und Literatur, sondern auch in die kulturellen Werte und die Art und Weise, wie Menschen über Schönheit, Liebe und Zeit nachdenken.

Das Verständnis von Shakespeares Sprache kann helfen, die Nuancen der modernen englischen Sprache besser zu erfassen. Viele Redewendungen und Ausdrücke, die heute noch verwendet werden, haben ihren Ursprung in Shakespeares Werken. Darüber hinaus vermittelt Shakespeare ein tiefes Verständnis der englischen Kultur. Seine Stücke und Gedichte behandeln Themen, die für die englische Identität von zentraler Bedeutung sind, wie z.B. Geschichte, Politik, Liebe und Verlust.

Das Zitat "Shall I compare thee to a summer's day?" ist also mehr als nur ein schöner Satz. Es ist ein Tor zu einem reichen und komplexen kulturellen Erbe. Indem man sich mit Shakespeare auseinandersetzt, kann man nicht nur seine Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch ein tieferes Verständnis für die englische Kultur entwickeln und sich besser in die neue Umgebung integrieren. Nutzen Sie die Gelegenheit, mehr über Shakespeare zu erfahren, sei es durch den Besuch einer Theateraufführung, das Lesen seiner Werke oder die Teilnahme an einem Kurs. Es wird Ihnen helfen, sich in Ihrer neuen Heimat besser zurechtzufinden und die Sprache und Kultur auf einer tieferen Ebene zu verstehen.

Darüber hinaus kann das Lesen und Analysieren von Gedichten wie Sonett 18 die eigene Ausdrucksfähigkeit und das Verständnis für Metaphern und bildhafte Sprache verbessern. Diese Fähigkeiten sind nicht nur im literarischen Kontext wertvoll, sondern auch in der alltäglichen Kommunikation und im beruflichen Umfeld.

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