Robert Billings Die Welle
Okay, Leute, mal ehrlich. Wir alle kennen Die Welle. Der Film, das Buch, vielleicht sogar das Theaterstück. Ein Experiment, das aus dem Ruder läuft. Faschismus im Klassenzimmer. Klingt dramatisch, oder?
Aber darf ich mal was sagen? Etwas, das vielleicht nicht jeder zugeben will? Ich glaube, Robert Billings tut mir ein bisschen leid. Ja, ich weiß. Verrückt, oder?
Der arme Robert
Klar, am Anfang ist Robert der absolute Loser. Der Außenseiter, den keiner mag. Er trägt komische Klamotten, meldet sich nie, und scheint einfach... unsichtbar. Wer von uns kennt das nicht, zumindest ein bisschen? Vielleicht nicht im krassen Robert-Billings-Ausmaß, aber trotzdem.
Dann kommt Die Welle. Und plötzlich? Robert blüht auf. Endlich gehört er dazu. Endlich ist er wer. Endlich hat er Freunde. Und hey, wer würde da nicht mitmachen? Ein bisschen Uniformität, ein bisschen Gruppenzwang... klingt vielleicht erstmal furchtbar, aber für jemanden wie Robert, der vorher komplett isoliert war, muss das ein Wahnsinnsgefühl gewesen sein.
Er war doch nur happy!
Ich weiß, ich weiß. Die Welle ist böse. Faschismus ist böse. Gehirnwäsche ist böse. Aber wenn man mal ehrlich ist, war Roberts Motivation wirklich so schlimm? Er wollte doch nur dazugehören. Er wollte Freunde. Er wollte akzeptiert werden. Sind das wirklich so verwerfliche Ziele?
Klar, er übertreibt es später. Er wird zum fanatischen Anhänger. Er ist bereit, für Die Welle alles zu tun. Aber hey, bedenkt doch mal, wo er herkommt! Er hat vorher nie Anerkennung bekommen. Jetzt bekommt er sie im Überfluss. Ist es wirklich so überraschend, dass er sich daran klammert?
Und dann kommt der Knall. Die Welle wird aufgelöst. Und Robert? Er fällt noch tiefer als vorher. Er hat alles verloren. Er ist wieder der Loser, der er vorher war. Nur noch schlimmer. Weil er jetzt weiß, was er verloren hat.
Unbeliebte Meinung
Also, hier meine unbeliebte Meinung: Robert Billings ist kein Bösewicht. Er ist ein Opfer. Ein Opfer seiner eigenen Unsicherheit, ein Opfer der Umstände, und vielleicht auch ein Opfer von Herrn Wengers Experiment. Er ist ein tragischer Charakter. Er ist der Beweis dafür, wie leicht man Menschen manipulieren kann, wenn sie sich einsam und verloren fühlen.
Ich sage nicht, dass sein Verhalten richtig war. Ich sage nur, dass ich ihn verstehe. Ein bisschen zumindest. Und vielleicht sollten wir alle ein bisschen mehr Mitgefühl für die Roberts da draußen haben. Denn wer weiß, was wir in seiner Situation tun würden?
Und mal ganz ehrlich, wer von uns hat nicht schon mal etwas Dummes getan, nur um dazuzugehören? Wer hat nicht schon mal seine Meinung geändert, um akzeptiert zu werden? Wer hat nicht schon mal gelogen, um cool zu sein? Wir alle haben unsere kleinen Wellen im Leben. Nur dass Roberts Welle ein bisschen größer und dramatischer war.
Also, das nächste Mal, wenn ihr Die Welle seht oder lest, denkt mal an Robert Billings. Vielleicht seht ihr ihn dann in einem anderen Licht. Vielleicht seht ihr dann nicht nur den fanatischen Anhänger, sondern auch den einsamen Jungen, der einfach nur Freunde wollte.
Und vielleicht, ganz vielleicht, habt ihr dann ein bisschen mehr Mitgefühl für ihn. Denn am Ende sind wir doch alle ein bisschen wie Robert Billings. Nur eben nicht ganz so extrem.
Oder was meint ihr?
"Macht durch Disziplin! Macht durch Gemeinschaft! Macht durch Handeln!"Neee, Spaß! Aber denkt mal drüber nach. 😉
