Romeo And Juliet Quotations
Romeo und Julia. Alle kennen die Geschichte. Zwei Familien im Streit, zwei junge Leute, die sich unsterblich verlieben, und ein tragisches Ende. Aber habt ihr euch jemals wirklich die Zitate angeschaut? Da steckt mehr drin, als man denkt! Lasst uns mal ein bisschen in Shakespeares berühmteste Zeilen eintauchen – aber ohne den ganzen Schulbuch-Kram.
Liebe auf den ersten Blick... oder doch nur Hormone?
Eines der berühmtesten Zitate ist natürlich: "O Romeo, Romeo! wherefore art thou Romeo?" Julia fragt sich hier nicht, *wo* Romeo ist, sondern *warum* er Romeo ist – also warum er ausgerechnet ein Montague sein muss, aus der verfeindeten Familie. Stellt euch vor, ihr verliebt euch in jemanden, der der Cousin eures Erzfeindes ist! Richtig blöd, oder? Und ganz ehrlich, ist das nicht auch ein bisschen albern? "Warum musst du denn gerade *du* sein?" Klingt fast wie ein Teenager-Drama heute.
Aber was sagt Romeo dazu?
Romeo selbst haut auch ein paar Kracher raus. Direkt am Anfang, bevor er Julia überhaupt kennt, ist er total verknallt in Rosaline. Und er jammert: "Feather of lead, bright smoke, cold fire, sick health!" – "Bleierne Feder, heller Rauch, kaltes Feuer, kranke Gesundheit!" Hä? Klingt, als hätte Shakespeare einfach ein paar Gegensätze zusammengewürfelt, um zu zeigen, wie unglücklich Romeo ist. Irgendwie lustig, wie dramatisch er ist, obwohl er Rosaline wahrscheinlich nur von Weitem gesehen hat. So verliebt man sich heutzutage ja auch manchmal... in ein Instagram-Profil.
Später, nachdem er Julia getroffen hat, klingt er schon etwas überzeugender. Nach ihrem ersten Kuss sagt er: "Thus from my lips, by thine, my sin is purged." – "So wird von meinen Lippen, durch deine, meine Sünde getilgt." Ok, Romeo, ganz ruhig! Es war nur ein Kuss! Aber es zeigt, wie überwältigt er ist. Für ihn ist Julia die absolute Erlösung. Klar, mit 16 ist man halt manchmal etwas... überschwänglich.
Mehr als nur Liebesschnulz
Romeo und Julia ist natürlich nicht nur rosarote Brille. Da geht es auch um Familie, Freundschaft und Gewalt. Mercutio, Romeos bester Freund, ist derjenige, der die ganze Sache etwas auf den Boden der Tatsachen holt. Er ist witzig, schlagfertig und nimmt das Ganze nicht so ernst. Sein berühmtes "A plague o' both your houses!" – "Ein Fluch über eure beiden Häuser!" – kurz bevor er stirbt, ist der eigentliche Kern des Stücks. Er verflucht den sinnlosen Hass, der alles kaputt macht.
Auch Julias Amme bringt etwas Humor in die Tragödie. Sie ist zwar geschwätzig und manchmal etwas peinlich, aber sie liebt Julia wie ihre eigene Tochter. Ihre Gespräche sind oft sehr direkt und bodenständig, ganz im Gegensatz zu den hochtrabenden Worten der Liebenden. Wenn Julia sie um Rat fragt, bekommt sie ehrliche, wenn auch nicht immer hilfreiche Antworten.
Die Tragödie... und was wir daraus lernen können
Am Ende stirbt natürlich alles und jeder, der wichtig ist. Romeo bringt sich um, weil er denkt, Julia sei tot. Julia wacht auf und bringt sich dann auch um, weil Romeo tot ist. Super tragisch. Aber warum ist das Stück trotzdem so beliebt? Vielleicht, weil es uns zeigt, wie zerstörerisch Hass und Vorurteile sein können. Vielleicht, weil es uns daran erinnert, wie wertvoll Liebe und Freundschaft sind. Oder vielleicht auch, weil es einfach eine verdammt gute Geschichte ist, mit tollen Zitaten, die man immer wieder neu entdecken kann.
"For never was a story of more woe Than this of Juliet and her Romeo."
Dieses letzte Zitat, gesprochen vom Prinzen von Verona, fasst alles zusammen. Es ist eine Geschichte voller Leid und Schmerz. Aber es ist auch eine Geschichte, die uns berührt und zum Nachdenken anregt. Also, schnappt euch mal wieder Romeo und Julia und lest es mit neuen Augen. Vielleicht findet ihr ja noch ein paar Zitate, die euch zum Lachen, zum Weinen oder einfach nur zum Nachdenken bringen.
