Non Defining Relative Clauses Aufgaben
Nicht-definierende Relativsätze, auch bekannt als nicht-notwendige Relativsätze oder Zusatzinformationen, sind ein wichtiger Bestandteil der deutschen Grammatik. Sie liefern zusätzliche Informationen über ein Substantiv, ohne die Bedeutung des Hauptsatzes grundlegend zu verändern. Im Gegensatz zu definierenden Relativsätzen, die für das Verständnis des Hauptsatzes unerlässlich sind, können nicht-definierende Relativsätze problemlos weggelassen werden, ohne den Kern der Aussage zu beeinträchtigen. Dieser Artikel erklärt die Aufgaben und Verwendung von nicht-definierenden Relativsätzen im Detail.
Was sind nicht-definierende Relativsätze?
Ein nicht-definierender Relativsatz gibt zusätzliche oder erklärende Informationen über das Nomen, auf das er sich bezieht. Er ist immer durch Kommas vom Hauptsatz getrennt. Die Informationen sind zwar interessant, aber nicht entscheidend für die Identifizierung des Nomens. Betrachten Sie folgendes Beispiel:
Der Bodensee, der zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz liegt, ist ein beliebtes Urlaubsziel.
In diesem Beispiel ist der Teil "der zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz liegt" der nicht-definierende Relativsatz. Er gibt zusätzliche Informationen über den Bodensee, nämlich seine geografische Lage. Entfernt man diesen Satzteil, bleibt die Grundaussage "Der Bodensee ist ein beliebtes Urlaubsziel" bestehen und ist immer noch sinnvoll. Das ist das Kennzeichen eines nicht-definierenden Relativsatzes.
Aufgaben und Funktionen
Nicht-definierende Relativsätze erfüllen verschiedene Funktionen innerhalb eines Satzes:
Zusätzliche Informationen bereitstellen
Die Hauptaufgabe ist, dem Leser zusätzliche Informationen über ein bereits bekanntes Nomen zu geben. Diese Informationen können Fakten, Beschreibungen, Meinungen oder andere Details sein, die das Verständnis des Nomens erweitern, ohne seine Identität zu definieren.
Meine Schwester, die Ärztin ist, arbeitet in einem Krankenhaus.
Hier erfahren wir zusätzlich, dass die Schwester des Sprechers Ärztin ist. Diese Information ist zwar relevant, aber nicht notwendig, um zu verstehen, wer mit "meine Schwester" gemeint ist.
Erklärungen und Kommentare hinzufügen
Nicht-definierende Relativsätze können auch verwendet werden, um einen Kommentar oder eine Erklärung zu einem Nomen abzugeben.
Das Restaurant, das ich dir empfohlen habe, ist leider geschlossen.
Der Relativsatz erklärt, welches Restaurant gemeint ist, indem er auf die Empfehlung des Sprechers verweist. Die Information ist erläuternd, aber nicht zwingend notwendig, um das Restaurant zu identifizieren.
Einen Kontrast oder eine Einschränkung andeuten
Obwohl seltener, können nicht-definierende Relativsätze auch einen Kontrast oder eine Einschränkung andeuten. Dies geschieht oft mit Relativpronomen wie "wobei" oder "was".
Er hat das Projekt abgeschlossen, wobei er viele Schwierigkeiten hatte.
Der Relativsatz deutet an, dass die Fertigstellung des Projekts trotz Schwierigkeiten erfolgte.
Bildung von nicht-definierenden Relativsätzen
Die Bildung von nicht-definierenden Relativsätzen folgt im Wesentlichen den gleichen Regeln wie die Bildung anderer Relativsätze im Deutschen. Der Hauptunterschied liegt in der Kommasetzung und der Tatsache, dass sie sich auf ein bereits definiertes Nomen beziehen.
