Romeo And Juliet Textbook
Okay, mal ehrlich. Wer von uns hat Romeo und Julia wirklich geliebt, als wir es in der Schule lesen mussten?
Das Textbook-Trauma
Erinnerst du dich? Dickes, schweres Deutschbuch. Grauer Einband. Die Seiten rochen nach muffigem Papier und dem Leid unzähliger Schülergenerationen vor dir.
Und dann: Shakespeare. Auf Deutsch. Übersetzt von irgendjemandem, der offensichtlich noch nie eine Party besucht hat. Die Dialoge klangen, als hätte man sie aus einem alten Kirchenlied geklaut.
Die Figuren: Pappkameraden mit tragischem Ende
Romeo? Ein pickliger Teenager, der sich alle fünf Minuten neu verliebt. Julia? Ein verwöhntes Gör, das nicht bis zum 18. Geburtstag warten kann. Sorry, aber so hab ich sie gesehen!
Und Mercutio? Der Einzige, der witzig war. Aber natürlich musste er sterben. Warum auch nicht? Tragödie und so.
Die Eltern? Streitsüchtig und unfähig, auch nur ein bisschen Empathie zu zeigen. Typisch halt. Aber sind wir ehrlich, haben wir denen wirklich zugehört, als sie über Familienehre geschwafelt haben?
Die Sprache: Ein Minenfeld aus Konjunktiv
Wer hat sich denn diesen Satzbau ausgedacht? Und all diese "würde", "hätte", "wäre"... Mein Gehirn hat sich beim Lesen komplett verknotet.
Ganz ehrlich, ich glaube, ich habe mehr Zeit damit verbracht, die Grammatik zu entziffern, als die eigentliche Geschichte zu verstehen.
Und dann diese endlosen Fußnoten. Wer braucht bitte eine Fußnote, um zu erklären, was "ein Dolch" ist?
Die Interpretation: Mehr Psychoanalyse als Drama
Unser Deutschlehrer (oder unsere Deutschlehrerin) hat versucht, uns die tieferen, symbolischen Bedeutungsebenen zu erklären. Irgendwas mit Generationskonflikten und der Unfähigkeit, miteinander zu kommunizieren.
Klar. Das ist ja auch viel spannender als die simple Tatsache, dass zwei Teenager dumm genug waren, sich umzubringen, weil sie nicht auf ihre Freunde gehört haben.
Sorry, aber ich bleibe dabei: Overhyped.
Versteht mich nicht falsch. Ich finde Shakespeare toll. Aber Romeo und Julia im Deutschbuch? Das war Folter. Reine Folter.
Das Happy End... oder eben nicht
Das Ende kennen wir alle. Doppelselbstmord. Herzschmerz. Tränen. (Und wahrscheinlich auch eine schlechte Note im Deutschunterricht.)
Aber mal ehrlich: Hätte man das nicht alles verhindern können? Ein bisschen mehr Kommunikation, ein bisschen weniger Drama? Ein WhatsApp-Chat, statt einem Geheimtreffen auf dem Balkon?
Vielleicht bin ich einfach nur ein hoffnungsloser Zyniker. Aber ich glaube, Romeo und Julia wäre ein viel besseres Stück, wenn es eine Komödie wäre.
Oder zumindest, wenn es nicht im Deutschbuch stehen würde.
Die Moral von der Geschicht'
Also, was lernen wir daraus? Wahrscheinlich nichts. Außer, dass Klassiker nicht immer gleichbedeutend mit guter Unterhaltung sind.
Und dass es völlig okay ist, Romeo und Julia im Deutschbuch zu hassen. Du bist nicht allein!
Vielleicht sollten wir einfach alle Hamlet lesen. Da stirbt wenigstens die halbe Besetzung in einem Duell. Das ist wenigstens ein bisschen unterhaltsamer.
Oder noch besser: Wir schauen uns einfach den Film an. Mit Leonardo DiCaprio. Da sind wenigstens die Kostüme schön.
Und die Musik ist besser. Definitiv besser.
Also, wer hat auch noch Romeo und Julia gehasst? Hand hoch!
