Mein Ps4 Controller Lädt Nicht Mehr
Es begann ganz harmlos, wie so viele Dramen. Ein leeres Blinken. Ein hilfloses Aufleuchten des Lichtbalkens, das versprach, gleich wieder zu erlöschen. Mein treuer PS4 Controller, der Held unzähliger Schlachten, der Meister ungezählter Jump'n'Runs, weigerte sich plötzlich zu laden.
Ich nannte ihn liebevoll „Brummbär“, weil er, nun ja, ein bisschen brummig sein konnte, wenn man ihn zu lange liegenließ. Brummbär und ich, wir hatten viel erlebt. Wir hatten gemeinsam die tiefsten Dungeons erkundet, uns heldenhaft gegen virtuelle Horden gewehrt und unzählige Fussballspiele gewonnen (oder eben auch verloren, aber das erwähnen wir jetzt nicht so laut). Und nun das: Völlige Funkstille.
Die Panik bricht aus
Zuerst die Verleugnung. „Ach, der lädt schon noch“, redete ich mir ein, während ich Brummbär an verschiedene USB-Ports meines Laptops anschloss. Nichts. Dann die Wut. "Verdammter Technik-Schnickschnack! Hab ich dir nicht genug Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt?!". Meine Mitbewohnerin, nennen wir sie einfach mal Sarah, warf mir einen mitleidigen Blick zu. Sie hatte schon Schlimmeres erlebt (zum Beispiel meine gescheiterten Versuche, einen Kuchen zu backen).
Die Verzweiflung kroch langsam hoch. Was, wenn Brummbär für immer im Controller-Himmel weilt? Was, wenn ich jetzt tatsächlich ein neues Gerät kaufen muss? Die Vorstellung war unerträglich. Brummbär war mehr als nur ein Controller. Er war mein treuer Begleiter, mein virtueller Kumpel, mein...okay, vielleicht übertreibe ich es ein bisschen. Aber ihr versteht, was ich meine!
Die Suche nach dem Schuldigen
Natürlich begann die Fehlersuche. War es das Kabel? Ein neues Kabel musste her! Ein Besuch im nächsten Elektronikfachmarkt. Der Verkäufer, ein junger Mann mit einem beeindruckenden Bart, blickte mich wissend an. „PS4 Controller lädt nicht, kenn ich“, sagte er mitfühlend. „Probieren Sie mal ein anderes Kabel, vielleicht ist das alte kaputt.“
Voller Hoffnung kehrte ich zurück. Neues Kabel, neues Glück? Falsch gedacht. Brummbär blieb stumm. Die Panik stieg. War es der Akku? War es gar ein irreparabler Schaden? Die düstersten Szenarien spielten sich in meinem Kopf ab. Ich sah mich schon durch Online-Shops stöbern, verzweifelt auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger.
Die überraschende Wendung
Dann, mitten in meiner Verzweiflung, hatte Sarah eine Idee. "Hast du mal versucht, ihn an der PS4 selbst zu laden?"
An der PS4? Warum war ich da nicht selbst drauf gekommen? War ich wirklich so dumm?
Mit zitternden Händen schloss ich Brummbär an die Konsole an. Und dann…ein leises, aber unmissverständliches Aufleuchten. Der Lichtbalken pulsierte langsam orange. Er lud! Brummbär lebte!
Ich jubelte. Sarah lachte. Die Welt war wieder in Ordnung.
„Manchmal sind die einfachsten Lösungen die besten“, kommentierte Sarah trocken, während ich Brummbär wie einen verlorenen Sohn an mich drückte.
Das Mysterium bleibt
Warum Brummbär am Laptop streikte und an der PS4 brav lud, bleibt bis heute ein Rätsel. Vielleicht war es eine Laune der Technikgötter. Vielleicht hatte Brummbär einfach nur Heimweh nach seiner Konsole. Vielleicht wollte er mir auch nur einen kleinen Schrecken einjagen, um meine Zuneigung zu testen.
Wie dem auch sei, Brummbär und ich sind wieder vereint. Und ich habe gelernt: Manchmal muss man einfach die offensichtlichsten Dinge ausprobieren, bevor man in Panik gerät. Und dass man auf die Ratschläge von Mitbewohnerinnen hören sollte, besonders, wenn sie Sarah heissen.
Die Moral von der Geschichte? Habt Geduld mit euren Controllern. Sie sind treue Begleiter, auch wenn sie mal ein bisschen zicken. Und vergesst nicht, sie ab und zu an ihre "richtige" Mama anzuschliessen, die PS4, vielleicht brauchen sie einfach nur ein bisschen Zuwendung von der Quelle. Und, natürlich, immer schön die Mitbewohnerin um Rat fragen!
