Prologue Romeo And Juliet
Okay, lasst uns ehrlich sein. Das Romeo und Julia Prolog Ding? Ein bisschen wie... ein Spoiler-Alert, der das ganze Stück ruiniert. Und niemand scheint das zuzugeben! Bin ich die Einzige, die sich so fühlt?
Die Zusammenfassung, die niemand wollte
Denkt mal drüber nach. Da sitzt man, freut sich auf dieses berühmte Liebesdrama, und dann BAM! Ein Chor kommt raus und sagt: "Hey, nur zur Info, die sterben am Ende!" Danke vielmals, Chor! Ich wollte eigentlich überrascht sein!
Es ist, als ob man einen Krimi schaut und am Anfang steht: "Der Gärtner war's." Wo bleibt denn da die Spannung? Die Wendungen? Das Rätselraten, wer wohl der Bösewicht ist? Alles futsch!
"Zwei Haushalte, beide gleich an Würde..." Blah, blah, blah
Klar, die Sprache ist wunderschön. Shakespeare kannte sich aus. Aber mal ehrlich, wer erinnert sich noch an den ganzen Prolog nach dem ersten Mal Lesen? Ich erinnere mich vor allem daran, dass ich schon weiß, dass es ein trauriges Ende gibt. Und das macht irgendwie alles danach... weniger aufregend.
Stellt euch vor, man geht ins Kino, um einen Horrorfilm zu sehen, und bevor der Film überhaupt anfängt, erscheint ein Text auf der Leinwand: "Alle sterben am Ende." Wäre das nicht totaler Mist? So ungefähr fühlt es sich mit dem Prolog an. (Okay, vielleicht nicht ganz so schlimm, aber das Prinzip stimmt!)
Der Chor als Party-Pooper
Der Chor, dieses allwissende Wesen, erzählt uns alles. Die "verhängnisvollen Liebesleute," die "väterliche Wut," der "Tod." Hört mal, Leute, lasst mich das doch selbst herausfinden! Ich bin doch nicht blöd! Ich kann das doch anhand der Handlung und der Dialoge erkennen, oder?
Es ist fast so, als ob Shakespeare nicht darauf vertraute, dass sein Publikum intelligent genug war, um die Geschichte zu verstehen. "Oh nein, die Leute könnten verwirrt sein! Lasst uns ihnen alles vorher erklären! Sonst checken sie es ja nicht!" Hallo? Vielleicht unterschätzt du uns da ein bisschen, Bill?
War es damals anders?
Ich weiß, ich weiß, die Leute sagen: "Früher war das Theater anders! Die Leute kannten die Geschichten schon!" Ja, vielleicht. Aber das bedeutet nicht, dass der Prolog gut ist. Nur weil es damals üblich war, heißt das nicht, dass es heute noch notwendig ist. Wir leben im 21. Jahrhundert! Wir haben gelernt, wie man eine Geschichte ohne sofortige Spoiler erzählt!
Ich stelle mir vor, wie Shakespeare und sein Team sich unterhalten: "Okay, Bill, wir brauchen was, um die Leute ins Stück einzuführen." "Wie wär's mit... einem Rap-Battle? Zwei rivalisierende Gangs, die sich auf der Straße battlen?" "Nein, das ist zu modern! Lasst uns einfach alles vorher verraten!"
Könnte man den Prolog nicht einfach... weglassen?
Meine "unpopuläre Meinung" ist also: Der Prolog von Romeo und Julia ist überbewertet und ruiniert die Überraschung. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass das Stück besser wäre ohne ihn. Stellt euch vor, wie viel dramatischer und schockierender die Szene wäre, in der Romeo und Julia tatsächlich sterben, wenn man es nicht schon vorher wüsste!
Vielleicht bin ich verrückt. Vielleicht bin ich ein Kulturbanause. Aber ich glaube, ich spreche für eine kleine, aber leidenschaftliche Gruppe von Menschen, die insgeheim denken: "Danke, Shakespeare, aber ich hätte lieber selbst herausgefunden, dass sie sterben."
Also, was denkt ihr? Team Prolog oder Team "Überrascht mich!"? Lasst es mich wissen!
