Not Otherwise Specified Meaning
Kennt ihr das? Ihr lest etwas und stolpert über eine Abkürzung, die so generisch ist, dass sie euch fast schon beleidigt? Ich rede von diesem unsäglichen "n. a." oder, noch schlimmer, "n. sonst. spez." oder auf Englisch "N.O.S."! Nicht Anders Spezifiziert. Klingt wichtig, oder? Ist es aber meistens nicht.
Ich behaupte ja, "n. sonst. spez." ist die faulste Art, etwas zu klassifizieren. Es ist quasi die "Restmülltonne" der Kategorisierung. Alles, was nirgendwo anders reinpasst, landet da. Und das ist... nun ja, wenig hilfreich.
Die Kategorie der verlorenen Seelen
Denkt mal drüber nach. Ihr seid beim Arzt. Diagnose: "Schmerzen, n. sonst. spez." Super! Vielen Dank auch. Ich habe also Schmerzen, aber wo genau und warum, das verraten wir nicht. Das ist wie ein Adventskalender ohne Schokolade. Enttäuschend.
Oder stellt euch vor, ihr bestellt ein Überraschungspaket. Auf der Quittung steht: "Inhalt: Gegenstände, n. sonst. spez." Die Spannung steigt! Ist es ein Diamant? Eine antike Vase? Oder doch nur ein kaputter Toaster? Wer weiß! (Wahrscheinlich der Toaster.)
Der Reiz des Unbekannten... Oder auch nicht.
Klar, ein bisschen Mysterium kann ja ganz nett sein. Aber bei "n. sonst. spez." ist es meistens kein spannendes Mysterium, sondern eher ein "Ich-hatte-keine-Lust-mir-was-Besseres-einzufallen"-Mysterium.
Ich finde, wir sollten uns gegen diese Inflation der Unbestimmtheit wehren! Fordern wir mehr Details! Mehr Präzision! Weg mit dem "n. sonst. spez."! Her mit der Klarheit! (Okay, vielleicht nicht ganz abschaffen, aber doch bitte mit Bedacht einsetzen.)
Die Ehrenrettung?
Ich gebe zu, es gibt wahrscheinlich Situationen, in denen "n. sonst. spez." seine Daseinsberechtigung hat. Zum Beispiel, wenn man wirklich, wirklich keine Ahnung hat, was etwas ist. Oder wenn es sich um eine brandneue Entdeckung handelt, die noch keiner Kategorie zugeordnet werden kann. Aber selbst dann, könnte man sich doch zumindest etwas mehr Mühe geben, oder?
Vielleicht könnte man schreiben: "Möglicherweise ein außerirdisches Artefakt, aber wir sind uns noch nicht sicher." Das wäre doch schon mal ein Anfang! Oder: "Irgendwas mit Elektronik und komischen Geräuschen. Bitte nicht füttern." Kreativität ist gefragt!
Mein (vielleicht unpopuläre) Vorschlag
Ich plädiere für eine kreativere Verwendung von "n. sonst. spez.". Warum nicht daraus eine Art Wettbewerb machen? Wer die originellste und lustigste Beschreibung für Dinge findet, die unter "n. sonst. spez." fallen, gewinnt! Ich sehe schon die Schlagzeilen: "Rentner gewinnt Preis für die beste 'n. sonst. spez.'-Beschreibung: 'Sieht aus wie ein grüner Käseigel, riecht aber nach abgestandenem Kaffee!'"
Oder wir erfinden einfach neue Abkürzungen! Wie wäre es mit "K.A.P." (Keine Ahnung, Punkt!) oder "I.K.E.A." (Irgendwas komisches, eben anders!). Die Möglichkeiten sind endlos!
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass "n. sonst. spez." nicht mehr die Ausrede für mangelnde Sorgfalt ist, sondern ein Synonym für Kreativität und Humor! Wer ist dabei?
Denn ganz ehrlich, ist es nicht viel befriedigender zu wissen, dass man es mit einem "ungeklärten Flugobjekt, das verdächtig nach einer verirrten Drohne aussieht" zu tun hat, anstatt nur mit einem "Objekt, n. sonst. spez."? Ich finde schon. Und mein innerer Monk auch.
Also, das nächste Mal, wenn ihr über "n. sonst. spez." stolpert, denkt daran: Es ist eure Chance, die Welt ein bisschen weniger generisch und ein bisschen lustiger zu machen!
P.S. Diese ganze Artikel ist natürlich auch "Gedanken, n. sonst. spez.". Aber ich hoffe, sie haben euch trotzdem gefallen. 😉
