Plateau Of Productivity Gartner
Okay, Hand aufs Herz: Wer von uns hat die berühmte Grafik von Gartner noch nicht gesehen? Ihr wisst schon, die mit dem Hype Cycle. Dieser Aufstieg, dieser Fall, dieser...naja, Zustand.
Es geht um diese magische Reise einer neuen Technologie. Erst sind alle völlig aus dem Häuschen. Dann kommt die Ernüchterung. Und irgendwann...irgendwann erreichen wir das, was Gartner so schön das Plateau der Produktivität nennt.
Das Plateau? Klingt nach Langeweile!
Ja, ich gebe es zu. Ich finde den Namen etwas unglücklich gewählt. Plateau der Produktivität? Klingt nach einem Ort, an dem die Innovation stirbt. Wo alles nur noch...effizient ist. Gähn!
Stellt euch vor: Kein Buzzword-Bingo mehr. Keine riskanten Investitionen in die nächste "bahnbrechende" Technologie, die sich dann doch als Rohrkrepierer entpuppt. Einfach nur... Arbeit. Ordentliche, produktive Arbeit. Ist das wirklich unser Ziel?
Ein unpopulärer Gedanke: Ist das Plateau nicht...überbewertet?
Ich weiß, ich weiß. Jetzt werde ich gesteinigt. Aber lasst mich ausreden!
Ich behaupte: Wir sind viel zu sehr auf dieses Plateau der Produktivität fixiert. Wir streben danach, eine Technologie "ausgereift" zu haben. Aber was passiert dann? Dann lehnen wir uns zurück und warten auf die nächste grosse Sache.
Und während wir auf diesem Plateau chillen, verpassen wir vielleicht die Chance, die Technologie noch weiter zu entwickeln. Sie neu zu denken. Sie für ganz andere Zwecke zu nutzen, als ursprünglich geplant.
Vielleicht sollten wir uns eher fragen: Was kommt nach dem Plateau?
Denn ehrlich gesagt: Die spannendsten Dinge passieren doch meistens außerhalb der Komfortzone. In dem Bereich, in dem wir noch keine Ahnung haben, was wir tun. Wo wir scheitern, lernen und wieder aufstehen.
Das Tal der Tränen: Vielleicht gar nicht so schlimm?
Der Sturz ins Tal der Tränen im Gartner Hype Cycle ist ja quasi der Horror. Die ganzen gescheiterten Startups, die verlorenen Investitionen... Autsch!
Aber mal ehrlich: Aus Fehlern lernt man. Und vielleicht braucht es ja genau dieses Scheitern, um wirklich innovative Lösungen zu entwickeln. Um zu erkennen, was funktioniert – und was eben nicht.
Vielleicht sollten wir das Tal der Tränen also nicht als Ende, sondern als Chance sehen. Als eine Art Bootcamp für Technologien. Ein Ort, an dem sie lernen, zu überleben. Und gestärkt daraus hervorzugehen.
Die ewige Suche nach dem Neuen
Wir Menschen sind einfach so gestrickt. Wir wollen immer das Neueste, das Beste, das Aufregendste. Und das ist ja auch gut so. Das treibt uns an, uns weiterzuentwickeln.
Aber vielleicht sollten wir uns auch mal wieder bewusst machen, was wir schon erreicht haben. Die Technologien, die tatsächlich funktionieren. Die unser Leben einfacher, besser, produktiver machen. Auch wenn sie vielleicht schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben.
Denn am Ende des Tages geht es ja nicht darum, als Erster auf dem Plateau der Produktivität anzukommen. Sondern darum, Technologien zu entwickeln, die wirklich einen Unterschied machen. Egal, ob sie gerade im Hype sind oder nicht.
Also, lasst uns das Gartner Modell mit einem Augenzwinkern betrachten. Und uns daran erinnern: Das Plateau der Produktivität ist vielleicht ein Ziel. Aber es ist nicht das Ende der Reise.
Die Reise geht weiter. Immer weiter. Und wer weiß, vielleicht erfinden wir ja irgendwann selbst eine Technologie, die das Potenzial hat, den Hype Cycle komplett auf den Kopf zu stellen. Wer weiß...
