Raumschiff Enterprise Das Nächste Jahrhundert Staffel 1 Folge 1
Na, wer erinnert sich noch an den ersten Ausflug mit der Enterprise-D? Ich rede natürlich von Raumschiff Enterprise: Das Nächste Jahrhundert, Staffel 1, Folge 1! Damals, als alles noch ein bisschen eckiger war, die Uniformen enger saßen und Captain Picard noch etwas...nun ja, steifer war, als wir ihn später liebten.
Die Enterprise-D: Ein schwimmendes Hotel mit Warpantrieb
Vergessen wir mal kurz die hochentwickelte Technologie. Stellen wir uns die Enterprise-D einfach als ein riesiges, fliegendes Hotel vor. Mit 1000 Zimmern! Und in diesem Hotel tummelt sich eine bunte Truppe, die unterschiedlicher nicht sein könnte. Da ist zum Beispiel Data, der Android mit dem unstillbaren Wissensdurst und dem Hang zur menschlichen Erfahrung. Er versucht, Witze zu erzählen, die aber meistens eher für Stirnrunzeln sorgen. Und dann ist da Geordi La Forge, der mit seinem VISOR aussieht wie ein futuristischer Sonnenanbeter. Plus der stets wortgewandte Picard, der sich mehr für Archäologie als für Action interessiert.
Der allmächtige Q: Ein kosmischer Spaßvogel
Und dann taucht da plötzlich Q auf. Q, dieser allmächtige, allwissende, aber auch unglaublich nervige Typ, der die Crew der Enterprise auf die Probe stellt. Er ist wie ein kosmischer Spaßvogel, der sich einen Heidenspaß daraus macht, die Menschheit zu beurteilen. Q hält sich selbst für unendlich klug und die Menschen für primitiv, was er die Enterprise-Crew auch deutlich spüren lässt. Am liebsten würde er uns alle wieder in die Steinzeit zurückbomben. Aber Picard und seine Crew wären nicht die Helden, die wir kennen und lieben, wenn sie nicht eine Lösung finden würden, um Q zu überzeugen.
Seine erste "Prüfung" ist, die Crew vor ein Kriegsgericht zu stellen, mit dem Argument, die Menschheit sei eine Gefahr für das Universum. Er projiziert die Crew in verschiedene Zeitepochen der Menschheitsgeschichte, von den letzten Kriegsverbrechern bis zu den frühesten Anfängen der Menschheit. Der Clou dabei: Picard muss beweisen, dass sich die Menschheit weiterentwickelt hat und nicht mehr die blutrünstige Spezies ist, als die Q sie sieht.
Picard's Shakespeare-Moment
Picard, der ja eher der intellektuelle Typ ist, fühlt sich natürlich wie im falschen Film. Er ist ja mehr der Mann für Shakespeare und alte Manuskripte als für intergalaktische Machtkämpfe. Aber genau das macht ihn ja auch so liebenswert. Seine trockenen Kommentare und sein elegantes Auftreten kontrastieren wunderbar mit den brenzligen Situationen, in die er gerät.
Und wer erinnert sich nicht an Datas Versuch, Poker zu spielen? Der arme Kerl! Er versteht die Logik des Spiels, aber die Emotionen, die dazugehören, sind ihm ein Rätsel. Das führt zu einigen urkomischen Szenen, in denen er versucht, zu bluffen oder seine Gewinnchancen einzuschätzen. Und auch Troi, die empathische Counselorin, hat ihren großen Auftritt. Sie spürt die Angst und Unsicherheit der Crew und versucht, sie zu beruhigen. Aber selbst sie ist von der Macht Q's beeindruckt.
Was diese Folge so besonders macht, ist die Einführung der neuen Charaktere und die Etablierung des neuen Raumschiff Enterprise-Universums. Es ist der Beginn einer siebenjährigen Reise, voller Abenteuer, Entdeckungen und natürlich jeder Menge Sci-Fi-Action. Und obwohl die Spezialeffekte heute etwas veraltet wirken, hat die Geschichte nichts von ihrem Charme verloren. Sie ist ein Beweis dafür, dass gute Geschichten zeitlos sind.
Mehr als nur Sci-Fi
Aber Raumschiff Enterprise: Das Nächste Jahrhundert ist mehr als nur Sci-Fi. Es geht um Menschlichkeit, um Freundschaft, um die Suche nach dem Unbekannten. Und es geht darum, dass wir alle, egal ob Mensch, Android oder Alien, zusammenarbeiten können, um eine bessere Zukunft zu schaffen. Und wer weiß, vielleicht lernen wir ja auch noch den ein oder anderen Trick von Q, wie man die Welt ein bisschen mehr zum Narren hält. Aber bitte nicht zu ernst nehmen!
Also, schnappt euch eure Uniformen (oder eure Schlafanzüge, je nachdem), macht es euch auf dem Sofa gemütlich und reist mit der Enterprise-D ins Unbekannte. Es lohnt sich! Und vergesst nicht: Die Zukunft ist da, wenn man sie nur zulässt.
PS: Und wer jetzt Lust bekommen hat, die ganze Serie nochmal von vorne anzusehen, dem sei gesagt: Macht es! Es gibt so viel zu entdecken und wiederzuentdecken. Und vielleicht findet ihr ja auch noch ein paar Easter Eggs, die ihr beim ersten Mal übersehen habt. Viel Spaß!
