Non Defining Relative Clauses Erklärung
Hallo, ihr lieben Reisefreunde! Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr unterwegs seid und jemand erzählt euch etwas über ein Schloss, das ihr gerade besichtigt, und ihr denkt: "Moment, das brauche ich aber gerade gar nicht unbedingt zu wissen, aber ist trotzdem interessant!"? Genau das ist oft der Effekt von nicht-definierenden Relativsätzen – die kleinen, charmanten Anekdoten innerhalb eines Satzes, die uns das Reisen so viel bunter machen können. Aber keine Sorge, heute werden wir dieses Grammatikmonster zähmen, damit es euren Sprachabenteuern in Deutschland nicht mehr im Weg steht!
Ich erinnere mich gut an meinen ersten Trip nach Bayern. Ich stand vor dem prächtigen Schloss Neuschwanstein, das Märchenschloss von König Ludwig II., und war einfach überwältigt. Dieser kleine Zusatz, "das Märchenschloss von König Ludwig II.", ist genau das, was wir heute unter die Lupe nehmen: Ein nicht-definierender Relativsatz.
Was zum Teufel ist ein nicht-definierender Relativsatz?
Okay, keine Panik! Klingt kompliziert, ist es aber eigentlich nicht. Stell dir vor, du erzählst jemandem von deinem letzten Urlaub. Du sagst zum Beispiel: "Ich habe den Kölner Dom besucht, der eine beeindruckende gotische Kathedrale ist." Der Teil "der eine beeindruckende gotische Kathedrale ist" ist der nicht-definierende Relativsatz. Er gibt uns zusätzliche Informationen über den Kölner Dom, die aber nicht unbedingt notwendig sind, um zu verstehen, von welchem Dom du sprichst. Wir wissen schon, welcher Dom gemeint ist. Es ist eben der Kölner Dom.
Der entscheidende Punkt ist: Wenn du diesen Relativsatz weglässt, ändert sich nichts an der Grundaussage. Wir wissen immer noch, dass du den Kölner Dom besucht hast. Der Relativsatz ist also wie ein kleiner Bonus, ein Sahnehäubchen auf dem Eisbecher.
Merke dir: Nicht-definierende Relativsätze werden immer durch Kommas abgetrennt.
Wie erkenne ich einen nicht-definierenden Relativsatz?
Es gibt ein paar untrügliche Zeichen, die dir helfen, diese Sätze zu identifizieren, wie Wegweiser am Straßenrand:
1. Die Kommas!
Wie bereits erwähnt, sind die Kommas deine besten Freunde. Sie umschließen den Relativsatz wie Klammern und signalisieren: "Achtung, hier kommt eine zusätzliche Information!" Zum Beispiel:
"Ich habe die Zugspitze bestiegen, die der höchste Berg Deutschlands ist, und die Aussicht war atemberaubend."
Die Kommas trennen den Relativsatz "die der höchste Berg Deutschlands ist" ab.
2. Die Relativpronomen
Nicht-definierende Relativsätze werden meistens mit Relativpronomen wie der, die, das, welcher, welche, welches oder wo eingeleitet. Das Relativpronomen bezieht sich auf ein Nomen im Hauptsatz. Achte aber darauf, dass "welcher", "welche", und "welches" in der gesprochenen Sprache eher förmlich klingen.
Hier ein paar Beispiele:
* "Ich besuchte das Brandenburger Tor, das ein Wahrzeichen Berlins ist." (Relativpronomen: das) * "Wir waren in Heidelberg, wo die älteste Universität Deutschlands steht." (Relativpronomen: wo) * "Sie trank ein Glas Frankenwein, der ihr sehr gut schmeckte." (Relativpronomen: der) * "Er kaufte eine Schwarzwaldkuckucksuhr, welche sehr teuer war." (Relativpronomen: welche)3. Die Bedeutung
Der wichtigste Hinweis ist die Bedeutung des Satzes. Ist die Information im Relativsatz wirklich zusätzlich? Könnte man sie weglassen, ohne dass sich die Kernbotschaft ändert? Wenn ja, dann ist es höchstwahrscheinlich ein nicht-definierender Relativsatz.
Nehmen wir noch einmal das Beispiel vom Kölner Dom. Wir könnten den Satz auch so formulieren: "Ich habe den Kölner Dom besucht." Verständlich, oder? Der Zusatz "der eine beeindruckende gotische Kathedrale ist" ist zwar schön zu wissen, aber nicht zwingend notwendig, um zu verstehen, was ich erlebt habe.
