Past Perfect übungen
Ich habe eine, sagen wir, ungewöhnliche Meinung. Und es hat mit Deutschlernen zu tun. Genauer gesagt, mit dem Plusquamperfekt. Ja, genau das!
Hand hoch, wer beim Wort "Plusquamperfekt" nicht sofort innerlich zusammenzuckt! Seid ehrlich! Ich sehe euch. 😉
Ich behaupte nämlich: Wir übertreiben es ein bisschen. Mit den Plusquamperfekt Übungen meine ich. Ein bisschen viel des Guten, oder?
Die Vergangenheit der Vergangenheit… oder so ähnlich
Klar, die Idee ist einfach. Es ist die Vergangenheit der Vergangenheit. Also, etwas, das vor etwas anderem Vergangenem passiert ist. Logisch, oder? Bis man dann versucht, einen ganzen Text damit zu füllen. Au weia!
Ich meine, wann im echten Leben reden wir so? "Nachdem ich das Buch gelesen hatte, ging ich schlafen." Klingt irgendwie… gestelzt. Findet ihr nicht auch?
"Ich hatte gegessen, bevor du ankamst!"Das klingt wie eine Szene aus einem schlechten Film. Entschuldigung an alle Drehbuchautoren da draußen!
Oft reicht doch ein simples "Ich habe gegessen, als du ankamst", oder? Oder "Ich aß, bevor du kamst". Weniger Drama, mehr Alltag.
Die Übungen: Ein endloser Kreislauf?
Und dann kommen die Übungen. Seitenweise! Lückentexte, Umformulierungen, ganze Aufsätze im Plusquamperfekt! Puh!
Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht gegen Üben. Aber muss es wirklich so viel sein? Verschwenden wir nicht wertvolle Zeit mit Dingen, die wir kaum brauchen, anstatt uns auf wichtigere Aspekte der Sprache zu konzentrieren?
Ich erinnere mich an eine Übung: "Nachdem der Dieb das Geld gestohlen hatte, ..." Ja, danke. Jetzt weiß ich, wie ich einen Banküberfall im Plusquamperfekt beschreiben kann. Sehr nützlich! 🙄
Ich behaupte: Es gibt bessere Dinge, die man mit seiner Deutschlernzeit anfangen kann. Zum Beispiel:
- Mehr Vokabeln lernen!
- Sich trauen, einfach drauf loszureden!
- Deutsche Filme schauen (ohne Untertitel!)
- ...und vielleicht auch ein bisschen weniger Plusquamperfekt Übungen. Nur so eine Idee. 😉
Es ist ja nicht so, dass das Plusquamperfekt nutzlos wäre. Aber ich denke, der Fokus sollte anders liegen. Konzentrieren wir uns auf das Wesentliche. Auf die Dinge, die wir wirklich brauchen, um uns zu verständigen.
Und wenn wir dann doch mal in die Situation kommen, die Vergangenheit der Vergangenheit haarklein zu erklären… dann greifen wir eben kurz zum Lehrbuch. Kein Weltuntergang!
Ein Plädoyer für die Vereinfachung
Ich träume von einer Welt, in der Deutschlehrer sagen: "Okay, wir machen heute kurz das Plusquamperfekt. Verstanden? Gut. Weiter geht's!"
Ich weiß, ich weiß. Ich bin ein Träumer. Aber vielleicht, nur vielleicht, gibt es ja noch andere da draußen, die meine ungewöhnliche Meinung teilen. Traut euch, es zuzugeben! Wir sind nicht allein!
Lasst uns die Plusquamperfekt Übungen reduzieren und stattdessen die Freude an der deutschen Sprache feiern! Lasst uns lachen, lernen und einfach Spaß haben. Denn darum geht es doch eigentlich, oder?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen! Seid ihr Team "Mehr Plusquamperfekt!" oder Team "Weniger ist mehr!"? Lasst es mich wissen!
Und falls ihr mich jetzt für verrückt haltet… tja, dann hattet ihr wahrscheinlich Recht! 😄
