Point Of Subjective Equality
Okay, lasst uns ehrlich sein. Habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass alles Geschmackssache ist? So richtig, wirklich alles?
Ich meine, klar, wissenschaftlich betrachtet gibt's objektive Wahrheiten. Die Erde ist rund. Wasser kocht bei 100 Grad. Aber bei allem anderen?
Nehmen wir Kaffee. Manche vergöttern ihn schwarz und bitter. Andere brauchen tonnenweise Zucker und Milch. Wer hat Recht? Niemand! Wir haben alle nur unseren ganz persönlichen Point of Subjective Equality. Nennt es PES, wenn ihr cool sein wollt.
Was ist das, fragt ihr euch? Stell dir vor, du stehst an einem Punkt. Links ist "definitiv nicht" und rechts ist "definitiv ja". Der PES ist der Punkt, an dem du sagst: "Okay, ab hier ist es für *mich* gleich wahrscheinlich, dass ich 'ja' oder 'nein' sage." Verstanden? Super!
Ich habe da so eine, sagen wir, "unpopuläre" Meinung. Ich finde, es gibt keine wirklich schlechte Musik. Ja, ich weiß! Steinigt mich! Aber ich meine es ernst. Es gibt Musik, die ich nicht mag. Musik, die mich nervt. Musik, bei der ich am liebsten die Ohrenstöpsel rausholen würde. Aber irgendjemand da draußen liebt genau diese Musik. Für diese Person ist das der Soundtrack ihres Lebens. Und hey, wer bin ich, das zu verurteilen?
Das gleiche gilt für Filme. Horrorfilme? Gruselig, langweilig, nervig! Für mich. Für meinen besten Freund sind sie das Nonplusultra. Er findet sie spannend, unterhaltsam, genial! Sein PES liegt halt woanders. Und das ist völlig okay.
Essen! Oh Gott, Essen! Da wird es richtig wild. Koriander? Liebe oder Hass! Oliven? Göttlich oder Teufelszeug! Lakritze? Für die einen ein Fest, für die anderen… nun ja, ihr wisst Bescheid.
Die Sache mit dem Geschmack
Ich glaube, viele Streitereien entstehen, weil wir vergessen, dass der PES existiert. Wir sind so überzeugt von unserem eigenen Geschmack, dass wir ihn als objektive Wahrheit verkaufen wollen. "Dieser Film ist scheiße!" Nein, lieber Freund, du findest ihn scheiße. Für andere ist es ein Meisterwerk.
Und was ist mit Kunst? Moderne Kunst? Da scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Für manche ist es Genialität, für andere einfach nur hingekleckste Farbe. Und wisst ihr was? Beide Seiten haben Recht. In ihrer eigenen Welt, in ihrem eigenen Universum des Geschmacks.
Die PES-Revolution
Ich schlage vor, wir starten eine PES-Revolution! Eine Revolution der Toleranz, des Verständnisses und des Respekts für den Geschmack anderer.
Was ich damit sagen will: Bevor ihr das nächste Mal jemanden für seine Musikwahl, seinen Kleidungsstil oder sein Lieblingsessen verurteilt, denkt an den Point of Subjective Equality. Denkt daran, dass Geschmack individuell ist. Und dass es völlig okay ist, wenn der PES von jemand anderem woanders liegt als eurer.
Vielleicht, nur vielleicht, können wir so ein bisschen mehr Frieden in diese Welt bringen. Zumindest in die Welt des Geschmacks. Und das ist doch schon mal ein Anfang, oder?
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss mir ein Glas Lakritz-Smoothie mit Koriander-Garnitur machen. Nein, war nur ein Scherz! Oder?
Aber mal ehrlich, probiert doch mal was Neues aus. Vielleicht verschiebt sich euer PES ja ein bisschen. Wer weiß, vielleicht entdeckt ihr ja eine neue Leidenschaft für… nun ja, irgendwas Verrücktes.
"Der Schlüssel zum Glück liegt darin, zu akzeptieren, dass andere Leute andere Geschmäcker haben." - Irgendjemand Kluges (wahrscheinlich).
Also, lasst uns die Vielfalt feiern! Lasst uns die Unterschiede feiern! Lasst uns den PES feiern! Und lasst uns vor allem nicht vergessen: Alles ist Geschmackssache. Wirklich alles.
Bis zum nächsten Mal, wenn ich euch mit einer weiteren "unpopulären" Meinung auf die Nerven gehe.