Relativpronomen
Nicht-definierende Relativsätze werden in der Regel mit Relativpronomen eingeleitet. Die Wahl des Relativpronomens hängt vom Genus, Numerus und Kasus des Bezugswortes ab. Die häufigsten Relativpronomen sind:
- der, die, das (Nominativ)
- dessen, deren (Genitiv)
- dem, der, dem (Dativ)
- den, die, das (Akkusativ)
Die Relativpronomen "welcher, welche, welches" können ebenfalls verwendet werden, besonders wenn das Bezugswort bereits ein "der, die, das" im Hauptsatz enthält, um Wiederholungen zu vermeiden.
Der Mann, der dort steht, ist mein Nachbar. (korrekt)
Der Mann, welcher dort steht, ist mein Nachbar. (auch korrekt, weniger häufig)
Relativadverbien
In einigen Fällen können auch Relativadverbien wie "wo", "wann" oder "warum" verwendet werden, insbesondere wenn sich der Relativsatz auf einen Ort, eine Zeit oder einen Grund bezieht.
Berlin, wo ich geboren bin, ist eine aufregende Stadt.
Kommasetzung
Die korrekte Kommasetzung ist entscheidend für die Unterscheidung zwischen definierenden und nicht-definierenden Relativsätzen. Nicht-definierende Relativsätze werden immer durch Kommas vom Hauptsatz abgetrennt – sowohl vor als auch nach dem Relativsatz, es sei denn, er steht am Ende des Satzes.
Meine Mutter, die sehr gut kocht, bereitet das Abendessen zu.
Ich besuche meinen Freund, der in München wohnt.
Unterschied zu definierenden Relativsätzen
Der Hauptunterschied zwischen definierenden und nicht-definierenden Relativsätzen liegt in ihrer Funktion und Kommasetzung. Definierende Relativsätze sind notwendig, um das Bezugswort eindeutig zu identifizieren. Sie werden nicht durch Kommas abgetrennt.
Der Mann, der den Unfall verursacht hat, ist geflohen. (definierend)
Der Mann, der sehr müde war, hat den Unfall verursacht. (nicht-definierend)
Im ersten Beispiel ist der Relativsatz notwendig, um zu bestimmen, welcher Mann gemeint ist: der Mann, der den Unfall verursacht hat. Ohne diesen Relativsatz wäre unklar, auf welchen Mann sich der Satz bezieht. Im zweiten Beispiel ist der Relativsatz eine zusätzliche Information über den Mann (dass er müde war), aber nicht entscheidend für seine Identifizierung.
Ein weiterer wichtiger Unterschied ist, dass in definierenden Relativsätzen das Relativpronomen "welcher, welche, welches" vermieden werden sollte, besonders wenn das Bezugswort bereits ein "der, die, das" im Hauptsatz enthält. In nicht-definierenden Relativsätzen ist die Verwendung von "welcher, welche, welches" üblicher, um Wiederholungen zu vermeiden.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Ein häufiger Fehler ist die falsche Kommasetzung. Das Weglassen der Kommas bei nicht-definierenden Relativsätzen oder das Setzen von Kommas bei definierenden Relativsätzen verändert die Bedeutung des Satzes und führt zu Missverständnissen. Achten Sie darauf, ob die Information im Relativsatz für die Identifizierung des Bezugswortes notwendig ist oder lediglich eine zusätzliche Information darstellt.
Ein weiterer Fehler ist die falsche Wahl des Relativpronomens. Stellen Sie sicher, dass das Relativpronomen in Genus, Numerus und Kasus mit dem Bezugswort übereinstimmt. Üben Sie die Deklination der Relativpronomen, um Fehler zu vermeiden.
Zusammenfassung
Nicht-definierende Relativsätze sind ein nützliches Werkzeug, um zusätzliche Informationen in einen Satz einzubauen, ohne dessen Grundbedeutung zu verändern. Sie werden durch Kommas vom Hauptsatz abgetrennt und liefern erklärende oder kommentierende Details über das Bezugswort. Die korrekte Verwendung von Relativpronomen und die korrekte Kommasetzung sind entscheidend für das Verständnis und die korrekte Anwendung dieser Satzkonstruktion. Indem Sie die hier erläuterten Prinzipien befolgen, können Sie Ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessern und Ihre Texte präziser und informativer gestalten.
