Myers Briggs Compatibility Chart
Okay, lasst uns ehrlich sein. Diese Myers-Briggs-Kompatibilitätstabellen? Ich habe da so meine Zweifel. Ihr auch?
Sind wir wirklich nur vier Buchstaben?
Klar, es ist lustig, sich mal einzustufen. Bin ich nun ein INFP, der verträumte Idealist? Oder doch eher ein ESTJ, der pragmatische Macher? Das Testen macht Spaß. Aber bestimmt der Test, ob ich meinen nächsten Partner finde?
Ich behaupte mal: Nein! Ich liebe Chaos. Persönlichkeitstests sind wie Horoskope: Man findet immer etwas, das irgendwie passt. Aber deswegen ist es noch lange keine Wissenschaft.
Die "Perfekte" Beziehung laut Tabelle
Angeblich sind bestimmte Kombinationen der Hammer. Zum Beispiel: INFJ und ENFP. Eine spirituelle Verbindung! Tiefgründige Gespräche bis zum Morgengrauen! Klingt romantisch, oder?
Aber was, wenn der ENFP ständig zu spät kommt? Und der INFJ leidet still vor sich hin, weil er es nicht wagt, das anzusprechen? Zack, perfekte Kompatibilität hin oder her, da knallt's!
Oder nehmen wir ISTJ und ESFP. Gegensätze ziehen sich an, heißt es. Der eine organisiert das Leben bis ins kleinste Detail, der andere lebt im Moment. Kann funktionieren. Kann aber auch in täglichem Kleinkrieg enden. "Warum hast du die Spülmaschine nicht eingeräumt?" "Weil die Sonne schien und ich lieber draußen war!"
Meine "Unpopuläre" Meinung
Ich glaube, wir versteifen uns zu sehr auf diese Buchstabenkombis. Wir lassen uns von Tabellen vorschreiben, wen wir lieben sollen. Ist doch verrückt, oder?
Viel wichtiger als die Myers-Briggs-Punkte sind doch: Humor. Gemeinsame Interessen. Respekt. Und die Fähigkeit, auch mal über sich selbst zu lachen. Mein Freund und ich, wir sind vielleicht keine "Traumkombination" laut Tabelle. Aber wir bringen uns gegenseitig zum Lachen. Und das ist unbezahlbar.
Stell dir vor, du triffst jemanden, der dich total fasziniert. Ihr versteht euch blind. Die Chemie stimmt. Aber dann kommt der Schock: "Oh nein, du bist ja ein INTP! Das passt laut Tabelle überhaupt nicht!" Würdest du diese Person wirklich abweisen? Wegen vier Buchstaben?
Die Realität sieht anders aus
Meine Erfahrung ist: Beziehungen sind Arbeit. Egal, welche Persönlichkeitstypen aufeinandertreffen. Es gibt Höhen und Tiefen. Kompromisse sind nötig. Und manchmal muss man einfach mal die Zähne zusammenbeißen. Das steht in keiner Tabelle.
Ich will nicht sagen, dass die Myers-Briggs-Typenlehre komplett sinnlos ist. Sie kann uns helfen, uns selbst besser zu verstehen. Und vielleicht auch, die Macken unseres Partners einzuordnen. "Ach, er ist halt ein typischer ESTP, deswegen ist er so spontan."
Aber wir sollten uns nicht zu sehr darauf verlassen. Sonst verpassen wir vielleicht den Menschen, der uns wirklich glücklich machen könnte. Nur weil er oder sie nicht in die "perfekte" Schublade passt.
Also, was tun?
Vergesst die Tabellen! Geht raus! Trefft Leute! Seid offen für Neues! Und lasst euch überraschen, von wem ihr euch angezogen fühlt. Vielleicht ist es ja jemand, der eure Persönlichkeit komplett auf den Kopf stellt. Und genau das ist es, was ihr braucht.
Am Ende des Tages ist die Liebe doch das Größte und Verrückteste, was es gibt. Sie lässt sich nicht in Tabellen pressen. Und das ist auch gut so.
Und jetzt mal Hand aufs Herz: Wer von euch hat schon mal eine Beziehung wegen einer "inkompatiblen" Persönlichkeit beendet? Ich wette, niemand!
Also, lasst uns das Leben genießen und die Liebe feiern! Ohne uns von irgendwelchen Myers-Briggs-Kompatibilitätstabellen den Spaß verderben zu lassen. Deal?
