Sie Fahren Auf Trockener Fahrbahn In Einer Kolonne
Sie fahren auf trockener Fahrbahn in einer Kolonne. Kennen wir alle, oder? Und ich habe da so meine... Ansichten. Vielleicht sind sie unpopulär. Aber hey, muss ja mal gesagt werden.
Also, da ist dieses Ding mit dem Abstand. Alle kleben wie Kletten aneinander. Warum? Angst vor der Lücke? Denkt ihr, ein Ferrari schießt dazwischen und klaut euch den Platz? Wahrscheinlich eher nicht. Mir persönlich wird's da immer etwas mulmig.
Und dann die Geschwindigkeit! Einer gibt das Tempo vor. Meistens jemand, der sich für Michael Schumacher hält, aber in Wahrheit nur seinen alten Golf GTI quält. Der Rest? Schleicht brav hinterher. Obwohl... Moment mal... Dürfte ich vielleicht etwas schneller? Ach, egal. Die Kolonne bestimmt.
Das Blinker-Dilemma
Oh Gott, die Blinker! Wird geblinkt? Wird nicht geblinkt? Das ist hier die Frage! Manchmal blinkt einer, der fünf Autos vor mir ist. Was soll ich denn jetzt damit? Werde ich deswegen weniger überfordert? Nein. Danke auch.
Und wehe dem, der *ausbricht*! Sobald jemand wagt, die heilige Kolonne zu verlassen, wird er mit bösen Blicken und Hupkonzerten bestraft. "Verräter!" scheinen die anderen zu schreien. Dabei wollte der arme Kerl vielleicht nur zum Bäcker.
Ich sage ja nur: Ein bisschen mehr Eigenverantwortung wäre schön. Nicht blind hinterherfahren. Selbst denken! Abstand halten! Und bitte, liebe Kolonne, nicht so böse gucken, wenn jemand einen Kaffee braucht.
Die Macht der Gewohnheit
Ich glaube, ein Großteil des Kolonnenfahrens ist einfach Gewohnheit. Wir haben es so gelernt. Oder wir haben Angst, aus der Reihe zu tanzen. Verstehe ich ja. Aber vielleicht sollten wir alle mal ein bisschen mutiger sein.
Stellt euch vor: Alle halten mehr Abstand. Alle fahren in einem angenehmen Tempo. Und alle blinken rechtzeitig! Eine Utopie? Vielleicht. Aber träumen darf man ja wohl noch.
Natürlich gibt es auch Vorteile. Klar, man fühlt sich sicherer in der Gruppe. So wie ein kleines Schaf in der Herde. Aber ich bin kein Schaf. Ich bin eher so ein... Mufflon. Und Mufflons brauchen ihren Platz.
Also, das nächste Mal, wenn Sie in einer Kolonne fahren, denken Sie mal darüber nach. Müssen Sie wirklich so dicht auffahren? Müssen Sie wirklich das Tempo des Vordermanns mitgehen? Oder könnten Sie vielleicht... atmen?
Und noch ein kleiner Tipp: Wenn Sie wirklich mal ausbrechen wollen, tun Sie es! Das Leben ist zu kurz für ewiges Kolonnenfahren. Aber bitte blinken Sie! Ich will ja nicht, dass Sie wegen mir böse Blicke ernten.
Ich weiß, ich weiß. Ich bin ein Rebell. Ein Einzelkämpfer auf der Autobahn. Aber irgendjemand muss es ja sagen. Und außerdem: Vielleicht sind Sie ja heimlich auch meiner Meinung.
Vielleicht sitzt da gerade jemand in seiner Kolonne und nickt zustimmend. Vielleicht denkt er: "Ja, der hat Recht! Ich will auch mehr Abstand!" Trauen Sie sich! Befreien Sie sich! Werden Sie ein Mufflon! (Aber bitte blinken Sie trotzdem.)
Und wenn nicht? Dann fahren Sie halt weiter in Ihrer Kolonne. Aber beschweren Sie sich nicht, wenn ich Sie überhole. Mit ausreichend Abstand, versteht sich. Und natürlich mit Blinker.
Abschließend möchte ich noch betonen: Ich hasse Kolonnen nicht. Ich bin nur der Meinung, dass wir alle ein bisschen entspannter damit umgehen könnten. Ein bisschen mehr Rücksicht. Ein bisschen mehr Eigenverantwortung. Und ein bisschen weniger Angst vor der Lücke. Denn die Lücke... die ist manchmal auch ganz schön. Besonders, wenn sie von einem Sicherheitsabstand herrührt.
Also, gute Fahrt! Und vielleicht sehen wir uns ja mal... nicht in einer Kolonne.
