Rehasport 50 Einheiten In 18 Monaten Nicht Geschafft
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wer kennt das nicht? Man nimmt sich was vor. Großes Kino! Voller Elan und guter Vorsätze.
Ich spreche von diesem einen ominösen Rezept vom Arzt. Ihr wisst schon. Das, wo man ganz brav die Rehasport-Einheiten absolvieren soll.
Und dann… ja dann kommt das Leben dazwischen. Oder die Couch. Oder eine besonders spannende Netflix-Serie.
Ich sage es, wie es ist: Ich habe die 50 Einheiten in 18 Monaten nicht geschafft. Schande über mein Haupt? Vielleicht. Aber auch: Vielleicht auch nicht!
Ein Geständnis
Ich gebe es ja zu. 50 Einheiten in anderthalb Jahren klingt erstmal machbar. Logisch, machbar. Fast schon ein Klacks. Denkt man.
Aber die Realität sieht anders aus. Plötzlich sind da Geburtstage, Urlaube, die Steuererklärung (die sich natürlich auch nicht von alleine macht!) und überhaupt. Alles ist plötzlich viel wichtiger als die nächste Runde Rehasport.
Und dann diese innere Stimme. Die sagt: "Ach, eine Einheit mehr oder weniger macht jetzt auch keinen Unterschied. Du bist doch eh schon viel fitter als vorher!" (Kleiner Tipp: Diese Stimme ist ein Lügner.)
Die Wahrheit über Rehasport
Mal ehrlich, Rehasport ist wichtig. Keine Frage. Ich will hier niemanden dazu animieren, seinen Arzt zu ignorieren. Aber ist es auch… immer… spaßig?
Ich kenne Leute, die lieben es. Die gehen da auf wie eine Blume im Frühling. Die erzählen mir dann begeistert von irgendwelchen Übungen mit Gummibändern und Bällen.
Ich nicke dann freundlich, während ich innerlich überlege, ob ich mir nicht lieber noch eine Pizza bestellen sollte. (Nein, Spaß. Naja, fast.)
Vielleicht bin ich einfach nicht der Typ dafür. Vielleicht brauche ich mehr Action. Vielleicht sind Gummibänder und Bälle einfach nicht so mein Ding.
Oder vielleicht bin ich einfach nur faul. (Wahrscheinlich ein bisschen von beidem.)
Unpopuläre Meinung: Es ist okay!
Und jetzt kommt meine unpopuläre Meinung: Es ist okay, wenn man es nicht schafft!
Ja, ich weiß. Das klingt ketzerisch. Aber lasst mich das erklären.
Klar, es ist super, wenn man diszipliniert ist und alle Einheiten absolviert. Hut ab vor allen, die das schaffen! Wirklich!
Aber das Leben ist kein Wettbewerb. Es geht nicht darum, irgendwelche imaginären Ziele zu erreichen, nur weil sie auf einem Zettel stehen.
Es geht darum, sich wohlzufühlen. Es geht darum, gesund zu sein. Und es geht darum, Spaß zu haben. (Und manchmal gehört dazu eben auch eine Pizza auf der Couch.)
Wenn ich also nur 30 von 50 Einheiten geschafft habe, dann ist das eben so. Ich habe trotzdem etwas für meine Gesundheit getan. Ich habe mich bewegt. Ich habe mich mit anderen Leuten ausgetauscht. Und ich habe (meistens) Spaß gehabt.
Und das ist doch schon mal was, oder?
Was jetzt?
Was mache ich jetzt? Werde ich mich jetzt in Grund und Boden schämen? Werde ich mich in ein Kloster zurückziehen und Buße tun?
Nein. Ich werde mir einfach ein neues Rezept vom Arzt holen. Und dann werde ich es wieder versuchen.
Vielleicht schaffe ich es dieses Mal. Vielleicht auch nicht. Aber ich werde mein Bestes geben. Und wenn ich am Ende wieder nur 30 Einheiten habe, dann ist das eben so.
Hauptsache, ich bewege mich. Hauptsache, ich bleibe gesund. Und Hauptsache, ich habe Spaß dabei. Und wenn das alles nicht klappt, dann habe ich wenigstens ein paar gute Ausreden parat!
Also, wer von euch hat auch schon mal eine Rehasport-Einheit geschwänzt? Lasst es mich wissen! Wir können ja eine Selbsthilfegruppe gründen. Oder einfach nur zusammen eine Pizza essen.
Denn am Ende des Tages ist das Wichtigste: Wir sitzen alle im selben Boot. Und manchmal ist es einfach bequemer, auf der Couch zu sitzen.
