Roller Säuft Ab Wenn Er Kalt Ist
Kennst du das? Du stehst draußen, die Sonne lacht (oder eben auch nicht, ist ja egal!), du willst mit deinem geliebten Roller eine Runde drehen. Du freust dich schon auf den Wind in den Haaren (oder unter dem Helm!). Du drehst den Schlüssel, drückst den Startknopf… und… NIX. Rein gar nix. Oder schlimmer: Er orgelt und röchelt, spuckt und knattert, aber will einfach nicht anspringen. Der Roller säuft ab wenn er kalt ist! Ein Drama, das jeder Rollerfahrer nur zu gut kennt!
Es ist wie mit dem Montagmorgen-Syndrom, nur eben für deinen Roller. Er scheint einfach keinen Bock zu haben, aus dem kuscheligen Winterschlaf aufzuwachen. Er erinnert mich immer an meinen Kater Fritz, der auch erst nach einer halben Stunde intensivem Streicheln und einer ganzen Dose Thunfisch gnädig bereit ist, sich zu bewegen. Nur dass der Roller halt keinen Thunfisch mag. (Zumindest hab ich das noch nicht ausprobiert…)
Das Gemeine ist ja: Wenn er dann mal läuft, dann läuft er! Dann ist er wie verwandelt, schnurrt wie ein Kätzchen und flitzt wie ein Wiesel. Aber bis dahin… das ist der pure Nervenkitzel. Manchmal habe ich das Gefühl, mein Roller will mich einfach nur ärgern. So nach dem Motto: "Mal sehen, wie lange du brauchst, bis du mich angekriegt hast, du armer Wicht!"
Die Leiden des jungen Rollers… und des älteren auch!
Es gibt verschiedene Strategien, um den widerspenstigen Roller zu überlisten. Manche schwören auf den Kickstarter. Das ist dann wie ein kleines Workout am frühen Morgen. Du trittst und trittst, bis du rote Wangen hast und denkst, du hast gerade ein Marathon gewonnen. Und dann… vielleicht springt er an. Vielleicht aber auch nicht. Es ist wie russisches Roulette, nur eben mit mehr Beinmuskulatur.
Andere versuchen es mit sanfter Gewalt. Sie geben ein bisschen Gas, während sie den Startknopf drücken, so nach dem Motto: "Komm schon, ein bisschen Motivation, du schaffst das!" Das kann aber auch nach hinten losgehen und den Roller erst recht absaufen lassen. Dann riecht es nach Benzin und Verzweiflung. Eine explosive Mischung!
Die Geheimnisse der Roller-Flüsterer
Ich habe im Laufe der Jahre gelernt: Geduld ist eine Tugend. Gerade beim kalten Roller. Manchmal hilft es, einfach ein paar Minuten zu warten, bevor man den nächsten Startversuch unternimmt. Sozusagen den Roller in Ruhe lassen, damit er sich sammeln kann. Klingt komisch, funktioniert aber manchmal wirklich.
Und dann gibt es noch die ganz harten Fälle. Die Roller, die einfach beschlossen haben, dass sie heute nicht fahren wollen. Da hilft dann nur noch der Anruf beim Pannendienst. Aber selbst dann ist es oft so: Kaum ist der freundliche Herr vom Pannendienst da, springt der Roller an wie ein junger Gott. Als wollte er sagen: "Hab dich doch nur veräppelt!"
Ich glaube, Roller haben eine Seele. Und manchmal ist diese Seele einfach ein bisschen… eigenwillig. Aber genau das macht sie ja auch so liebenswert. Stell dir vor, alle Roller würden immer sofort anspringen. Wäre ja langweilig! Wo bliebe denn da die Spannung, die Herausforderung, das kleine Abenteuer am Morgen?
Also, liebe Roller-Fahrer da draußen: Lasst euch nicht entmutigen, wenn euer Roller mal wieder absäuft wenn er kalt ist. Bleibt geduldig, probiert verschiedene Tricks aus und gebt nicht auf! Irgendwann schnurrt er wieder wie ein Kätzchen und bringt euch sicher ans Ziel. Und wenn nicht, dann habt ihr zumindest eine gute Geschichte zu erzählen.
Und denkt dran: Es gibt Schlimmeres, als einen Roller, der nicht anspringt. Zum Beispiel einen Kater, der keine Thunfisch mag. Das wäre wirklich eine Katastrophe! (Verzeiht den schlechten Witz, aber ich musste ihn einfach loswerden.)
