Nominal And Ordinal Data
Stell dir vor, du stehst vor dem Eiswagen. Eine schwere Entscheidung liegt vor dir: Welche Sorte soll es sein? Erdbeere? Schokolade? Vanille? Oder vielleicht doch das ausgefallene Blaubeer-Lavendel?
Diese Eisdiele, meine Freunde, ist ein perfektes Beispiel für Nominaldaten. Nominaldaten sind wie Namensschilder. Sie geben Kategorien einfach einen Namen, ohne eine Reihenfolge festzulegen. Erdbeere ist nicht "besser" oder "schlechter" als Schokolade – es ist einfach anders. Das gleiche gilt für Nationalitäten: Deutsch, Französisch, Italienisch – alles Nominaldaten. Ebenso Augenfarben: Blau, Grün, Braun. Es sind Etiketten, ohne Wertung.
Denk mal über deine Lieblingsplaylist nach. Du hast Lieder von ABBA, Queen und vielleicht ein paar heimliche Schlager. Du würdest diese Songs ja auch nicht zwangsläufig in eine bestimmte Reihenfolge bringen, oder? Sie sind einfach...da. Und das ist gut so! Das ist die Schönheit der Nominaldaten: Vielfalt pur, ohne Hierarchie.
Aber was, wenn wir doch eine Reihenfolge brauchen?
Hier kommen die Ordinaldaten ins Spiel. Stell dir vor, du nimmst an einem Kochwettbewerb teil. Nach der Verkostung verteilen die Juroren Platzierungen: Erster, Zweiter, Dritter. Hier haben wir plötzlich eine klare Reihenfolge. Erster Platz ist besser als Zweiter, und Zweiter ist besser als Dritter. Es gibt eine Hierarchie, eine Rangfolge.
Oder denk an die Hotelsterne. Ein 5-Sterne-Hotel bietet (hoffentlich!) mehr Komfort und Service als ein 3-Sterne-Hotel. Die Sterne sind ein Ausdruck der Qualität, eine Ordinalskala. Es geht nicht nur um Namen, sondern auch um eine abgestufte Bewertung.
Das Witzige an Ordinaldaten ist, dass der Abstand zwischen den Rängen nicht unbedingt gleich sein muss. Der Unterschied zwischen dem ersten und zweiten Platz im Kochwettbewerb kann gigantisch sein (ein verbranntes Soufflé!), während der Unterschied zwischen dem zweiten und dritten Platz vielleicht nur minimal ist (ein Hauch zu viel Salz).
Die Sache mit den Umfragen...
Ein klassisches Beispiel für Ordinaldaten sind Umfragen. "Wie zufrieden sind Sie mit unserem Service? Sehr zufrieden, zufrieden, neutral, unzufrieden, sehr unzufrieden." Diese Antwortmöglichkeiten bilden eine klare Reihenfolge, von höchster Zufriedenheit bis zur absoluten Katastrophe. Wobei, selbst bei Umfragen gibt es humorvolle Ausnahmen. Wer hat noch nie versucht, "sehr zufrieden" anzukreuzen, nur um schnell das Pop-up-Fenster mit der Zusatzfrage "Warum waren Sie so zufrieden?" wegzuklicken?
Stell dir vor, du fragst Leute nach ihrer Lieblingsfarbe und bietest folgende Antwortmöglichkeiten an: Rot, Gelb, Grün, Blau, "Alle Farben sind gleich toll!". Die erste vier Optionen wären Nominaldaten (Farben ohne Rangordnung), aber die letzte Option macht alles komplizierter. Ist "Alle Farben sind gleich toll!" jetzt "besser" oder "schlechter" als Rot? Es ist... philosophisch. Es zeigt, dass die Grenzen manchmal verschwimmen können.
Manchmal ist es auch einfach nur menschlich. Angenommen, du fragst Freunde, wie gut ihnen ein Film gefallen hat, mit den Optionen "Ausgezeichnet", "Gut", "Okay", "Schlecht". Dein bester Freund, der in dem Film mitgespielt hat, kriegt natürlich immer ein "Ausgezeichnet" von dir, selbst wenn der Film objektiv betrachtet eher... "Okay" war. Hier vermischen sich Ordinaldaten mit Freundschaft und Loyalität.
Und was lernen wir daraus? Daten sind überall um uns herum, und sie sind nicht immer so trocken und langweilig, wie sie klingen. Sie erzählen Geschichten, von Eisdielenbesuchen über Kochwettbewerbe bis hin zu Freundschaftsdiensten. Ob Nominal oder Ordinal, Daten helfen uns, die Welt zu verstehen – und manchmal auch ein bisschen zu belächeln. Sie helfen uns auch, unsere Lieblingsband Queen, zu finden.
Also, das nächste Mal, wenn du vor einer scheinbar trivialen Entscheidung stehst – welches Eis, welches Hotel, welche Antwort in einer Umfrage – denk daran: Du bist gerade in die Welt der Daten eingetaucht. Und hey, vielleicht ist die Erkenntnis, dass selbst die banalsten Entscheidungen Teil eines größeren, datengetriebenen Bildes sind, ja schon Grund genug für eine Kugel Blaubeer-Lavendel.
