Mit 70 In 50 Zone Geblitzt Toleranz
Oh je, die rote Blitzwolke hat zugeschlagen! Du bist mit 70 Sachen in einer 50er Zone geblitzt worden? Autsch! Das kann jedem passieren. Aber bevor du jetzt in Panik verfällst und dir den schlimmsten Bußgeldbescheid ausmalst, lass uns mal schauen, wie die Chancen stehen. Denn: Es gibt Hoffnung, und zwar in Form der allseits beliebten – und manchmal unterschätzten – Toleranz.
Stell dir vor, du bist Bäcker. Du backst Brötchen, jeden Tag. Und manchmal, nur manchmal, ist eines etwas zu dunkel geraten. Wirfst du es gleich weg? Nein! Du schaust, ob es trotzdem gut schmeckt. Vielleicht ist es sogar besonders knusprig! Genauso ist es mit der Toleranz im Straßenverkehr. Die Behörden wissen, dass Messgeräte nicht perfekt sind und dass auch der aufmerksamste Fahrer mal einen Fehler machen kann.
Was ist diese ominöse Toleranz eigentlich?
Im Grunde ist die Toleranz ein kleiner Bonus, den du bekommst, bevor die Behörden überhaupt anfangen, über ein Bußgeld nachzudenken. Es ist quasi der "Puffer" für Messungenauigkeiten des Radarblitzers. Bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h werden in Deutschland 3 km/h von der gemessenen Geschwindigkeit abgezogen. Bei Geschwindigkeiten über 100 km/h sind es 3%.
Also, in deinem Fall: Du bist mit 70 km/h geblitzt worden. Davon ziehen wir 3 km/h ab. Zack! Bleiben 67 km/h übrig. Das ist schon mal ein Fortschritt! Aber halt, noch nicht jubeln, wir sind noch nicht am Ziel.
Was passiert jetzt mit den 67 km/h?
Jetzt wird es interessant. Denn 67 km/h in einer 50er Zone sind natürlich immer noch zu schnell. Aber: Die Höhe des Bußgeldes und die eventuellen Punkte in Flensburg hängen davon ab, wie viel zu schnell du warst. Und da kommt die nächste gute Nachricht: Die Strafen steigen nicht linear an. Das heißt, ein bisschen zu schnell ist deutlich "billiger" als richtig heftig zu schnell.
Lass uns das mal durchspielen. Du warst effektiv 17 km/h zu schnell (67 km/h - 50 km/h = 17 km/h). Das ist zwar ärgerlich, aber noch nicht das Ende der Welt. In der Regel bedeutet das ein Bußgeld und eventuell einen Punkt in Flensburg, aber keine Fahrverbote oder ähnliche Katastrophen.
Wenn die Toleranz nicht reicht: Was tun?
Manchmal reicht die Toleranz leider nicht aus, um dich vor einem Bußgeld zu bewahren. Aber auch dann gibt es noch Möglichkeiten! Zum Beispiel:
- Prüfe den Bußgeldbescheid genau: Sind alle Angaben korrekt? Stimmt das Kennzeichen? Ist das Foto eindeutig? Fehler können dazu führen, dass der Bescheid ungültig ist.
- Beantrage Akteneinsicht: Du hast das Recht, die Beweismittel einzusehen, auf denen der Bußgeldbescheid basiert. War das Messgerät geeicht? Wurde es korrekt bedient? Zweifel an der Messung können zu einem Einspruch führen.
- Sprich mit einem Anwalt: Ein Anwalt für Verkehrsrecht kann dir helfen, deine Rechte zu verteidigen und die beste Strategie zu entwickeln. Er kennt sich mit den Gesetzen und Urteilen aus und kann dir sagen, ob sich ein Einspruch lohnt.
Ich kenne jemanden, nennen wir ihn mal Herr Meier, der war auch mal in so einer Situation. Er war sich absolut sicher, dass er nicht so schnell gefahren ist, wie ihm vorgeworfen wurde. Nach Akteneinsicht stellte sich heraus, dass das Messgerät nicht korrekt geeicht war. Der Bußgeldbescheid wurde aufgehoben! Also, nicht gleich aufgeben!
"Es ist wichtig, sich nicht von der ersten Aufregung überwältigen zu lassen. Ruhe bewahren und die Fakten prüfen!" – Ein weiser Verkehrsrechtsexperte.
Also, Kopf hoch! Du bist nicht allein. Jeder macht mal Fehler. Und selbst wenn du am Ende doch ein Bußgeld zahlen musst: Sieh es als Lehrgeld für die Zukunft. Vielleicht ist es ja der Anstoß, in Zukunft noch etwas aufmerksamer auf den Tacho zu schauen. Und denk dran: Die Toleranz ist dein Freund, auch wenn sie manchmal nicht ganz ausreicht. Aber sie gibt dir zumindest einen kleinen Puffer und die Chance, die Situation etwas entspannter zu betrachten.
Und wer weiß, vielleicht hast du ja Glück und das Brötchen ist doch nur etwas knuspriger, aber trotzdem lecker!
