Sein Bestimmt Das Bewusstsein
Okay, hört mal zu. Ich habe da so eine...Theorie. Eine leicht unpopuläre Theorie, muss ich zugeben. Aber ich glaube, sie ist wahr. Und zwar: Sein Bestimmt Das Bewusstsein. Bäm!
Moment mal, was?!
Ja, genau das. Nicht andersrum! Wir hören immer, das Bewusstsein formt unser Sein, oder? Wir denken, fühlen, und DANN handeln wir. Aber was, wenn das alles Quatsch ist?
Was, wenn das, was wir tun, was wir besitzen, was wir erleben, tatsächlich unsere Gedanken und Gefühle formt? Ich weiß, ich weiß, klingt verrückt. Aber bleibt dran!
Denkt mal an euer Auto
Nein, wirklich. Denkt an euer Auto. Oder euer Fahrrad. Oder eure abgenutzten Sneaker. Habt ihr die gekauft, weil ihr *schon immer* so ein Sneaker-Typ wart? Oder habt ihr sie gekauft, weil sie im Angebot waren und bequem aussahen? Und jetzt, wo ihr sie tragt, *seid* ihr plötzlich dieser "entspannte, sportliche Typ"?
Ich wette, bei vielen ist es Letzteres. Wir passen uns an unsere Umgebung an. Und unsere Umgebung wird oft durch Entscheidungen bestimmt, die wir aus praktischen Gründen treffen. "Oh, dieser Job ist näher an meiner Wohnung." Zack! Plötzlich seid ihr ein "fleißiger Pendler" und nicht mehr der "träumerische Künstler", der ihr eigentlich mal sein wolltet.
Oder das verhasste Büro
Habt ihr euren Job gewählt, weil er euch im tiefsten Inneren glücklich macht? Oder weil er ein gutes Gehalt bietet? Seien wir ehrlich, oft ist es das Gehalt. Und dann? Dann gewöhnen wir uns an den Anzug, die Meetings, die Kaffeepause mit den Kollegen, über die wir uns insgeheim lustig machen. Und schwupps, wir *werden* zum Büromenschen, obwohl wir uns innerlich sträuben.
Und das, meine Freunde, ist, was ich meine mit: Sein Bestimmt Das Bewusstsein. Unser Sein, unsere äußeren Umstände, formen unser Bewusstsein. Wir rationalisieren unsere Entscheidungen im Nachhinein. Wir erzählen uns selbst Geschichten, die zu unserem aktuellen Leben passen.
Aber was ist mit freiem Willen?!
Ja, ja, der freie Wille. Das große Mysterium. Ich sage nicht, dass er nicht existiert. Aber vielleicht ist er nicht so frei, wie wir denken. Vielleicht ist er eher ein "freier Wille light". Ein kleiner Spielraum, in dem wir uns innerhalb der Grenzen unseres Seins bewegen können.
Wir können uns entscheiden, statt Kaffee Tee zu trinken. Aber wir können uns nicht einfach entscheiden, Milliardär zu sein (es sei denn, wir gewinnen im Lotto, aber das ist ja wieder Glück, also Sein bestimmt Bewusstsein! Ha!).
"Der Mensch ist, was er isst." - Ludwig Feuerbach.
Denkt darüber nach! Feuerbach war schon nah dran. Aber ich würde es noch weiter treiben: Der Mensch ist, was er *tut*. Was er besitzt. Was er erlebt. All das formt, wie er denkt und fühlt.
Also, was tun mit dieser Erkenntnis?
Nun, erst mal: Nicht in Panik geraten! Es ist okay, wenn euer Leben nicht perfekt geplant und durchdacht ist. Niemandes Leben ist das. Akzeptiert, dass ihr von euren Umständen beeinflusst werdet. Das ist menschlich.
Aber dann: Nutzt diese Erkenntnis! Wenn ihr unglücklich seid, ändert euer Sein. Ändert eure Umgebung. Ändert eure Gewohnheiten. Ändert euren Job. Ändert eure Sneaker! Fangt klein an, aber fangt an.
Denn wenn Sein tatsächlich das Bewusstsein bestimmt, dann habt ihr mehr Macht, als ihr denkt. Ihr könnt euer Leben bewusst gestalten. Ihr könnt euch *selbst* formen, indem ihr eure äußeren Umstände verändert.
Und vielleicht, nur vielleicht, werdet ihr dann zu dem "träumerischen Künstler", der ihr schon immer sein wolltet. Oder zum "abenteuerlustigen Weltenbummler". Oder zum "glücklichen Besitzer einer Sneaker-Sammlung". Wer weiß? Die Möglichkeiten sind endlos, wenn wir erkennen, dass unser Sein unser Bewusstsein formt. Also, los geht's! Ändern wir unser Sein und werden wir, wer wir sein wollen!
