Merkmale Der Epoche Realismus
Realismus, hach ja. Wer erinnert sich nicht an die Schulzeit, wo wir gezwungen wurden, dicke Bücher über Leute zu lesen, denen das Leben so richtig einen eingeschenkt hat? Ich meine, hallo, wo bleibt da der Spaß?
Realismus: Die Anti-Märchen-Bewegung
Stellt euch vor: Die Romantik war voll mit Elfen, Rittern und unerfüllter Liebe im Mondschein. Einfach kitschig, oder? Dann kamen die Realisten und sagten: "Leute, genug jetzt! Lasst uns mal die hässliche Wahrheit zeigen!" Und damit meine ich wirklich hässlich. Armut, Alkoholismus, Ehebruch... die volle Breitseite.
"Real"istisch? Eher "Real"itäts-Depri!
Und hier kommt meine unbequeme Meinung: War das wirklich so nötig? Ich meine, klar, die Realität ist nicht immer rosig. Aber muss ich das auch noch in meiner Freizeit lesen? Ich plädiere ja für eine gesunde Mischung aus Realität und ein bisschen... sagen wir mal... Glitzer.
Die Merkmale der Epoche Realismus sind ja eigentlich ganz klar. Da haben wir:
- Detailgenauigkeit: Jede Pore im Gesicht des Protagonisten wurde beschrieben. Und ich übertreibe nicht.
- Gesellschaftliche Probleme: Armut, Ungerechtigkeit, die ganze Palette. Super, danke für die gute Laune.
- Objektivität: Der Autor sollte neutral sein. Persönliche Meinung? Fehlanzeige! (Was meiner Meinung nach eh nie ganz klappt).
- Alltagsleben: Keine Helden, keine großen Abenteuer. Nur der ganz normale Wahnsinn.
Die Figuren: Anti-Helden vom Dienst
Die Figuren im Realismus sind auch so ein Thema. Keine strahlenden Ritter, sondern ganz normale Menschen. Mit Fehlern. Mit Problemen. Mit Mundgeruch (wahrscheinlich). Typen wie du und ich, würden die Realisten sagen. Aber ehrlich gesagt, lese ich lieber über jemanden, der ein bisschen außergewöhnlicher ist. Ein bisschen mehr Superkraft, ein bisschen weniger Midlife-Crisis, bitte.
Nehmen wir mal Gustave Flaubert und seine Madame Bovary. Eine Frau, die unglücklich verheiratet ist und sich in Affären stürzt. Sehr realistisch, ja. Aber auch... ein bisschen anstrengend. Ich mein, gönn dir doch einfach mal ein Eis und entspann dich, Madame Bovary!
"Die Kunst ist dazu da, die Unannehmlichkeiten der Existenz zu beseitigen." – Unbekannter Klugscheißer (Wahrscheinlich kein Realist)
Realismus heute: Ist das noch relevant?
Man könnte ja meinen, dass wir heutzutage genug Realität abbekommen. Nachrichten, Social Media... überall nur Elend und Leid. Brauchen wir da wirklich noch realistische Romane? Ich bin mir da nicht so sicher. Vielleicht sollten wir uns lieber wieder mehr der Fantasie zuwenden. Einhörner, sprechende Katzen, Zeitreisen... Alles, was uns von der tristen Realität ablenkt.
Aber, und das muss ich zugeben, der Realismus hat auch seine guten Seiten. Er hat uns gezwungen, hinzuschauen. Die Augen nicht vor der Ungerechtigkeit zu verschließen. Und das ist schon mal was. Vielleicht sollten wir nur lernen, die Realität mit ein bisschen Humor zu nehmen. Und vielleicht, ganz vielleicht, ein kleines bisschen zu beschönigen. Für die Nerven.
Also, was lernen wir daraus? Der Realismus ist wichtig. Aber bitte nicht zu viel davon. Sonst werden wir alle zu Madame Bovarys und das will ja nun wirklich niemand.
Und jetzt, entschuldigt mich, ich gehe einen Fantasy-Roman lesen. Mit Einhörnern. Und happy End.
