Münzen Wert 10 Dm Olympische Spiele 1972
Mal ehrlich, wer von uns hat sie nicht, irgendwo vergraben in einer alten Keksdose oder einer Schublade voller Krimskrams? Die Rede ist natürlich von den 10 DM Münzen der Olympischen Spiele 1972 in München. Jede Familie hatte gefühlt einen ganzen Sack voll!
Eine Münze für Jedermann?
Damals waren sie überall. Gefühlt hat der Staat sie uns zwangsverordnet. Man konnte kaum einkaufen gehen, ohne mit so einem Ding wieder nach Hause zu kommen. War das wirklich die Olympische Idee, verewigt in schnödem Metall?
Olympische Spiele im Portemonnaie
Klar, die Olympischen Spiele waren ein großes Ereignis. Und natürlich wollte man das feiern. Aber mussten es gleich so viele Münzen sein? Gefühlt hat jeder, vom Bäcker bis zum Bankdirektor, mit diesen Dingern jongliert.
Jetzt mal Hand aufs Herz: Erinnern wir uns wirklich an die sportlichen Höchstleistungen, wenn wir so eine Münze sehen? Oder eher an den Kleingeldfrust an der Supermarktkasse, wenn man versucht hat, den Einkauf mit einem Haufen dieser 10 DM Stücke zu bezahlen?
Ich behaupte ja, die eigentliche olympische Disziplin 1972 war das möglichst elegante Loswerden dieser Münzen.
Der Wert: Mehr Nostalgie als Gold
Und jetzt kommt der Knackpunkt: Was sind die Dinger wert? Nicht die Welt, oder? Klar, Sammler freuen sich vielleicht über ein besonders gut erhaltenes Exemplar. Aber die meisten von uns haben eben Exemplare, die schon das halbe Jahrhundert hinter sich haben und entsprechend aussehen. Abgenutzt, verstaubt, vielleicht sogar leicht verbogen. Kurzum: Echte Zeitzeugen.
Mehr Erinnerung als Reichtum
Natürlich erzählen sie eine Geschichte. Eine Geschichte von Spielen, die von Freude und Tragödie geprägt waren. Eine Geschichte von Deutschland im Wandel. Aber diese Geschichte ist eben auch auf Millionen von anderen Münzen festgehalten. Das macht sie nicht gerade exklusiv.
Also, was tun mit diesen stählernen Erinnerungsstücken? Wegwerfen? Bloß nicht! Dafür sind sie dann doch zu schade. Aber sich Illusionen über einen plötzlichen Reichtum machen? Lieber nicht.
Meine (Un)Beliebte Meinung
Hier kommt meine unbequeme Wahrheit: Ich glaube, die 10 DM Münzen von 1972 sind vor allem eines: Ein schönes Beispiel dafür, wie etwas, das eigentlich etwas Besonderes sein sollte, durch Massenproduktion etwas an seinem Zauber verliert. Ist das Ketzerei? Vielleicht. Aber ich stehe dazu!
Der Reiz des Besonderen
Es ist wie mit Weihnachtsgeschenken. Das teuerste Geschenk ist nicht immer das schönste. Manchmal ist es das kleine, handgemachte Geschenk, das von Herzen kommt, das wirklich zählt. Und so ist es auch mit Münzen. Eine seltene Goldmünze weckt vielleicht Begehrlichkeiten. Aber eine 10 DM Münze von 1972 weckt vor allem Erinnerungen – meist gemischte.
Trotzdem, ich mag sie, die kleinen Dinger. Sie sind ein Stück Geschichte. Ein Stück Deutschland. Ein Stück meiner Kindheit. Und auch wenn sie mich nicht reich machen, so erinnern sie mich doch an eine Zeit, in der alles irgendwie einfacher schien. Oder zumindest so, wie wir uns heute daran erinnern möchten.
Also, wenn ihr das nächste Mal so eine Münze in die Finger bekommt, haltet sie kurz inne. Denkt an die Olympischen Spiele. An das Jahr 1972. Und vielleicht auch ein bisschen an eure eigene Vergangenheit. Und dann entscheidet selbst, ob sie für euch mehr ist als nur ein Stück Metall.
Und falls ihr doch beschließt, sie loszuwerden: Ich nehme sie gerne entgegen. Aber bitte nicht alle auf einmal. Meine Keksdose ist schon voll!
