Mensch ärgere Dich Nicht Für 8 Personen
Hallo ihr Lieben, reiselustigen Spielenthusiasten! Eure Lisa hier, zurück von einem unvergesslichen Sommerurlaub, der mehr als nur sonnige Strände und malerische Sonnenuntergänge zu bieten hatte. Wisst ihr, was wirklich für Lachanfälle und unvergessliche Abende gesorgt hat? Eine gigantische, maßgeschneiderte Version eines Spieleklassikers: Mensch ärgere Dich nicht, für sage und schreibe acht Personen!
Vielleicht fragt ihr euch jetzt: "Mensch ärgere Dich nicht? Ist das nicht ein bisschen… altbacken?" Und ja, auf den ersten Blick mag das Spiel etwas angestaubt wirken. Aber glaubt mir, wenn man die Sache mit einer größeren Gruppe und vielleicht einem oder zwei Gläsern Wein angeht, entfaltet sich eine ganz neue Dynamik, die süchtig macht. Und für uns als Reisegruppe, die ständig auf der Suche nach Aktivitäten ist, die alle zusammenbringen, war es der absolute Knaller.
Die Idee und ihre Umsetzung: Ein XXL-Spiel für die Reisegruppe
Es begann alles mit einer einfachen Frage: Wie können wir unsere Abende nach den anstrengenden Tagesausflügen gemeinsam verbringen, ohne uns vor dem Fernseher zu verschanzen? Jemand schlug ein Brettspiel vor, und nach kurzer Diskussion landeten wir bei Mensch ärgere Dich nicht. Aber da wir acht Leute waren, erschien uns die Standardversion etwas… beengt. Also kam uns die Idee: Warum nicht eine Version für acht Spieler basteln?
Gesagt, getan! Die Umsetzung war zwar etwas aufwändig, aber das Ergebnis hat sich mehr als gelohnt. Wir haben uns im Baumarkt eine große Holzplatte besorgt (ca. 1 Meter im Durchmesser) und sie mit Acrylfarbe in leuchtenden Farben bemalt. Jede Farbe repräsentierte einen Spieler. Anstatt der üblichen vier Spielfiguren pro Spieler haben wir uns für sechs entschieden. Das hat das Spielgeschehen noch etwas komplexer und spannender gemacht.
Die Spielfiguren: Vom 3D-Druck zum Sammelobjekt
Besonders stolz sind wir auf unsere Spielfiguren. Statt der herkömmlichen Kegel haben wir uns für individuell gestaltete Figuren entschieden. Ein Freund von mir hat einen 3D-Drucker und war so lieb, für jeden Spieler eine einzigartige Figur zu entwerfen. Da gab es dann den kleinen Eiffelturm für unsere Frankreich-Liebhaberin, den Mini-Surfbrett für unseren Wellenreiter und den kleinen Wanderstiefel für unseren Bergfex. So wurde das Spiel gleich noch persönlicher und die Figuren zu kleinen Sammelobjekten, die jeder mit nach Hause nehmen durfte.
Die Spielregeln: Ein bisschen Chaos muss sein
Die Grundregeln von Mensch ärgere Dich nicht blieben natürlich erhalten: Wer als Erster alle seine Figuren ins Ziel bringt, hat gewonnen. Aber da wir acht Spieler waren, mussten wir ein paar kleine Anpassungen vornehmen, um das Spiel fair und spannend zu halten.
- Startfeld: Jeder Spieler hatte sein eigenes Startfeld in seiner Farbe.
- Würfeln: Es wurde reihum gewürfelt, und natürlich musste man eine Sechs würfeln, um eine Figur ins Spiel zu bringen.
- Rauswurf: Wenn man auf ein Feld kam, auf dem bereits eine Figur eines anderen Spielers stand, wurde diese rausgeworfen und musste zurück ins Startfeld. (Ja, das sorgte für die meisten "Ärgermomente"!)
- Zielfeld: Das Zielfeld war etwas größer als bei der Standardversion, damit alle Figuren Platz hatten.
Eine Regel, die sich als besonders lustig erwiesen hat, war die "Wein-Regel": Wenn jemand dreimal hintereinander eine Eins würfelte, musste er einen Schluck Wein trinken. Das hat das Spiel nicht unbedingt strategischer gemacht, aber definitiv unterhaltsamer!
Die Emotionen: Von Triumph bis Zorn
Was soll ich sagen? Die Abende mit unserem XXL-Mensch ärgere Dich nicht waren einfach unvergesslich. Es gab Momente des Triumphes, wenn man endlich eine Figur ins Ziel brachte, und Momente des absoluten Zorns, wenn man kurz vor dem Ziel von einem Mitspieler rausgeworfen wurde. Die Stimmung schwankte zwischen freundschaftlichem Geplänkel und hitzigen Diskussionen über die Auslegung der Regeln. Aber am Ende des Tages haben wir alle gelacht und uns auf die nächste Runde gefreut.
Besonders schön war, dass das Spiel wirklich alle miteinbezogen hat. Egal ob jung oder alt, ob erfahrener Brettspieler oder Neuling – jeder konnte mitspielen und hatte seinen Spaß. Es war eine tolle Möglichkeit, die Reisegruppe noch enger zusammenzuschweißen und gemeinsame Erinnerungen zu schaffen.
Die Lektionen: Mehr als nur ein Spiel
Was haben wir also von unserem XXL-Mensch ärgere Dich nicht gelernt? Mehr als nur, wie man würfelt und seine Figuren geschickt platziert. Wir haben gelernt, dass auch vermeintlich einfache Spiele unglaublich viel Spaß machen können, wenn man sie mit den richtigen Leuten spielt. Wir haben gelernt, dass es manchmal guttut, den Wettbewerbsgedanken hintenanzustellen und einfach nur gemeinsam zu lachen. Und wir haben gelernt, dass man mit ein bisschen Kreativität und handwerklichem Geschick aus einem alten Klassiker etwas ganz Besonderes machen kann.
Für alle, die jetzt inspiriert sind und selbst eine XXL-Version von Mensch ärgere Dich nicht basteln wollen: Nur Mut! Es ist gar nicht so schwer, wie es aussieht, und das Ergebnis ist es allemal wert. Und wenn ihr das Spiel dann mit eurer Reisegruppe spielt, denkt an meine "Wein-Regel". Sie wird euch garantiert einige lustige Momente bescheren!
Mein Tipp: Macht Fotos von euren Spielabenden! So habt ihr eine bleibende Erinnerung an eure gemeinsamen Erlebnisse und könnt euch auch Jahre später noch darüber amüsieren.
So, das war's von mir für heute. Ich hoffe, mein Bericht hat euch gefallen und vielleicht sogar dazu inspiriert, selbst aktiv zu werden. Bis zum nächsten Mal, bleibt reiselustig und spielfreudig!
Eure Lisa
