Reinstall Mac Operating System
Also, los geht’s. Der Bildschirm flackert. Das Trackpad benimmt sich, als hätte es einen Clown gefrühstückt. Und diese kleine drehende Beachball... sie dreht und dreht und dreht. Kennt ihr das Gefühl, wenn euer Mac einfach... beschlossen hat, einen Streik anzukündigen?
Ich sitze da, starre auf das Elend und denke: "Okay, kein Problem. Wir haben das im Griff." So wie man das eben denkt, wenn man eigentlich keine Ahnung hat, was man tut, aber so tut, als ob.
Die Lösung, so flüsterte mir das Internet zu (und ich meine, WER flüstert einem heutzutage Informationen zu, außer dem Internet?), ist die Neuinstallation von macOS. Ein Wort, das klingt wie eine riskante Operation am offenen Herzen eines Computers. Aber hey, was soll's schon schiefgehen?
Der grosse Tag: Format C: (äh, Option-Command-R?)
Also, erstmal: Backup. Backup, Backup, Backup! Das ist wie dreimal "Petruschka" sagen, bevor man etwas wirklich Blödes tut. Ich hatte natürlich kein aktuelles Backup. War ja klar. Aber egal! Wir leben ja schliesslich gefährlich!
Nein, Spass beiseite. Macht ein Backup. Wirklich. Sonst weint ihr am Ende bittere Tränen über verlorene Urlaubsfotos und die Doktorarbeit, die schon so gut wie fertig war. (Okay, vielleicht war sie nur "angefangen", aber das ist ja fast das Gleiche, oder?)
Dann kommt der Moment der Wahrheit. Das Neustarten des Macs mit einer verwirrenden Tastenkombination. Option-Command-R. Klingt wie ein Zauberspruch aus einem Fantasy-Roman. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den richtig ausspreche. Aber der Mac scheint es zu verstehen.
Ein paar Minuten später (die sich anfühlen wie Stunden, wenn man darauf wartet, dass der Computer nicht in Flammen aufgeht) erscheint das magische Fenster mit den Dienstprogrammen. "Festplattendienstprogramm." Klingt vertrauenserweckend. Wie ein freundlicher Klempner, der einem verspricht, dass alles gut wird.
Das grosse Löschen
Und dann kommt der heikle Teil: Die Festplatte löschen. Es fühlt sich an, als würde man dem Mac seine Seele rauben. Aber keine Sorge, die bekommt er ja gleich wieder – in neuer, aufgeräumter Form.
Ich klicke auf "Löschen" und warte. Die Sekunden ziehen sich wie Kaugummi. Ist das wirklich richtig? Habe ich irgendetwas vergessen? Hoffentlich habe ich das Passwort für meinen Netflix-Account noch im Kopf!
macOS, die Rückkehr
Nach dem Löschen beginnt die eigentliche Installation von macOS. Ein Download. Ein Neustart. Noch ein Download. Noch ein Neustart. Es ist wie eine endlose Achterbahnfahrt der Computer-Nostalgie. Man erinnert sich an die Zeiten, als man 56k-Modem-Geschwindigkeit hatte und Downloads Tage dauerten.
Währenddessen sitze ich da, trinke Kaffee und überlege, ob ich mir vielleicht doch noch ein Backup hätte machen sollen. Man lernt eben nie aus.
Irgendwann ist es geschafft. Der Mac startet in seiner frischen, neuen Pracht. Ein leeres Desktop. Ein sauberes Betriebssystem. Es ist wie ein Neuanfang.
Und dann kommt die grosse Ernüchterung: Alles muss neu eingerichtet werden. Passwörter, Programme, Einstellungen... Das ist wie ein Marathon, bei dem man kurz vor dem Ziel noch einen Hügel hochlaufen muss.
Aber hey, zumindest funktioniert der Mac wieder. Und das ist doch schon mal was, oder? Ausserdem habe ich jetzt eine gute Ausrede, um alle meine chaotischen Dateien aufzuräumen. "Ich habe ja gerade erst neu installiert!"
Also, wenn euer Mac mal wieder spinnt: Keine Panik. Eine Neuinstallation von macOS ist vielleicht nicht die einfachste Lösung, aber oft die effektivste. Und wer weiss, vielleicht lernt ihr dabei sogar etwas über eure Datenorganisation. Oder zumindest, dass ein Backup eine verdammt gute Idee ist.
Und denkt daran: Auch ein Computer hat mal einen schlechten Tag. Gebt ihm eine zweite Chance – mit einer frischen Installation. Und viel Kaffee. Und vielleicht einem Backup. Nur für alle Fälle.
P.S.: Ich habe natürlich nach der Installation festgestellt, dass das Problem eigentlich an einem veralteten Druckertreiber lag. Aber hey, jetzt ist der Mac wenigstens schön sauber!