Der Unterschied zu definierenden Relativsätzen
Um das Ganze noch klarer zu machen, schauen wir uns den Unterschied zu definierenden Relativsätzen an. Definierende Relativsätze sind wie das Fundament eines Hauses – sie sind absolut notwendig, um das Gebäude (also den Satz) zu tragen. Sie definieren oder identifizieren das Nomen, auf das sie sich beziehen.
Beispiel:
"Das Hotel, das ich gebucht habe, ist direkt am Strand."
Hier ist der Relativsatz "das ich gebucht habe" definierend. Er sagt uns, welches Hotel gemeint ist. Wenn wir den Relativsatz weglassen ("Das Hotel ist direkt am Strand."), wissen wir nicht, von welchem Hotel die Rede ist. Es gibt vielleicht hunderte Hotels am Strand! Der Relativsatz ist also essentiell, um das Hotel zu identifizieren.
Merke dir: Definierende Relativsätze werden nicht durch Kommas abgetrennt.
Zusammenfassend:
* Nicht-definierende Relativsätze: Zusätzliche Information, durch Kommas abgetrennt. * Definierende Relativsätze: Essentielle Information, nicht durch Kommas abgetrennt.Praktische Anwendung für Reisende
Wie können dir diese Kenntnisse nun auf deinen Reisen helfen? Ganz einfach! Wenn du Deutsch lernst, wirst du diese Sätze besser verstehen und somit auch die Nuancen der Sprache erfassen. Du wirst die kleinen Anekdoten und Zusatzinformationen, die dir Einheimische erzählen, besser deuten können. Und du wirst selbst in der Lage sein, deine Reiseerlebnisse präziser und interessanter zu schildern.
Stell dir vor, du erzählst von deinem Besuch auf der Wartburg. Du könntest sagen:
"Ich habe die Wartburg besucht, auf der Martin Luther das Neue Testament übersetzt hat, und war beeindruckt von ihrer Geschichte."
Mit diesem kleinen Zusatz gibst du deinem Gesprächspartner gleich eine wichtige Information über die Wartburg, ohne den eigentlichen Satzfluss zu unterbrechen. Du zeigst, dass du dich mit der Materie auseinandergesetzt hast und dein Deutsch ist einfach besser.
Noch ein Tipp: Achte darauf, die richtige Deklination der Relativpronomen zu verwenden. Das Genus und der Numerus des Relativpronomens müssen mit dem Nomen übereinstimmen, auf das es sich bezieht, und der Kasus hängt von der Funktion des Relativpronomens im Relativsatz ab. Das ist zwar etwas knifflig, aber mit etwas Übung wirst du das meistern!
Übung macht den Meister!
Wie bei allem im Leben gilt auch hier: Übung macht den Meister! Versuche, in deinen eigenen Reisetagebüchern oder in Gesprächen mit deutschen Muttersprachlern nicht-definierende Relativsätze zu erkennen und selbst zu verwenden. Du wirst sehen, wie schnell du dicherer wirst.
Hier noch ein paar Übungssätze für dich:
1. "Ich habe das Oktoberfest besucht, ____ jedes Jahr Millionen Besucher anzieht, und es war ein unvergessliches Erlebnis." 2. "Wir fuhren nach Hamburg, ____ eine wunderschöne Hafenstadt ist, und aßen Fischbrötchen." 3. "Sie kaufte eine Lebkuchenherz, ____ sie ihrer Freundin schenkte, und freute sich über ihre Freude."Fülle die Lücken mit passenden Relativpronomen aus und überlege, ob die Sätze nicht-definierende Relativsätze sind (Hinweis: Alle drei sind es!).
Ich hoffe, dieser kleine Ausflug in die Welt der nicht-definierenden Relativsätze hat dir gefallen und dir geholfen, dieses Grammatikphänomen besser zu verstehen. Denk daran: Reisen und Sprachen lernen sind wie zwei Seiten derselben Medaille. Je mehr du dich mit einer Sprache auseinandersetzt, desto tiefer kannst du in die Kultur des Landes eintauchen. Und je mehr du reist, desto besser wirst du die Sprache verstehen und anwenden können.
Also, pack deine Koffer, schnapp dir dein Sprachbuch und mach dich auf den Weg! Die Welt wartet darauf, von dir entdeckt zu werden – und mit deinen neuen Kenntnissen der nicht-definierenden Relativsätze wirst du noch viel mehr aus deinen Reiseerlebnissen herausholen können.
Bis zum nächsten Mal und viel Spaß beim Reisen und Sprachen lernen!
