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Politisches System Ddr Einfach Erklärt


Politisches System Ddr Einfach Erklärt

Hallo und herzlich willkommen! Du planst einen Trip nach Deutschland und interessierst dich für die Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik (DDR)? Oder bist du vielleicht sogar zugezogen und möchtest mehr über dieses faszinierende, aber auch komplizierte Kapitel deutscher Geschichte erfahren? Dann bist du hier genau richtig! In diesem Artikel erklären wir dir das politische System der DDR auf eine einfache und verständliche Weise, perfekt für Touristen, Expats und alle, die einen kurzen Einblick suchen.

Die DDR: Mehr als nur graue Plattenbauten

Die DDR, gegründet 1949 und aufgelöst 1990, war ein Staat, der tiefgreifende Spuren in der deutschen Geschichte hinterlassen hat. Stell dir vor, Deutschland war nach dem Zweiten Weltkrieg in zwei Teile geteilt: die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Westen und die DDR im Osten. Während die BRD sich dem Westen und einer liberalen Demokratie zuwandte, entwickelte sich die DDR zu einem sozialistischen Staat nach sowjetischem Vorbild.

Das Fundament: Der Marxismus-Leninismus

Das politische System der DDR basierte auf dem Marxismus-Leninismus, einer politischen Ideologie, die von Karl Marx und Wladimir Lenin entwickelt wurde. Im Kern geht es darum, dass die Arbeiterklasse die Macht übernehmen und eine klassenlose Gesellschaft schaffen soll. In der DDR bedeutete das, dass die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) die führende Rolle im Staat einnahm.

Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)

Die SED war die eigentliche Machtzentrale der DDR. Sie war eine Art Verschmelzung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) in der sowjetischen Besatzungszone nach dem Zweiten Weltkrieg. Die SED beanspruchte die führende Rolle in der Gesellschaft und kontrollierte alle wichtigen Bereiche des Lebens: Politik, Wirtschaft, Kultur, Bildung und sogar Freizeit. Mitglied in der SED zu sein, war oft der Schlüssel zu beruflichem Erfolg und gesellschaftlichem Ansehen.

Die SED war hierarchisch aufgebaut, mit dem Politbüro an der Spitze. Das Politbüro war das höchste Entscheidungsgremium und bestand aus den mächtigsten Funktionären der Partei. Der Generalsekretär der SED, wie beispielsweise Erich Honecker, war de facto der Staatschef der DDR.

Das Parlament: Die Volkskammer

Die DDR hatte ein Parlament, die Volkskammer. Auf dem Papier war sie das höchste Organ der Staatsmacht und wurde alle fünf Jahre gewählt. Allerdings waren die Wahlen in der DDR keine freien und geheimen Wahlen, wie wir sie heute kennen. Die Wähler konnten lediglich über eine Einheitsliste der Nationalen Front abstimmen, in der die SED und andere Organisationen vertreten waren. Eine Wahl ohne Alternativen. Die Volkskammer bestätigte im Wesentlichen die Entscheidungen der SED und hatte wenig tatsächlichen Einfluss.

"Es war, als würde man einen Zettel in eine Urne werfen, von dem man wusste, dass er ohnehin nichts ändern würde." - Ein Zeitzeuge über die Wahlen in der DDR.

Die Nationale Front

Die Nationale Front war ein Zusammenschluss von Parteien und Organisationen, die von der SED kontrolliert wurden. Dazu gehörten beispielsweise die Christlich-Demokratische Union (CDU), die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD), die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD) und der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB). Diese Organisationen hatten zwar eigene Namen, waren aber im Wesentlichen Marionetten der SED und unterstützten deren Politik.

Die Wirtschaft: Planwirtschaft statt freiem Markt

Die Wirtschaft der DDR war eine Planwirtschaft. Das bedeutet, dass der Staat, vertreten durch die Staatliche Plankommission, die Produktion und Verteilung von Gütern und Dienstleistungen plante und steuerte. Im Gegensatz zur Marktwirtschaft, in der Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen, wurden die Preise in der DDR von der Regierung festgelegt. Dies führte oft zu Engpässen und Mangelwirtschaft, da die Produktion nicht immer den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprach. Manchmal gab es lange Wartezeiten für Autos, Wohnungen oder bestimmte Konsumgüter.

