Shakespeare Poetry About Love
Okay, Shakespeare und Liebe – klingt erstmal nach trockenem Schulstoff, oder? Denkste! Vergesst kurz die komplizierten Interpretationen und den ganzen „Dichterschmock“. Lasst uns mal eintauchen in die ziemlich verrückte, überraschend moderne und manchmal sogar total alberne Welt der Shakespeare-Liebesgedichte.
Shakespeare war nämlich nicht nur ein Typ mit Feder und Tinte, der irgendwelche hochgestochenen Sachen schrieb. Er war ein Beobachter. Einer, der sich die Menschen genau angesehen hat, besonders wenn es um die Liebe ging. Und das, was er da gesehen hat, war oft... nun ja, sagen wir mal, nicht immer so romantisch-kitschig, wie man sich das vielleicht vorstellt.
Liebe ist... kompliziert!
Shakespeare wusste nämlich ganz genau: Liebe ist ein verdammtes Chaos. Ein Durcheinander aus Gefühlen, Hoffnungen, Ängsten und jede Menge Missverständnissen. Er hat das nicht beschönigt. Seine Liebesgedichte sind voll von Leuten, die sich verknallen, obwohl sie es besser wissen sollten, die eifersüchtig sind, die betrogen werden, die sich streiten und versöhnen und sich dann wieder streiten. Kurz gesagt: Das volle Programm!
Nehmen wir mal seine Sonette. Die sind berühmt, klar. Aber habt ihr euch mal wirklich reingelesen? Da geht es um unerwiderte Liebe, um Begehren, um die Angst vor dem Altern und um die Frage, ob Liebe überhaupt ewig halten kann. Und manchmal, ganz ehrlich, klingen die Sonette auch ein bisschen wie ein verzweifelter Hilfeschrei. So à la: "Ich bin total verliebt, aber ich hab keine Ahnung, was ich tun soll!" Kennt man, oder?
Der "Dark Lady" Twist
Besonders spannend (und ein bisschen skandalös) ist die Geschichte der "Dark Lady". In einigen von Shakespeares Sonetten taucht eine geheimnisvolle Frau auf, die anders ist als die typischen Schönheitsideale der damaligen Zeit. Sie ist düsterer, leidenschaftlicher, vielleicht sogar ein bisschen gefährlich. Und Shakespeare ist total von ihr fasziniert, obwohl er weiß, dass sie ihm nicht guttut. Das ist wie in einem schlechten Liebesfilm, den man trotzdem immer wieder anschaut. Man weiß, es ist Quatsch, aber man kann einfach nicht wegschauen!
Liebe ist... lustig!
Aber keine Sorge, Shakespeare war nicht nur der Meister des Herzschmerzes. Er hatte auch einen ziemlich guten Sinn für Humor. Und den hat er auch in seinen Liebesgedichten immer wieder durchblitzen lassen. Da gibt es Wortspiele, ironische Bemerkungen und Situationen, die einfach nur zum Lachen sind.
Denkt mal an "Was ihr wollt" ("Twelfth Night"). Eine Komödie voller Verwechslungen, Verkleidungen und unerwarteter Liebschaften. Da verlieben sich Leute in die falschen Personen, halten sich für jemand anderen und machen sich dabei komplett zum Affen. Und genau das macht es so lustig! Shakespeare zeigt uns, dass Liebe manchmal einfach nur ein großes Durcheinander ist, über das man am besten lachen sollte.
Oder die Szene in "Ein Sommernachtstraum", in der Zettel (Bottom), der Weber, durch einen Zauber in einen Esel verwandelt wird und dann von der Elfenkönigin Titania begehrt wird. Sorry, aber das ist einfach nur absurd und zum Schreien komisch! Shakespeare nimmt die Liebe hier nicht so ernst. Er spielt mit ihr, er verdreht sie und er zeigt uns, dass sie manchmal einfach nur dumm ist. Und dass das okay ist.
Liebe ist... überraschend modern!
Was Shakespeares Liebesgedichte so zeitlos macht, ist, dass sie Themen ansprechen, die auch heute noch relevant sind. Es geht um Selbstliebe, um Akzeptanz, um die Frage, was Liebe überhaupt bedeutet. Und Shakespeare gibt uns keine einfachen Antworten. Er stellt Fragen, er regt zum Nachdenken an und er lässt uns mit einem Gefühl zurück, dass wir mit unseren Gefühlen nicht allein sind.
Er war schon lange vor Instagram und Tinder am Start, aber er hat verstanden, dass Liebe etwas ist, das uns alle verbindet. Egal, ob wir im 16. Jahrhundert leben oder im 21. Jahrhundert. Und das ist doch irgendwie tröstlich, oder?
"Die Liebe sieht nicht mit den Augen, sondern mit dem Geist, Und deshalb wird der geflügelte Amor blind gemalt." – Ein Sommernachtstraum
Also, das nächste Mal, wenn ihr ein Shakespeare-Gedicht lest, versucht mal, den "Dichterschmock" auszublenden und euch einfach auf die Geschichte zu konzentrieren. Auf die Menschen, die lieben, die leiden, die lachen und die Fehler machen. Ihr werdet überrascht sein, wie modern und wie ehrlich Shakespeare über die Liebe geschrieben hat. Und vielleicht entdeckt ihr ja sogar etwas über euch selbst dabei.
Und wer weiß, vielleicht findet ihr ja sogar ein paar Inspirationen für eure eigene Liebesgeschichte. Nur vielleicht nicht gerade die mit dem Esel. Das könnte etwas schwierig werden...
