Mit Freundlichen Grüßen Komma
Habt ihr's auch satt? Diese endlose Debatte, die sich anfühlt, als würde sie seit Anbeginn der E-Mail-Zeitrechnung toben? Ja, ich rede von... dem Komma nach "Mit freundlichen Grüßen"!
Klar, es gibt diese staubtrockenen Grammatikregeln, die einem das Gefühl geben, man müsse erst einen Doktortitel in Germanistik erwerben, bevor man eine simple E-Mail verschicken darf. Aber lasst uns ehrlich sein: Im echten Leben interessiert das doch niemanden, oder?
Die Komma-Krieger: Zwei unversöhnliche Lager
Auf der einen Seite haben wir die Komma-Krieger. Sie sind überzeugt, dass ohne dieses kleine, unscheinbare Zeichen das Universum aus den Angeln gehoben wird. E-Mails ohne Komma? Ein absolutes No-Go! Für sie ist es ein Akt der Respektlosigkeit, fast schon eine Beleidigung. Man stelle sich vor: Eine wichtige Bewerbung ohne Komma. Der Personaler kriegt sofort Augenkrebs und schmeißt die Bewerbung in den Papierkorb, bevor er auch nur eine Zeile gelesen hat! (Okay, vielleicht übertreibe ich ein bisschen... aber nur ein bisschen!)
Auf der anderen Seite haben wir die Komma-Rebellen. Sie argumentieren, dass das Komma nach "Mit freundlichen Grüßen" total unnötig ist. "Wir sind doch nicht mehr im 19. Jahrhundert!", rufen sie. "Diese Regel ist veraltet und total spießig!" Sie sehen das Komma als eine unnötige Verzierung, die nur Platz verschwendet und den Lesefluss stört. Stellt euch vor: Ihr müsst in einer wichtigen E-Mail ein zusätzliches Zeichen tippen. Die Zeit, die ihr dadurch verliert, summiert sich im Laufe eures Lebens zu mehreren Stunden! Diese Zeit könntet ihr viel besser nutzen, zum Beispiel für... ein Nickerchen!
Die Grauzone: Was ist denn nun richtig?
Und jetzt kommt der Clou: Die Wahrheit liegt (wie so oft) irgendwo in der Mitte. Grammatikalisch korrekt ist das Komma nach der Grußformel tatsächlich. Aber! Im modernen E-Mail-Verkehr hat es sich eingebürgert, darauf zu verzichten. Es ist also eine Frage des Stils und des persönlichen Geschmacks.
Denkt mal drüber nach: Wann habt ihr das letzte Mal jemanden *wirklich* wegen eines fehlenden Kommas kritisiert? Wahrscheinlich nie! Es sei denn, ihr seid Deutschlehrer, dann könnte es durchaus vorkommen. Aber selbst dann, lasst uns ehrlich sein, gibt es wichtigere Dinge im Leben als ein popeliges Komma.
Ich persönlich tendiere dazu, das Komma wegzulassen. Nicht, weil ich ein Rebell bin (naja, vielleicht ein bisschen), sondern weil es mir einfach flüssiger vorkommt. Außerdem spare ich Zeit! Und wer weiß, vielleicht rette ich damit sogar die Welt, indem ich die kumulierte Tipp-Zeit aller E-Mail-Schreiber reduziere!
Aber hey, wenn ihr zu den Komma-Kriegern gehört, ist das auch okay! Hauptsache, ihr seid glücklich und verbreitet keine schlechte Laune wegen einer solchen Kleinigkeit.
Also, was jetzt? Die ultimative Entscheidungshilfe!
Hier ein paar Tipps, die euch bei der Entscheidung helfen können:
- Offizielle Schreiben: Bewerbungen, Kündigungen, formelle Anfragen – hier ist das Komma wahrscheinlich sicherer. Lieber auf Nummer sicher gehen, nicht wahr?
- Lockere E-Mails an Freunde: Hier könnt ihr das Komma getrost weglassen. Eure Freunde werden euch deswegen nicht weniger mögen.
- E-Mails an den Chef: Hmm, das ist knifflig. Wenn ihr euch unsicher seid, fragt mal einen Kollegen oder werft eine Münze. Oder, noch besser: Lasst es einfach weg! Wahrscheinlich wird es niemandem auffallen.
- E-Mails an Grammatik-Nazis: Hier ist das Komma Pflicht! Sonst riskiert ihr eine endlose Diskussion über korrekte Zeichensetzung.
Fazit: Das Komma nach "Mit freundlichen Grüßen" ist nicht das Ende der Welt. Macht euch nicht verrückt deswegen! Wichtig ist, dass eure E-Mails verständlich und freundlich sind. Und wenn ihr euch trotzdem unsicher seid... dann googelt es halt! Aber bitte, verschwendet nicht euer Leben mit dieser endlosen Debatte. Es gibt wichtigere Dinge, versprochen!
Mit freundlichen Grüßen (oder ohne Komma, wie ihr wollt!),
Euer Komma-freier (oder -freundlicher) Autor
