Schwarz Vor Den Augen Beim Aufstehen
Willkommen! Bist du gerade in Deutschland angekommen oder planst einen längeren Aufenthalt? Dann hast du vielleicht schon einige der hiesigen Eigenheiten kennengelernt. Eine, die man vielleicht nicht gleich mit Deutschland in Verbindung bringt, aber durchaus vorkommen kann, ist das Phänomen, wenn einem beim schnellen Aufstehen kurzzeitig schwarz vor Augen wird. Keine Sorge, du bist damit nicht allein! In diesem Artikel erklären wir dir, was dahinter steckt, warum es besonders in Deutschland vorkommen kann und was du dagegen tun kannst, damit dein Aufenthalt hier unbeschwert bleibt.
Was bedeutet "Schwarz vor Augen beim Aufstehen"?
Der medizinische Fachbegriff für "Schwarz vor Augen beim Aufstehen" ist orthostatische Hypotonie, manchmal auch als posturale Hypotonie bezeichnet. Kurz gesagt, bedeutet es, dass dein Blutdruck kurzzeitig abfällt, wenn du von einer liegenden oder sitzenden Position schnell aufstehst. Das führt dazu, dass das Gehirn für einen kurzen Moment nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, was sich durch Schwindel, Benommenheit und eben das Gefühl, "schwarz vor Augen" zu sehen, äußern kann.
Stell dir vor, dein Blut ist wie ein Fluss, der dein Gehirn mit Sauerstoff versorgt. Wenn du liegst oder sitzt, fließt dieser Fluss relativ ungehindert. Beim Aufstehen muss dein Körper plötzlich gegen die Schwerkraft ankämpfen, um das Blut nach oben zum Gehirn zu pumpen. Wenn dieser Mechanismus nicht schnell genug funktioniert, kommt es zu einer kurzzeitigen "Durststrecke" im Gehirn, die die genannten Symptome verursacht.
Warum passiert das? Die Ursachen der orthostatischen Hypotonie
Es gibt verschiedene Gründe, warum es zu orthostatischer Hypotonie kommen kann. Einige sind harmlos und vorübergehend, andere können auf zugrunde liegende Gesundheitsprobleme hinweisen:
Häufige Ursachen:
- Flüssigkeitsmangel: Das ist einer der häufigsten Gründe, besonders in den Sommermonaten oder nach sportlicher Betätigung. Wenn du nicht genug trinkst, ist dein Blutvolumen geringer, was es dem Körper erschwert, den Blutdruck beim Aufstehen aufrechtzuerhalten.
- Langes Liegen oder Sitzen: Nach längerer Inaktivität sind die Blutgefäße weniger elastisch und reagieren langsamer auf die veränderte Körperhaltung.
- Schnelles Aufstehen: Je schneller du aufstehst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Körper nicht schnell genug reagieren kann.
- Hitze: Hohe Temperaturen erweitern die Blutgefäße, was den Blutdruck senken kann. Das erklärt, warum das Problem im Sommer häufiger auftritt.
- Alkohol: Alkohol wirkt gefäßerweiternd und dehydrierend, was beides den Blutdruck senken kann.
- Bestimmte Medikamente: Einige Medikamente, wie z.B. Blutdrucksenker, Diuretika (Entwässerungstabletten), Antidepressiva und bestimmte Schmerzmittel, können als Nebenwirkung orthostatische Hypotonie verursachen.
Weniger häufige, aber ernstere Ursachen:
- Herzerkrankungen: Bestimmte Herzerkrankungen können die Fähigkeit des Herzens beeinträchtigen, ausreichend Blut zu pumpen.
- Neurologische Erkrankungen: Erkrankungen wie Parkinson oder Multiple Sklerose können das autonome Nervensystem beeinträchtigen, das den Blutdruck reguliert.
- Endokrine Störungen: Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenprobleme können ebenfalls zu orthostatischer Hypotonie führen.
- Anämie (Blutarmut): Ein Mangel an roten Blutkörperchen kann zu einer unzureichenden Sauerstoffversorgung des Gehirns führen.
Warum passiert das vielleicht gerade in Deutschland häufiger?
Auch wenn orthostatische Hypotonie kein spezifisch deutsches Problem ist, gibt es einige Faktoren, die während eines Aufenthalts in Deutschland dazu beitragen könnten:
- Neue Umgebung: Reisen und die Anpassung an eine neue Umgebung können Stress verursachen, der sich auf den Blutdruck auswirken kann.
- Veränderte Ernährung: Wenn du dich anders ernährst als gewohnt, kann das deinen Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt beeinflussen. Vielleicht trinkst du weniger Wasser oder isst weniger salzhaltige Speisen, was den Blutdruck senken kann.
