Rene Magritte Das Reich Der Lichter
Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Wir alle kennen dieses eine Bild. Ihr wisst schon, dieses hier mit dem Haus… und dem Baum… und dieser seltsamen Lampe.
Ich rede natürlich von "Das Reich der Lichter" von René Magritte. (Ja, ich musste auch googeln, wie man seinen Namen richtig schreibt. Kein Urteil, okay?).
Jetzt kommt der Punkt, an dem ich riskiere, gesteinigt zu werden: Ich bin nicht total ausgeflippt, als ich es zum ersten Mal sah. Tut mir leid. Ich weiß, ich weiß. Sollte ich nicht von der tiefgründigen Symbolik und der surrealen Darstellung der Realität überwältigt sein? Vermutlich. Aber mein erster Gedanke war eher: "Okay, das ist… nett."
Ich meine, es ist ein Haus. Es ist dunkel. Da ist eine Laterne. Oben ist ein strahlend blauer Himmel. Was soll das? Hat Magritte vergessen, dass die Sonne existiert? War er gerade in einer Phase, in der er sich nicht entscheiden konnte, ob es Tag oder Nacht sein sollte? (Kenne ich. Die Entscheidungen im Leben sind hart!).
Ist es Tag? Ist es Nacht? Wer weiß!
Vielleicht bin ich zu pragmatisch. Vielleicht bin ich einfach nicht "intellektuell" genug, um die ganze Tiefe dieses Meisterwerks zu erfassen. Aber ich glaube, dass genau darin der Witz liegt. Es ist ein bisschen albern, oder?
Stellt euch vor, ihr seid Magritte. Ihr sitzt da in eurem Atelier, trinkt einen Kaffee (oder vielleicht etwas Stärkeres, wer weiß?), und denkt: "Was kann ich heute malen? Oh, ich weiß! Ich male ein Haus, aber oben ist Tag und unten Nacht. Das wird die Leute verwirren!"
Und er hatte recht! Wir sind alle verwirrt! Aber auf eine gute Art. Oder zumindest, ich bin verwirrt. Vielleicht sind die meisten von euch erleuchtet. Wenn ja, herzlichen Glückwunsch! Ich bin immer noch hier und versuche herauszufinden, ob es Mittag oder Mitternacht ist.
Ich behaupte nicht, das Kunstwerk nicht zu schätzen. Im Gegenteil!
Es ist auf eine bestimmte Art ikonisch. Ich meine, wenn man ein zufälliges Bild von einem Haus und einem Baum mit einem seltsamen Himmel sieht, denkt man sofort: "Hey, das ist wie dieses Magritte-Ding!" Es ist in unserem kollektiven Bewusstsein eingebrannt. Das muss man dem guten Mann lassen.
Und vielleicht, ganz vielleicht, ist es genau das, was Magritte wollte. Er wollte, dass wir die Welt um uns herum hinterfragen. Er wollte, dass wir uns nicht mit dem Offensichtlichen zufrieden geben. Er wollte, dass wir ein bisschen verrückt werden. (Vielleicht hatte er auch einfach nur Spaß. Man weiß es nie mit diesen Künstlern!).
Die Lampe: Mehr als nur eine Lampe?
Die Lampe selbst ist auch faszinierend. Sie spendet Licht in der Dunkelheit, aber die Dunkelheit ist irgendwie… falsch. Sollte es nicht auch oben dunkel sein? Es ist wie ein kleines, rebellisches Licht, das sagt: "Ich mache, was ich will! Es ist egal, dass der Himmel hell ist! Ich leuchte trotzdem!"
Vielleicht ist die Lampe eine Metapher für Hoffnung. Oder für unseren inneren Kampf mit der Dualität von Gut und Böse. Oder vielleicht ist sie einfach nur eine Lampe. Ich überlasse das eurer Interpretation. (Aber ich tippe eher auf Lampe).
Ich glaube, das Problem ist, dass wir heutzutage dazu neigen, Kunst zu überanalysieren. Wir versuchen, in allem eine tiefe Bedeutung zu finden. Manchmal ist es aber auch okay, einfach nur zu sagen: "Das sieht cool aus." Oder: "Das ist ein bisschen komisch." Oder: "Ich verstehe das nicht, aber ich mag es trotzdem."
Also, das nächste Mal, wenn ihr "Das Reich der Lichter" seht, nehmt es nicht zu ernst. Lächelt. Denkt über die Absurdität der Situation nach. Und vielleicht, nur vielleicht, erkennt ihr, dass Magritte uns alle ein bisschen an der Nase herumführt. Und das ist völlig in Ordnung.
Und wenn ihr immer noch glaubt, dass ich die tiefgründige Bedeutung nicht verstanden habe, dann lasst mich das wissen. Aber bitte, seid nett. Ich bin nur ein Mensch, der versucht, mit einem Gemälde mit einem Haus, einem Baum und einer sehr verwirrenden Beleuchtung klarzukommen.
Vielleicht sollte ich selbst malen. Ich würde ein Bild malen, auf dem ein Kaffeetasse halb voll und halb leer ist. Titel: "Das Dilemma des Morgenmuffels." Ich denke, das würde die Leute auch zum Nachdenken bringen. (Oder zum Gähnen. Wahrscheinlich eher zum Gähnen).
Wie gesagt, René Magritte, du hast gewonnen. Du hast mich verwirrt, amüsiert und dazu gebracht, einen ganzen Artikel über dein seltsames Gemälde zu schreiben. Ich nehme meinen Hut vor dir. (Auch wenn ich immer noch nicht ganz verstehe, was da vor sich geht).
