Paper And Pencil Test Assessment
Hand aufs Herz: Wer von uns kriegt keine Schweißausbrüche beim Wort "Prüfung"? Egal ob Führerschein, Uni oder der alljährliche IQ-Test beim Psychologen – Prüfungen sind doof. Punkt.
Aber lasst uns mal ehrlich sein, es gibt Prüfungen und es gibt… Papier-und-Bleistift-Prüfungen. Ihr wisst schon, die Dinger, bei denen man sich fühlt, als wäre man zurück im Mittelalter. Nur ohne Pest und dafür mit Multiple-Choice.
Ich weiß, ich weiß, das klingt jetzt vielleicht unpopulär, aber ich oute mich hier und jetzt: Ich hasse Papier-und-Bleistift-Tests. Mit Inbrunst. Mit Leidenschaft. Mit dem ganzen Arsenal an negativen Emotionen, das mir zur Verfügung steht.
Die archaische Qual der Wahl
Warum? Lasst mich erklären. Erstens: Die Technik. Bleistift. Papier. Ernsthaft? Im 21. Jahrhundert? Wir haben Roboter, die Autos bauen, wir können Menschen ins Weltall schicken, aber wir sollen immer noch mit Holz und Grafit unser Wissen beweisen? Come on!
Und dann die Optionen! A, B, C, D. Manchmal sind zwei Antworten richtig. Manchmal keine. Manchmal ist die richtige Antwort so haarspalterisch, dass selbst Albert Einstein verzweifeln würde.
"Ist die Antwort jetzt 'weitestgehend', 'im Wesentlichen' oder doch lieber 'tendenziell'? Hilfe!"
Das Kreuz mit dem Kreuzchen
Und dann dieses nervtötende Ausfüllen der Kästchen. Ein bisschen zu schwach und der Computer erkennt’s nicht. Ein bisschen zu fest und man radiert ein Loch ins Papier. Und wehe dem, der sich vertut! Dann geht das große Radieren los, bis das Papier aussieht, als hätte es einen Krieg erlebt. Und wer weiß, vielleicht hat es das ja auch.
Ich bin fest davon überzeugt, dass die Erfinder von Radiergummis und Bleistiftspitzern heimlich sadistische Züge hatten. Anders kann ich mir das nicht erklären.
Aber das Schlimmste ist ja noch nicht passiert. Stell dir vor, du hast gelernt wie ein Weltmeister, bist vorbereitet wie noch nie und dann… dann rutscht dir der Bleistift ab und du malst das falsche Kästchen an. Aus Versehen. Zack! Eine Frage falsch. Und das nur, weil deine Hand zittert wie ein Espenlaub. Ist das fair? Ich finde nicht.
Die Psychologie des Bleistifts
Wir reden hier ja nicht nur von Wissen. Es geht auch um Druck. Der psychologische Druck, der auf einem lastet, wenn man dieses kleine Stück Holz in der Hand hält, ist enorm. Man muss sich konzentrieren, die Hand muss ruhig bleiben, die Augen müssen fokussiert sein und der Kopf muss klar denken. Und das alles, während man gleichzeitig versucht, sich nicht von den anderen Prüflingen um einen herum ablenken zu lassen, die entweder panisch auf ihre Uhren starren oder demonstrativ tiefenentspannt wirken, als hätten sie das ganze Ding schon im Schlaf absolviert.
Ich glaube, Sigmund Freud hätte ganze Bücher über die Psychologie der Papier-und-Bleistift-Prüfung schreiben können. Wahrscheinlich hätte er irgendwas von unterdrückten Aggressionen und der symbolischen Bedeutung des Bleistifts gemurmelt. Aber das ist eine andere Geschichte.
Mal ehrlich, wer hat sich nicht schon mal gewünscht, in so einer Prüfung einen fetten roten Stift zu zücken und einfach mal alles durchzustreichen? Nur um ein bisschen Dampf abzulassen?
Die Alternativen sind rosiger (oder zumindest digitaler)
Klar, es gibt auch andere Prüfungsformen. Online-Tests zum Beispiel. Oder mündliche Prüfungen. Oder… *würg*… Gruppenarbeiten. Aber ich behaupte mal, alles ist besser als dieses archaische Ritual mit Papier und Bleistift. Alles!
Ich träume von einer Zukunft, in der Prüfungen interaktiv, spielerisch und vor allem stressfrei sind. Eine Zukunft, in der man sein Wissen mit Spaß und Freude beweisen kann. Eine Zukunft ohne Bleistifte.
Bis dahin werde ich wohl oder übel weiter Kreuzchen machen. Und heimlich von einer Revolution träumen.
Aber hey, wenigstens haben wir was zu lachen, oder? Vielleicht sollten wir einfach alle Bleistifte in die Luft werfen und Konfetti daraus machen. Das wäre doch mal eine Prüfung wert.
In diesem Sinne: Viel Glück bei eurer nächsten Papier-und-Bleistift-Prüfung. Möge die Macht (und der Radiergummi) mit euch sein!
