Oben Geblieben Ist Noch Keiner
Hallo ihr Lieben, Weltenbummler und Abenteuersuchende! Heute möchte ich euch mitnehmen auf eine ganz besondere Reise. Keine Sorge, es geht nicht um einen bestimmten Ort, sondern um ein Gefühl, eine Lebenseinstellung, die mich schon lange begleitet und die ich in so vielen Gesprächen mit anderen Reisenden immer wieder entdecke: das unerklärliche, das beruhigende Wissen, dass "Oben geblieben ist noch keiner".
Vielleicht klingt das im ersten Moment etwas morbid, fast schon zynisch. Aber glaubt mir, es ist alles andere als das. Für mich ist dieser Satz ein Anker, eine Erinnerung daran, dass das Leben endlich ist und genau deshalb so kostbar. Eine Einladung, jeden Moment auszukosten, Risiken einzugehen und mutig den eigenen Weg zu gehen.
Die Angst vor dem Fall und die Freiheit des Loslassens
Ich erinnere mich noch gut an meine erste große Reise. Allein, mit dem Rucksack auf dem Rücken, irgendwo in Südostasien. Die Aufregung war riesig, gemischt mit einer ordentlichen Portion Unsicherheit. Was, wenn ich mich verlaufe? Was, wenn mir etwas zustößt? Was, wenn mir das Geld ausgeht?
Die Angst vor dem "Fall" war allgegenwärtig. Sie lauerte hinter jeder Straßenecke, in jedem Gespräch mit Fremden, in jeder neuen Situation. Es war anstrengend, unglaublich anstrengend. Ich versuchte, alles zu kontrollieren, alles zu planen, jeden möglichen Ausgang zu bedenken. Doch je mehr ich versuchte, die Kontrolle zu behalten, desto größer wurde die Angst.
Eines Abends, ich saß in einer kleinen Strandbar auf einer thailändischen Insel, den Sonnenuntergang betrachtend, kam ich mit einem älteren Mann ins Gespräch. Er war Segler, hatte die Welt umrundet und wirkte unheimlich gelassen. Ich erzählte ihm von meiner Angst, von meinem Kontrollbedürfnis. Er lächelte weise und sagte: "Weißt du, junges Mädchen, oben geblieben ist noch keiner. Irgendwann fallen wir alle. Aber das ist nicht schlimm. Entscheidend ist, wie wir fliegen, bevor wir fallen."
Dieser Satz, so einfach er auch war, hat etwas in mir verändert. Er hat mir die Augen geöffnet für die Freiheit, die im Loslassen liegt. Die Erkenntnis, dass ich nicht alles kontrollieren kann, dass Fehler passieren dürfen und dass das Leben nun mal unvorhersehbar ist, hat mir die Angst genommen und Platz für Abenteuerlust geschaffen.
"Nicht die Dinge, die du bereust, die du getan hast, sondern die Dinge, die du bereust, nicht getan zu haben, werden dich verfolgen."
Dieser Gedanke hat mich seitdem auf meinen Reisen begleitet. Er hat mich ermutigt, spontane Entscheidungen zu treffen, mich auf unbekannte Pfade zu wagen und mich auch mal treiben zu lassen. Ich habe gelernt, dass die schönsten Erlebnisse oft unerwartet kommen, wenn man sich einfach dem Fluss des Lebens hingibt.
Abenteuerlust statt Sicherheitsdenken
Lasst uns ehrlich sein, das Leben ist kurz. Viel zu kurz, um sich von Angst und Sicherheitsdenken einschränken zu lassen. Warum sollten wir unsere Träume aufschieben, unsere Abenteuerlust unterdrücken und uns in einem Hamsterrad gefangen halten?
Natürlich ist es wichtig, verantwortungsbewusst zu sein und Risiken abzuwägen. Aber es ist auch wichtig, sich nicht von der Angst vor dem Scheitern oder vor dem Unbekannten lähmen zu lassen. Denn am Ende unseres Lebens werden wir uns nicht daran erinnern, wie viele sichere Entscheidungen wir getroffen haben, sondern an die Momente, in denen wir mutig waren, in denen wir unsere Komfortzone verlassen haben und in denen wir etwas Neues erlebt haben.
Denkt an all die Orte, die ihr noch sehen möchtet, all die Kulturen, die ihr noch kennenlernen möchtet, all die Abenteuer, die ihr noch erleben möchtet. Was hält euch zurück? Ist es wirklich die Angst vor dem Fall?
Ich kann euch versichern, dass es sich lohnt, diese Angst zu überwinden. Denn auf der anderen Seite wartet ein Leben voller Erfahrungen, voller Wachstum und voller unvergesslicher Momente. Ein Leben, das euch verändert, euch inspiriert und euch zu dem Menschen macht, der ihr wirklich sein wollt.
"Oben geblieben ist noch keiner" als Reisebegleiter
Wie also kann uns dieser Satz auf unseren Reisen helfen? Für mich ist er ein ständiger Begleiter, ein kleiner Reminder, der mich in schwierigen Situationen unterstützt und mir Mut macht.
- Bei der Reiseplanung: Er erinnert mich daran, nicht alles zu perfekt zu planen, sondern Raum für Spontaneität und unerwartete Wendungen zu lassen.
- In schwierigen Situationen: Er hilft mir, die Dinge zu relativieren und nicht den Mut zu verlieren, wenn mal etwas schief läuft.
- Bei der Begegnung mit anderen Kulturen: Er ermutigt mich, offen und neugierig zu sein und Vorurteile abzubauen.
- Bei der persönlichen Weiterentwicklung: Er erinnert mich daran, dass ich nur wachsen kann, wenn ich meine Komfortzone verlasse und mich neuen Herausforderungen stelle.
Probiert es einfach mal aus! Nehmt diesen Satz mit auf eure nächste Reise und lasst euch von ihm inspirieren. Lasst ihn euch daran erinnern, dass das Leben ein Abenteuer ist und dass es sich lohnt, dieses Abenteuer in vollen Zügen zu genießen.
Meine Empfehlungen für euch:
- Sprecht mit Einheimischen: Sie kennen die besten Geheimtipps und können euch Einblicke in ihre Kultur geben, die ihr sonst nirgendwo finden würdet.
- Verlasst die ausgetretenen Pfade: Entdeckt Orte, die nicht in jedem Reiseführer stehen.
- Seid offen für neue Erfahrungen: Probiert neue Gerichte, lernt neue Sprachen, taucht ein in neue Kulturen.
- Seid mutig: Traut euch, Dinge zu tun, die ihr euch sonst nicht trauen würdet.
Denn am Ende eurer Reise werdet ihr nicht nur neue Orte gesehen haben, sondern auch ein Stück weit euch selbst neu entdeckt haben. Und das ist das Schönste, was uns das Reisen schenken kann.
Also, packt eure Koffer, lasst eure Ängste hinter euch und stürzt euch ins Abenteuer! Oben geblieben ist noch keiner, aber die Reise dorthin wird unvergesslich sein!
