Schwarze Katze Von Rechts Nach Links
Hallo, liebe Reisefreunde! Ich bin's, eure Katja, und heute nehme ich euch mit auf eine ganz besondere Reise – eine, die ich selbst vor Kurzem unternommen habe und die mich restlos begeistert hat. Es geht um die "Schwarze Katze von Rechts nach Links", eine Tour, die sich so geheimnisvoll und verlockend anhört, wie sie tatsächlich ist. Aber keine Sorge, es ist keine Begegnung mit magischen Wesen (obwohl die Landschaft manchmal danach aussieht!), sondern eine Wanderung durch eines der schönsten Weinbaugebiete Deutschlands: die Mosel.
Ich war schon oft an der Mosel, habe die steilen Weinberge bewundert und natürlich den köstlichen Riesling genossen. Aber diese Tour, die mich von einem Ende der berühmten Weinlage "Zeller Schwarze Katz" zum anderen führte, hat mir die Region von einer ganz neuen Seite gezeigt. Und ich möchte euch unbedingt davon erzählen, damit auch ihr diese faszinierende Erfahrung machen könnt.
Die "Schwarze Katz": Mehr als nur ein Etikett
Bevor wir loslegen, ein kleiner Exkurs zur Namensgebung. Die "Zeller Schwarze Katz" ist weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt – ein Synonym für exzellenten Moselwein. Aber woher kommt dieser ungewöhnliche Name? Nun, die Legende besagt, dass im Mittelalter die Zeller Bürger Angst hatten, dass ihre besten Weinfässer von Fremden gestohlen werden könnten. Eines Tages soll sich eine schwarze Katze auf eines der Fässer gesetzt und es so vehement verteidigt haben, dass die Diebe es aufgaben. Seitdem gilt die Katze als Schutzpatronin des Weins und die Lage trägt ihren Namen.
Ihr werdet die Katze übrigens überall in Zell (Mosel) finden: als Statue, als Souvenir, als Logo auf Weinflaschen. Sie ist allgegenwärtig und gehört einfach dazu.
Die Wanderung beginnt: Zell an der Mosel
Unsere Tour startet im Herzen von Zell, einem malerischen Städtchen mit Fachwerkhäusern, verwinkelten Gassen und natürlich jeder Menge Weinstuben. Bevor es richtig losgeht, solltet ihr euch unbedingt Zeit nehmen, durch die Altstadt zu bummeln und die Atmosphäre aufzusaugen. Ein kleiner Tipp: Besucht das Heimatmuseum, um noch mehr über die Geschichte der Stadt und des Weinbaus zu erfahren.
Der offizielle Startpunkt der Wanderung ist gut ausgeschildert und leicht zu finden. Folgt einfach den Schildern mit der schwarzen Katze! Zuerst geht es gemächlich durch die Weinberge bergauf. Der Weg ist gut befestigt, aber festes Schuhwerk ist trotzdem empfehlenswert. Und vergesst nicht, ausreichend Wasser und vielleicht ein kleines Picknick einzupacken. Die Aussicht, die sich euch bietet, ist einfach atemberaubend!
Steile Hänge, sanfte Hügel und ein Panoramablick
Der Weg schlängelt sich durch die steilen Weinberge der "Schwarzen Katz". Ihr werdet beeindruckt sein, wie die Rebstöcke hier angeordnet sind, oft in schwindelerregender Höhe. Man kann sich kaum vorstellen, wie viel Arbeit in jedem einzelnen Tropfen Wein steckt, der hier produziert wird. Die Landschaft ist geprägt von steilen Hängen, sanften Hügeln und immer wieder von traumhaften Panoramablicken auf die Mosel und die umliegenden Orte.
Immer wieder gibt es kleine Rastplätze, an denen ihr eine Pause einlegen und die Aussicht genießen könnt. Nutzt diese Gelegenheit unbedingt! Hier könnt ihr die Seele baumeln lassen und die Ruhe der Natur auf euch wirken lassen.
Ein besonderes Highlight ist der Aussichtspunkt "Collis Turm". Der Turm bietet einen 360-Grad-Blick über das gesamte Moseltal. Bei gutem Wetter könnt ihr bis nach Traben-Trarbach und Bernkastel-Kues sehen. Der Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall!
Von Rechts nach Links: Das Ziel im Blick
Die Wanderung führt euch, wie der Name schon sagt, einmal quer durch die Weinlage "Schwarze Katz". Es ist ein stetiges Auf und Ab, aber die Anstrengung wird immer wieder mit neuen, wunderschönen Ausblicken belohnt. Der Weg ist abwechslungsreich und führt durch Weinberge, Waldstücke und kleine Ortschaften.
Unterwegs werdet ihr immer wieder auf Weingüter und Straußwirtschaften stoßen. Hier könnt ihr eine Weinprobe machen und euch von der Qualität der Weine selbst überzeugen. Lasst euch von den Winzern beraten und probiert verschiedene Sorten. Ihr werdet überrascht sein, wie vielfältig der Moselwein ist!
Ich persönlich habe in einer kleinen Straußwirtschaft gehalten und einen herrlich kühlen Riesling genossen. Dazu gab es ein deftiges Stück Speckbrot – einfach perfekt! Es war die perfekte Stärkung für den restlichen Weg.
Das Ende der Reise: Zufrieden und voller Eindrücke
Nach etwa 10 Kilometern erreicht ihr das Ende der Tour. Ihr werdet wahrscheinlich müde, aber auch voller neuer Eindrücke sein. Die "Schwarze Katze von Rechts nach Links" ist mehr als nur eine Wanderung – sie ist eine Reise durch eine faszinierende Landschaft, eine Begegnung mit der Geschichte und Kultur der Mosel und ein Fest für die Sinne.
Am Ende der Tour könnt ihr entweder mit dem Bus zurück nach Zell fahren oder ihr lauft den Weg zurück (was aber etwas anstrengend ist). Alternativ könnt ihr euch auch ein Taxi rufen.
Meine Empfehlungen für eure Tour
- Festes Schuhwerk: Der Weg ist zwar gut befestigt, aber festes Schuhwerk ist trotzdem wichtig.
- Ausreichend Wasser und Proviant: Es gibt unterwegs zwar Einkehrmöglichkeiten, aber es ist immer gut, etwas Eigenes dabei zu haben.
- Sonnenschutz: In den Weinbergen kann es sehr sonnig sein. Denkt an Sonnencreme, Sonnenhut und eine Sonnenbrille.
- Kamera: Die Landschaft ist einfach zu schön, um sie nicht festzuhalten.
- Zeit: Plant ausreichend Zeit für die Wanderung ein. So könnt ihr die Aussicht und die Atmosphäre in Ruhe genießen.
Mein Fazit: Die "Schwarze Katze von Rechts nach Links" ist eine unvergessliche Erfahrung, die ich jedem empfehlen kann, der die Mosel von einer neuen Seite kennenlernen möchte. Die Wanderung ist zwar etwas anstrengend, aber die wunderschöne Landschaft und die vielen Eindrücke entschädigen für jede Mühe. Also, packt eure Wanderschuhe ein und macht euch auf den Weg! Ihr werdet es nicht bereuen.
Ich hoffe, mein Bericht hat euch gefallen und inspiriert. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr mir gerne einen Kommentar hinterlassen. Und vergesst nicht: Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken! Prost!