- Jetlag: Jetlag kann den Schlafrhythmus stören und sich negativ auf das autonome Nervensystem auswirken.
- Alkoholgenuss: Deutsche Weine und Biere sind bekannt und beliebt. Ein erhöhter Alkoholkonsum, besonders bei ungewohnter Menge, kann die Symptome verstärken. Viele Touristen probieren gerne die lokalen Spezialitäten, was zu Dehydration beitragen kann.
- Medikamente: Möglicherweise benötigst du in Deutschland Medikamente, die du zu Hause nicht einnimmst. Informiere dich immer über mögliche Nebenwirkungen.
Was kannst du tun, wenn dir schwarz vor Augen wird?
Die gute Nachricht ist, dass orthostatische Hypotonie in den meisten Fällen harmlos ist und sich leicht behandeln lässt. Hier sind einige Tipps, was du tun kannst, wenn dir beim Aufstehen schwarz vor Augen wird:
Sofortmaßnahmen:
- Hinsetzen oder hinlegen: Das Wichtigste ist, nicht hinzufallen! Setz dich sofort wieder hin oder leg dich hin, bis die Symptome abklingen.
- Beine hochlegen: Das Hochlegen der Beine fördert den Blutfluss zum Gehirn.
- Tief durchatmen: Tiefe Atemzüge können helfen, den Blutdruck zu stabilisieren.
Vorbeugende Maßnahmen:
- Ausreichend trinken: Trink über den Tag verteilt ausreichend Wasser. Die empfohlene Menge beträgt etwa 2-3 Liter pro Tag, besonders bei warmem Wetter oder sportlicher Aktivität. Achte besonders auf ausreichend Flüssigkeit, wenn du alkoholische Getränke konsumierst.
- Langsam aufstehen: Vermeide es, ruckartig aufzustehen. Setz dich zunächst kurz auf die Bettkante oder den Stuhl und warte einen Moment, bevor du ganz aufstehst.
- Regelmäßige Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität kann die Durchblutung verbessern und die Blutgefäße elastischer machen.
- Stützstrümpfe tragen: Stützstrümpfe können helfen, den Blutdruck in den Beinen zu erhöhen und so den Blutfluss zum Gehirn zu verbessern.
- Salzzufuhr erhöhen: In Absprache mit deinem Arzt kann eine erhöhte Salzzufuhr helfen, den Blutdruck zu stabilisieren.
- Vermeide langes Stehen: Wenn du lange stehen musst, versuche, dich regelmäßig zu bewegen oder die Beine abwechselnd zu belasten.
- Alkohol in Maßen genießen: Genieße deutsche Weine und Biere in Maßen und trinke ausreichend Wasser dazu.
- Medikamente überprüfen: Sprich mit deinem Arzt über deine Medikamente, um festzustellen, ob sie orthostatische Hypotonie verursachen könnten.
Wann solltest du einen Arzt aufsuchen?
In den meisten Fällen ist orthostatische Hypotonie harmlos und vorübergehend. Es gibt jedoch Situationen, in denen du einen Arzt aufsuchen solltest:
- Häufige oder schwere Episoden: Wenn dir regelmäßig schwarz vor Augen wird oder die Symptome sehr stark sind.
- Begleitsymptome: Wenn du zusätzlich zu den typischen Symptomen wie Schwindel und Benommenheit auch Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Ohnmacht oder Sehstörungen hast.
- Bekannte Grunderkrankungen: Wenn du bereits an einer Herzerkrankung, einer neurologischen Erkrankung oder einer anderen Erkrankung leidest, die orthostatische Hypotonie verursachen könnte.
- Unklare Ursache: Wenn du dir unsicher bist, was die Ursache für deine Beschwerden ist.
Ein Arzt kann deine Symptome abklären, die Ursache feststellen und eine geeignete Behandlung empfehlen.
Fazit
Schwarz vor Augen beim Aufstehen kann unangenehm sein, ist aber in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Mit den oben genannten Tipps kannst du die Symptome lindern und vorbeugen. Achte auf ausreichend Flüssigkeit, steh langsam auf und vermeide übermäßigen Alkoholkonsum. Wenn du jedoch häufig oder schwere Episoden hast oder dir unsicher bist, solltest du einen Arzt aufsuchen. Wir hoffen, dieser Artikel hat dir geholfen, das Phänomen besser zu verstehen, damit du deinen Aufenthalt in Deutschland unbeschwert genießen kannst! Genieße deine Zeit hier!
Prost! Und denk dran: Trinke genug Wasser!
