Motive Sturm Und Drang
Ach du lieber Himmel, haben wir uns nicht alle schon mal so richtig ins Zeug gelegt? Kennt ihr das Gefühl, wenn die Emotionen Achterbahn fahren und man am liebsten die ganze Welt verändern möchte? Tja, meine Lieben, dann habt ihr vielleicht eure ganz persönliche kleine Sturm und Drang-Phase erlebt! Und das ist auch gut so!
Was ist denn dieser Sturm und Drang überhaupt?
Stellt euch vor, es ist das 18. Jahrhundert. Die Leute tragen Puderperücken und tanzen Menuett. Alles ist steif und förmlich. ABER! Unter der Oberfläche brodelt es! Junge, wilde Dichter und Denker, gelangweilt von den alten Regeln, schreien nach Freiheit, nach Gefühl, nach... naja, nach allem, was nicht Spießertum ist. Das ist der Sturm und Drang. Eine Jugendbewegung, ein Aufschrei, ein wilder Tanz gegen die Konventionen.
Goethe, Schiller und der ganze Rest der Gang
Klar, die grossen Namen dürfen nicht fehlen! Johann Wolfgang von Goethe, der mit seinem "Die Leiden des jungen Werther" die Welt zum Heulen brachte (und sich selbst unsterblich machte). Friedrich Schiller, der mit seinen Dramen ("Die Räuber", anyone?) die Bühnen zum Beben brachte. Diese Jungs (und ein paar Mädels, die leider oft vergessen werden) waren die Rockstars ihrer Zeit. Sie schrieben über das, was sie wirklich fühlten: Liebe, Hass, Wut, Verzweiflung... das volle Programm!
Man könnte sagen, der Sturm und Drang war wie der Punkrock des 18. Jahrhunderts. Nur ohne Gitarren. Und mit mehr Gedichten. Aber der Spirit war derselbe: Gegen den Strom schwimmen, laut sein, sich nicht anpassen!
Der Werther-Effekt: Heulen für Fortgeschrittene
Goethes "Werther" war so ein Knaller, dass er einen regelrechten Hype auslöste. Plötzlich liefen alle jungen Männer im gelben Frack und blauer Weste herum (so wie Werther eben) und jammerten über unglückliche Liebe. Und ja, einige taten es Werther gleich und nahmen sich das Leben. Das ging natürlich zu weit. Aber es zeigt, wie stark die Emotionen damals hochkochten. Werther war der Inbegriff des Sturm und Drang-Helden: sensibel, leidenschaftlich und zum Scheitern verurteilt.
Aber hey, nicht gleich verzweifeln! Der Sturm und Drang ist nicht nur Trübsal blasen. Es geht auch darum, sich für etwas einzusetzen, für seine Ideale zu kämpfen, auch wenn man dabei aneckt. Es geht darum, authentisch zu sein, sich nicht zu verbiegen und seine eigene Stimme zu finden.
Und was hat das Ganze mit uns zu tun?
Ganz einfach: Jeder von uns hat mal diese Sturm und Drang-Momente! Vielleicht, wenn man sich als Teenager gegen die Eltern auflehnt, weil man seine eigenen Wege gehen will. Vielleicht, wenn man sich im Job für eine Idee einsetzt, die einem am Herzen liegt, auch wenn alle anderen dagegen sind. Vielleicht, wenn man sich einfach mal so richtig verliebt und die ganze Welt rosarot sieht.
Diese Momente sind wichtig! Sie zeigen, dass wir leben, dass wir fühlen, dass wir uns nicht mit dem Status Quo zufrieden geben. Klar, manchmal übertreiben wir es vielleicht ein bisschen. Aber hey, das gehört dazu! Hauptsache, wir bleiben uns treu und verlieren nicht unseren inneren Stürmer und Dränger.
Denn, meine Lieben, das Leben ist zu kurz für Langeweile und Anpassung! Lasst eure Gefühle raus, seid mutig, seid wild, seid... einfach ihr selbst!
Also, das nächste Mal, wenn ihr das Gefühl habt, die Welt verändern zu müssen, denkt an den Sturm und Drang. Denkt an Goethe, an Schiller, an Werther (aber lasst das mit dem Selbstmord lieber bleiben!). Denkt daran, dass ihr nicht allein seid mit euren Emotionen und eurem Drang nach Freiheit.
Und jetzt: Lasst uns die Konventionen brechen! (Aber bitte nicht zu wild, die Nachbarn könnten sich beschweren.)