Ein bekanntes Beispiel für die Planwirtschaft ist der Trabant, das "Rennpappe"-Auto der DDR. Es war günstig, aber von minderer Qualität und mit langen Lieferzeiten verbunden. Der Trabant symbolisiert für viele die Mängel und Einschränkungen des Lebens in der DDR.

Das Ministerium für Staatssicherheit (Stasi)

Ein besonders wichtiger und leider auch düsterer Aspekt des politischen Systems der DDR war das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), kurz Stasi. Die Stasi war der Geheimdienst der DDR und hatte die Aufgabe, die Bevölkerung zu überwachen und politische Opposition zu unterdrücken. Sie hatte ein riesiges Netz von hauptamtlichen und inoffiziellen Mitarbeitern (IM), die Informationen sammelten und an die Stasi weitergaben. Die Stasi war bekannt für ihre Spitzelmethoden, ihre Zersetzungsstrategien und ihre rücksichtslose Verfolgung von Andersdenkenden. Das Gefühl, überwacht zu werden, war für viele Menschen in der DDR allgegenwärtig und prägte ihr Leben.

Die Stasi-Unterlagen-Behörde, die heute die Akten der Stasi verwaltet, ermöglicht es Opfern der Stasi-Überwachung, ihre Akten einzusehen. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Aufarbeitung der Vergangenheit und zur Würdigung der Opfer des Regimes.

Eingeschränkte Freiheiten

In der DDR waren viele Freiheiten eingeschränkt, die wir heute als selbstverständlich ansehen. Die Meinungsfreiheit war stark eingeschränkt, und Kritik am Staat wurde nicht geduldet. Auch die Reisefreiheit war stark eingeschränkt, und es war für die meisten DDR-Bürger nicht möglich, in den Westen zu reisen. Die Berliner Mauer, die von 1961 bis 1989 existierte, symbolisierte diese Teilung und die Unfreiheit in der DDR.

Das Bildungssystem war stark ideologisiert und auf die Vermittlung des Marxismus-Leninismus ausgerichtet. Auch die Kultur wurde vom Staat kontrolliert, und Kunst und Literatur, die nicht der Ideologie entsprachen, wurden zensiert oder verboten.

Der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung

Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 war ein Wendepunkt in der deutschen Geschichte. Er markierte das Ende der Teilung Deutschlands und den Beginn der friedlichen Revolution in der DDR. Die Menschen gingen auf die Straße und forderten Freiheit, Demokratie und Reisefreiheit. Die SED verlor ihren Einfluss, und die DDR öffnete sich dem Westen.

Am 3. Oktober 1990 fand die Wiedervereinigung Deutschlands statt. Die DDR trat der Bundesrepublik Deutschland bei, und die beiden deutschen Staaten wurden wiedervereinigt. Dieser Tag ist heute ein Nationalfeiertag in Deutschland, der Tag der Deutschen Einheit.

Was können wir heute aus der Geschichte der DDR lernen?

Die Geschichte der DDR ist ein wichtiges Mahnmal für die Bedeutung von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Sie zeigt, wie wichtig es ist, sich für die eigenen Rechte einzusetzen und sich gegen Unterdrückung und Unfreiheit zu wehren. Die Aufarbeitung der DDR-Geschichte ist auch heute noch wichtig, um die Vergangenheit zu verstehen und Lehren für die Zukunft zu ziehen.

Wenn du nach Deutschland reist oder hier lebst, lohnt es sich, sich mit der Geschichte der DDR auseinanderzusetzen. Es gibt viele Museen, Gedenkstätten und Dokumentationszentren, die Einblicke in das Leben in der DDR geben. Ein Besuch dieser Orte kann dir helfen, die deutsche Geschichte besser zu verstehen und die Errungenschaften der Wiedervereinigung zu würdigen.

Wir hoffen, dieser einfache Überblick hat dir geholfen, das politische System der DDR besser zu verstehen. Die Geschichte ist komplex und vielschichtig, aber wir wollten dir einen ersten Einblick geben. Viel Spaß beim Entdecken der deutschen Geschichte!

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