ökosystemischer Ansatz Nach Bronfenbrenner
Okay, Leute, lasst uns mal ehrlich sein. Wir alle sind Teil von etwas Größerem. Das wissen wir, oder? Aber manchmal, ganz ehrlich, vergesse ich das total. Ich lebe in meiner kleinen Blase, und die Welt draußen...? Die ist halt irgendwie da.
Da kommt dann dieser Urie Bronfenbrenner ins Spiel. Klingt erstmal nach einem Jedi-Meister, oder? Aber keine Sorge, er ist "nur" ein Entwicklungspsychologe. Aber ein ziemlich cooler, muss man sagen. Er hat nämlich diesen ökosystemischen Ansatz entwickelt. Puh, langes Wort, ich weiß. Aber keine Panik, es ist eigentlich ganz einfach.
Stellt euch vor, ihr seid eine Zwiebel. Ja, genau! Eine Zwiebel mit vielen Schichten. (Ich weiß, klingt komisch, aber bleibt dran!) Jede Schicht repräsentiert einen Teil eures Lebens. Und diese Schichten beeinflussen sich gegenseitig. Das ist im Grunde Bronfenbrenners Idee.
Die Zwiebelschichten des Lebens
Da ist zum Beispiel das Mikrosystem. Das seid ihr und eure direkten Kontakte. Familie, Freunde, Schule, Arbeitsplatz. Die Leute, mit denen ihr jeden Tag zu tun habt. Die, die euch direkt auf die Nerven gehen können – oder eben super unterstützen. Je nachdem.
Dann kommt das Mesosystem. Das ist die Verbindung zwischen diesen Mikrosystemen. Also, wie eure Eltern mit euren Lehrern reden. Oder wie sich eure Freunde mit euren Kollegen verstehen (oder eben nicht!). Wenn das gut läuft, super. Wenn nicht, kann's kompliziert werden.
Weiter geht's mit dem Exosystem. Das sind Dinge, die euch indirekt beeinflussen. Die Arbeit eurer Eltern zum Beispiel. Habt ihr gestresste Eltern, weil der Job ätzend ist? Dann kriegt ihr das ja auch irgendwie ab, oder? Politik, Medien, Nachbarschaft – alles, was im Hintergrund abläuft und trotzdem Auswirkungen hat.
Und dann, ganz außen, das Makrosystem. Das sind die großen kulturellen Werte, Normen und Gesetze. Die Gesellschaft, in der wir leben. Manchmal merkt man es gar nicht, aber die beeinflusst uns total. Denkt mal drüber nach: Wie reagiert unsere Gesellschaft auf bestimmte Verhaltensweisen? Was gilt als "normal"?
Und schließlich, als wäre das nicht schon genug, gibt's noch das Chronosystem. Das ist die Zeit. Veränderungen über die Zeit. Familiengeschichte, gesellschaftliche Umbrüche, persönliche Erlebnisse. Alles, was passiert ist und was noch kommen wird.
Meine (leicht unpopuläre) Meinung dazu
Jetzt kommt der Punkt, an dem ich meine Meinung ins Spiel bringe. Und Achtung, die ist vielleicht nicht für jeden was. Ich finde nämlich, dass wir diesen ökosystemischen Ansatz viel öfter anwenden sollten. Nicht nur, wenn es um Kinder und Jugendliche geht, sondern auch bei Erwachsenen! Und zwar im Alltag!
Klar, ist leicht gesagt. Aber mal ehrlich: Wie oft denken wir darüber nach, wie unser Arbeitsplatz unser Familienleben beeinflusst? Oder wie die Nachrichten, die wir jeden Tag konsumieren, unsere Stimmung beeinflussen? Eben. Viel zu selten.
Ich behaupte ja nicht, dass wir jetzt alle zu Superhelden werden müssen, die jeden Aspekt ihres Lebens perfektionieren. Aber ein bisschen mehr Bewusstsein dafür, wie alles zusammenhängt, wäre schon cool. Wir könnten vielleicht ein bisschen netter zueinander sein. Ein bisschen verständnisvoller. Ein bisschen weniger schnell urteilen.
Denn, um es mal ganz pathetisch zu sagen: Wir sitzen alle im selben Boot. Oder eben in derselben Zwiebel. Und wenn eine Schicht faul ist, stinkt die ganze Zwiebel.
Also, was lernen wir daraus? Bronfenbrenner hatte Recht! Wir sind komplexe Wesen in komplexen Systemen. Und vielleicht, nur vielleicht, können wir die Welt ein bisschen besser machen, wenn wir uns das ab und zu mal bewusst machen.
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss meine Zwiebel schälen.
