Rilke Der Panther
Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Wir alle kennen Rilke. Und wir alle tun so, als ob wir Der Panther total verstehen. Aber tut ihr das wirklich?
Ein Käfig voller Nichts (oder doch?)
Da ist dieser Panther. Er tigert in seinem Käfig auf und ab. Ständig. Die ganze Zeit. Die Stäbe sind da. Und der Panther sieht...nichts. Oder alles? Ich sage: Er ist gelangweilt. So richtig, richtig gelangweilt. So gelangweilt, wie wir an einem Sonntagnachmittag, wenn das Internet ausfällt.
Jeder sagt: "Oh, das ist eine Metapher für die Entfremdung des modernen Menschen!" Oder: "Es geht um die Unfähigkeit, die Welt wirklich zu erfahren!" Ja, ja. Sicher. Aber ich sage: Vielleicht hatte der Panther einfach nur Hunger. Oder musste mal dringend aufs Katzenklo.
Die Stäbe, die uns alle gefangen halten
Die berühmten Stäbe. Sie sind "tausend Stäbe". So viele! Das muss ein echt übler Käfig sein. Stell dir vor, du musst jeden Tag, den ganzen Tag, in diesem Ding verbringen. Kein Wunder, dass der Panther depressiv ist!
Und natürlich, jeder interpretiert die Stäbe anders. Sind sie die Zwänge der Gesellschaft? Die Grenzen unserer Wahrnehmung? Oder einfach nur...Stäbe? Vielleicht hatte der Käfigbauer einfach einen schlechten Tag.
Meine unpopuläre Meinung (Achtung!)
Hier kommt's. Meine unpopuläre Meinung: Der Panther ist eigentlich ziemlich überschätzt. Ja, ich habe es gesagt! Alle tun immer so geheimnisvoll. Aber ist es nicht im Grunde nur ein Gedicht über eine Katze, die im Zoo eingesperrt ist? Eine sehr, sehr traurige Katze, okay. Aber trotzdem!
"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält."
Klar, die Sprache ist wunderschön. Rilke war ein Meister. Aber manchmal habe ich das Gefühl, die Leute mögen das Gedicht mehr, weil es sich intellektuell anfühlt. Weil man so klug wirken kann, wenn man sagt: "Oh, ja, die tiefe Verzweiflung des Panthers spiegelt die...blablabla..."
Lasst uns ehrlich sein: Der Panther braucht ein Spielzeug!
Was ich wirklich meine: Manchmal sind die einfachsten Erklärungen die besten. Der Panther ist traurig, weil er in einem Käfig ist. Punkt. Gebt dem Tier ein Spielzeug! Eine Maus aus Stoff! Irgendetwas!
Und was ist mit der berühmten "Betäubung"? "Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf..." Klingt ziemlich dramatisch, oder? Aber vielleicht blinzelt der Panther einfach nur. Oder er hat Staub ins Auge bekommen. Katzen sind ja bekannt dafür.
Ein bisschen Humor muss sein
Ich liebe Rilke. Wirklich. Aber manchmal denke ich, wir sollten seine Gedichte nicht so ernst nehmen. Stell dir vor, er hätte einen Twitter-Account gehabt. Seine Tweets wären bestimmt superdepressiv. "Heute wieder in meinem Turm...alles ist so sinnlos... #Weltschmerz #Dichterleben".
Also, das nächste Mal, wenn du Der Panther liest, versuche es mal anders zu sehen. Vielleicht ist es nicht die tiefgründige Reflexion über die menschliche Existenz, die du erwartet hast. Vielleicht ist es einfach nur ein Gedicht über eine gelangweilte Katze. Und das ist auch okay.
Denn mal ehrlich, wer von uns war nicht schon mal ein bisschen wie der Panther? Gefangen in unserem eigenen Käfig, mit tausend Stäben, die uns vom Glück abhalten? Aber vielleicht brauchen wir auch nur ein Spielzeug. Oder ein Nickerchen. Oder einfach mal einen Tag ohne Internet.
Und hey, vielleicht hat Rilke das ja auch gewollt. Vielleicht hat er uns nur verarscht. Der alte Schlingel!
