Pille Nach Pause Zu Spät Genommen
Hallo ihr Lieben! Eure Reisebloggerin Sarah hier, und heute wird's mal ein bisschen persönlicher als sonst. Normalerweise erzähle ich euch ja von atemberaubenden Landschaften, versteckten Gassen und kulinarischen Highlights. Aber das Leben ist eben nicht nur Sonnenschein und Postkartenmotive. Manchmal passieren eben auch Dinge, die einen aus der Bahn werfen – vor allem, wenn man unterwegs ist und die gewohnte Routine fehlt. Und genau so etwas ist mir auf meiner letzten Reise passiert: Ich habe meine Pille zu spät genommen.
Vielleicht denkt jetzt der ein oder andere: "Ohje, ein Tabuthema!". Aber ich finde, gerade über solche Dinge sollte man offen sprechen können. Denn als Reisende sind wir oft mit Situationen konfrontiert, die uns herausfordern und uns zwingen, flexibel zu sein. Und da ist es gut, wenn man weiß, dass man nicht alleine ist und von den Erfahrungen anderer lernen kann.
Also, wie ist es passiert? Ich war gerade in Vietnam unterwegs, ein Land, das mich mit seiner unglaublichen Vielfalt an Farben, Gerüchen und Geschmäckern total in seinen Bann gezogen hat. Jeder Tag war ein neues Abenteuer, von den quirligen Märkten in Hanoi bis zu den paradiesischen Stränden in Phu Quoc. Ich war so gefangen in der Magie dieses Landes, dass ich total meinen Rhythmus verloren hatte. Die Zeitverschiebung, die ständigen Ortswechsel und die ungewohnten Essenszeiten hatten meinen Körper ganz durcheinander gebracht. Und dann kam der Tag, an dem ich es bemerkte: Ich hatte meine Pille vergessen – und zwar nicht nur ein paar Stunden, sondern fast einen ganzen Tag später eingenommen.
Der Schockmoment und die Panik
Ich erinnere mich noch genau an das Gefühl, als ich es realisiert habe. Ein kalter Schauer lief mir den Rücken runter. Sofort kamen die üblichen Fragen hoch: Was bedeutet das jetzt? Bin ich jetzt nicht mehr geschützt? Muss ich die Reise abbrechen? Die Panik stieg in mir auf.
Ich versuchte, mich zu beruhigen und einen klaren Kopf zu bewahren. Zum Glück hatte ich mein Smartphone dabei und konnte im Internet recherchieren. Aber die Informationen, die ich fand, waren alles andere als beruhigend. Überall stand etwas anderes, von "Kein Problem, einfach weiternehmen" bis "Sofort zum Arzt und Notfallverhütungsmittel besorgen". Ich war total verwirrt und wusste nicht, was ich tun sollte.
Erste Hilfe im Dschungel der Informationen
In meiner Not habe ich meine beste Freundin angerufen, die selbst Ärztin ist. Sie hat mir zum Glück etwas die Angst nehmen können. Sie erklärte mir, dass es sehr darauf ankommt, welche Pille ich nehme (Mikropille oder Minipille) und in welcher Einnahmewoche ich mich befinde. Bei einer Mikropille hat man in der ersten und zweiten Woche oft ein größeres Zeitfenster, in dem man die Pille nachnehmen kann, ohne den Schutz zu verlieren. Bei der Minipille sieht es anders aus, da ist die Toleranzzeit oft deutlich kürzer.
Sie riet mir, unbedingt die Packungsbeilage meiner Pille zu lesen. Dort steht genau drin, was in meinem Fall zu tun ist. Außerdem empfahl sie mir, zusätzlich zu verhüten, bis ich wieder sicher sein kann, dass der Schutz gewährleistet ist. Das war schon mal ein guter erster Schritt, um die Situation einzuschätzen.
Die Entscheidung und die Konsequenzen
Nachdem ich die Packungsbeilage studiert hatte, wusste ich, dass ich in meinem Fall (Mikropille, zweite Einnahmewoche) noch Glück im Unglück hatte. Ich musste die vergessene Pille sofort nachnehmen und in den nächsten sieben Tagen zusätzlich verhüten. Trotzdem war ich total verunsichert und hatte die restliche Reise über ein ungutes Gefühl im Bauch.
Ich entschied mich, die Reise nicht abzubrechen, aber ich war deutlich vorsichtiger geworden. Ich achtete penibel darauf, meine Pille regelmäßig einzunehmen und verhütete zusätzlich mit Kondomen. Außerdem suchte ich in der nächsten größeren Stadt einen Frauenarzt auf, um mich nochmal beraten zu lassen. Das hat mich nochmal zusätzlich beruhigt.
Wichtig: Ich möchte hier nochmal betonen, dass dies nur meine persönliche Erfahrung ist. Was in deinem Fall zu tun ist, kann ganz anders aussehen. Bitte wende dich immer an einen Arzt oder Apotheker, um dich individuell beraten zu lassen!
Was ich daraus gelernt habe
Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, auch auf Reisen auf sich selbst zu achten und die eigene Gesundheit nicht zu vernachlässigen. Hier sind ein paar Tipps, die ich euch mitgeben möchte, damit euch so etwas nicht passiert:
- Vorbereitung ist alles: Informiert euch vor der Reise über die medizinische Versorgung im Reiseland und nehmt ausreichend Medikamente mit.
- Pille im Blick behalten: Stellt euch einen Wecker oder nutzt eine App, die euch an die Einnahme erinnert.
- Sicher ist sicher: Nehmt zusätzlich Kondome mit, falls mal etwas schiefgeht.
- Ruhe bewahren: Wenn es doch mal passiert, geratet nicht in Panik. Informiert euch und sucht professionelle Hilfe.
Und noch ein kleiner Tipp am Rande: Es gibt mittlerweile auch Apps, die speziell für die Pilleneinnahme entwickelt wurden. Diese Apps erinnern nicht nur an die Einnahme, sondern können auch Informationen zur Pille und zur richtigen Vorgehensweise bei vergessener Einnahme liefern. Das kann eine große Hilfe sein, gerade wenn man im Ausland unterwegs ist und keinen direkten Zugang zu medizinischer Beratung hat.
Ich hoffe, meine Geschichte hat euch geholfen und euch ein bisschen Mut gemacht. Denn auch wenn solche Situationen unangenehm sind, sind sie kein Weltuntergang. Mit der richtigen Vorbereitung und dem nötigen Wissen kann man sie gut meistern. Und das Wichtigste ist: Sprecht darüber! Denn je offener wir über solche Themen reden, desto weniger Tabus gibt es und desto besser können wir uns gegenseitig unterstützen.
Also, liebe Reisende, passt auf euch auf und genießt eure Abenteuer! Und denkt daran: Das Leben ist eine Reise, und manchmal passieren eben auch Dinge, die nicht geplant waren. Aber genau das macht das Leben ja so spannend, oder?
Eure Sarah
